Häufige Fragen

Stand Juni 2015

Die hier aufgeführten häufigen Fragen tauchen nicht nur in der Planungsphase vor dem Antrag auf, sondern auch bei der Realisierung eines Projekts und der späteren Abrechnung.

Fragen vor der Antragstellung

Was fördert die Kulturstiftung des Bundes?

Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt künstlerische Produktionen und gewährt Projektförderung für Themenbereiche, die in die Zuständigkeit des Bundes für die Förderung von Kunst und Kultur fallen. Die Förderung kann für alle nicht-kommerziellen Sparten und Bereiche des Kulturschaffens gewährt werden, für bildende Kunst, darstellende Kunst, Literatur, Musik, Film, Fotografie, Architektur, kulturhistorische Ausstellungen, Neue Medien, verwandte Formen und Zwischenformen. Die Kulturstiftung des Bundes fördert keine bereits laufenden Projekte, sondern allein für die Zukunft geplante Vorhaben.Neben der Förderung von Projekten Dritter entwickelt die Kulturstiftung des Bundes durch ihren Vorstand eigene Programme zu aktuellen kulturellen Themenstellungen, die nicht Gegenstand der Juryentscheidung sind. In manchen Programmen gibt es antragsoffene Fonds.

Was sind eigene Projekte und Programme der Stiftung?

Neben der Förderung von Projekten Dritter ruft die Kulturstiftung des Bundes durch ihren Vorstand eigene Programme zu aktuellen kulturellen Themenstellungen ins Leben, die nicht Gegenstand der Juryentscheidung sind.
Innerhalb der Programme entstehen verschiedene Projekte, die ein breites Spektrum kulturpolitischer Handlungs- und Förderinstrumente entfalten. Tätig wird die Kulturstiftung selbst, zum Beispiel durch die Beauftragung von Kuratoren, die Initiierung von Veranstaltungen und Veröffentlichungen von Publikationen, aber auch durch das Einrichten spezieller antragsoffener Fonds.
Im Programm TURN – Fonds für künstlerische Kooperationen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern, im Programm Stadtgefährten Fonds für Stadtmuseen in neuen Partnerschaften, im Programm Doppelpass Fonds für Kooperationen im Theater und im Tanzfonds Erbe können derzeit Anträge gestellt werden.


Gibt es eine Sparten-Förderung?

In der antragsoffenen Allgemeinen Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes werden grundsätzlich alle Sparten gefördert.
Zusätzlich entwickelt die Stiftung eigene Programme und Fonds, die auf bestimmte Sparten zugeschnitten sind, wie zum Beispiel Fellowship Internationales Museum, Tanzfonds Erbe, Doppelpass - Fonds für Kooperationen im Theater oder Stadtgefährten – Fonds für Stadtmuseen in neuen Partnerschaften.

Was ist „institutionelle Förderung“?

Als "institutionelle Förderung" gilt die Finanzierung der Infrastruktur oder der laufenden Tätigkeit bereits bestehender oder neu zu gründender Einrichtungen (z.B. Museen, Theater, Vereine, Stiftungen). Während eine derartige Förderung nicht erfolgt, kann die Kulturstiftung des Bundes einzelne Projekte von Institutionen fördern. Sie kann ebenfalls eine streng befristete Anschubfinanzierung gewähren, wenn der Antragsteller die geordnete Weiterführung der neu zu gründenden Institution sichergestellt hat.

Fragen zum Antrag

Wer kann Anträge stellen?

Die Kulturstiftung des Bundes kann Förderungen an Institutionen im In- und Ausland gewähren. Die Rechtsform einer Antrag stellenden Institution (z.B. Stiftung, Verein, öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Körperschaft) ist für die Entscheidung über die Förderung unerheblich. Die Kulturstiftung des Bundes fördert in der Regel keine Projekte, die von Einzelpersonen bzw. nicht organisatorisch gefestigten Zusammenschlüssen einzelner Personen getragen werden.

Welche Fördermittel schließen einander aus?

Die Förderung der Kulturstiftung des Bundes ist in der Regel ausgeschlossen, wenn der Antragsteller für das zur Entscheidung anstehende Projekt bereits Förderung von dem/der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien oder einer von dieser/m ständig geförderten Einrichtung erhält.

Wie formuliere ich geeignete Projektziele und Indikatoren?

Im Antragsformular bzw. im Rahmen der Fördervertragsvorbereitung werden auch Ziele und Indikatoren Ihres Projektes abgefragt. Wir möchten von Ihnen wissen:
- Welche konkreten Ziele möchten Sie erreichen?
- Woran messen Sie nach Abschluss Ihres Projektes, ob Sie diese Ziele erreicht haben?

Bitte formulieren Sie Ihre Ziele so konkret wie möglich und legen Sie realistische und messbare Indikatoren fest. Bitte führen Sie nicht mehr als 3 Ziele mit je einem Indikator auf.

Vermeiden Sie zu allgemeine Zielsetzungen, die Visionen und Wunschvorstellungen beschreiben (wie z.B. „die Theaterlandschaft verändern, Vorurteile abbauen“). Ob solche Ziele erreicht werden konnten, können Sie nach Projektende nicht überprüfen.

Ziele zu formulieren ist nicht einfach. Als Test für die Qualität von Zielformulierungen gilt ihre Überprüfbarkeit. Können die Ziele gemessen werden? Sind sie quantifizierbar? Können sie erfragt werden?

Ein Beispiel: Vage Formulierungen wie „Die Zufriedenheit soll möglichst groß sein“ sind zu vermeiden. Stattdessen wird ein Vergleichsmaßstab eingeführt: „Die Zufriedenheit einer Zielgruppe steigt in den nächsten zwei Jahren um 10%“.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter: www.migros-kulturprozent.ch/Media/Medien/Leitfaden_2014_dt_online.pdf

Anne-Catherine de Perrot, Tina Wodiunig: „Evaluieren in der Kultur“ Warum, was, wann und wie? Ein Leitfaden für die Evaluation von kulturellen Projekten, Programmen, Strategien und Institutionen, Herausgegeben von Migros-Kulturprozent und Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, 2. Aufl., überarbeitet 2014, S. 54ff.

Fragen zum Projektbeginn

Wann darf man mit dem Projekt beginnen, was zählt als Projektbeginn?

Die Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes ist ausgeschlossen, wenn das Projekt vor der Jurysitzung bereits begonnen hat oder vorher Ausgaben dafür getätigt oder Verträge geschlossen wurden.
Die Termine der jeweiligen Jurysitzungen werden auf unserer Website rechtzeitig bekannt gegeben.

Vorzeitiger Maßnahmebeginn

Grundsätzlich besteht diese Möglichkeit nicht vor der Jurysitzung. Sollte das Projekt gefördert werden, erhalten Sie jedoch innerhalb einer Woche den positiven Bescheid sowie automatisch den vorzeitigen Maßnahmebeginn, damit Sie bereits vor Vertragsabschluss mit der Kulturstiftung Ihr Projekt beginnen können.

Wann / wie werde ich über die Entscheidung der Jury informiert?

Unmittelbar nach der Jurysitzung unterrichtet der Vorstand die Projektträger darüber, wie die Entscheidung der Jury über die Förderung ausgefallen ist. Die Jury kann ihre Empfehlung zur Förderung eines Projektes dabei unter bestimmte Bedingungen stellen, z.B. die nachgewiesene Bereitschaft weiterer Träger zur Übernahme eines Anteils der Finanzierung.

Fragen zur Kosten und Finanzierungskalkulation

Welche Kosten sind zuwendungsfähig im Rahmen allgemeiner Fördergrundsätze?

Bei der Durchführung eines Projektes können generell nur solche Ausgaben getätigt werden, die mit den allgemeinen Grundsätzen der Bundeshaushaltsordnung im Einklang stehen. Den genauen Gesetzestext finden Sie unter: www.bundesregierung.de > Gesetze > Gesetze von A-Z. So verpflichten sich Projektträger unter anderem, den Grundsatz der wirtschaftlichen und sparsamen Haushaltsführung und das Verbot einer Besserstellung gegenüber vergleichbar beschäftigten Angestellten des Bundes zu beachten. Mehr zu der Frage, welche Fehler bei der Abrechnung häufig gemacht werden, finden Sie unter Häufige Fragen – Förderverträge mit der KSB.

Wie muss meine Kosten- und Finanzierungskalkulation aussehen?

Wir stellen auf unserer Website ein Muster eines Kosten- und Finanzierungsplans zur Verfügung, an dem Sie sich orientieren können. Die Kalkulation muss nach Einnahmen und Ausgaben gegliedert sein, die bisher zur Verfügung stehenden Eigen- und oder Drittmittel (mit schriftlicher Bestätigung) sowie die bei der Kulturstiftung beantragte Förderung müssen ausgewiesen werden. Beachten Sie bitte auch die Hinweise unter Punkt 1. unserer Informationen zur Vertragserstellung („Hinweise zum Vertrag“ als Download).
Mehr Informationen finden Sie zudem in unserem Leitfaden zur Erstellung eines Kosten- und Finanzierungsplanes („Leitfaden Kosten- und Finanzierungsplan“ als Download).

Was sind anrechenbare Eigen- und Drittmittel?

Hier können nur Barmittel geltend gemacht werden. Sachleistungen und Leistungen, die aus dem laufenden Etat einer Institution getragen werden (z.B. die Bereitstellung von Veranstaltungsräumen, Technik, Unterkünften, ständigen Mitarbeitern etc.) oder ehrenamtliche/unentgeltliche Tätigkeiten, also Leistungen, für die keine Geldmittel fließen, können weder auf der Einnahmen- noch auf der Ausgabenseite im Kosten- und Finanzierungsplan aufgenommen oder im Rahmen einer Prozentregelung geltend gemacht werden.

Kann ich Sachleistungen im Kosten- und Finanzierungsplan aufnehmen?

Nein. Sachleistungen Dritter oder Eigenleistungen können weder auf der Ausgaben- noch auf der Einnahmenseite aufgeführt werden. Dies ist keinesfalls eine Geringschätzung des ehrenamtlichen Engagements oder geldwerter Sponsorenleistungen. Wir erkennen ausdrücklich den Wert und den hohen Nutzen dieser Leistungen für die Realisierung von Projekten an - werden doch dadurch nicht zuletzt die Gesamtkosten und damit auch der Förderbedarf gesenkt. Um die Verwaltung der Anträge jedoch auch im Interesse der Antragsteller einfach und nachvollziehbar zu halten, sollen nur Kosten- und Einnahmearten aufgeführt werden, für die bare Geldmittel fließen und die anhand von Belegen prüfbar sind. Dies wäre jedoch zum Beispiel weder bei ehrenamtlichen Tätigkeiten noch bei Sachleistungen Dritter gegeben.

Kann ich anteilig für das Projekt Sach- und/oder Personalkosten aus meinem laufenden Haushalt beantragen?

Nein. Leistungen, die aus dem laufenden Etat einer Institution getragen werden (z.B. die Bereitstellung von Veranstaltungsräumen, Technik, Unterkünften, ständigen Mitarbeitern etc.) oder ehrenamtliche/unentgeltliche Tätigkeiten, also Leistungen, für die keine Geldmittel fließen, können weder auf der Einnahmen- noch auf der Ausgabenseite im Kosten- und Finanzierungsplan aufgenommen oder im Rahmen einer Prozentregelung geltend gemacht werden.

Fragen zu Ansprechpartnern in der Stiftung

Wer ist Ansprechpartner für was in der Stiftung?

a) Allgemeine Projektförderung
Wenn Sie sich mit Ihrem Projekt bei uns bewerben möchten, informieren Sie sich bitte zunächst über unsere Fördergrundsätze. Für Fragen zu unseren Fördergrundsätzen und zum Antragsformular steht Ihnen die Abteilung "Allgemeine Projektförderung" unter den Rufnummern 0345/2997-115 oder -140 zur Verfügung. Für alle inhaltlichen Fragen zu Ihrem Antrag wenden Sie sich bitte an Herrn Torsten Maß, Leiter der Allgemeinen Projektförderung, unter 0345/2997-123 oder torsten.mass@kulturstiftung-bund.de.

b) Spezielle Förderprogramme
In der Regel werden die Förderprogramme von unseren wissenschaftlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen betreut. Informationen über Ziele, Antragsfristen, Jurys und Formulare entnehmen Sie bitte der Darstellung unter Programmförderung.

c) Fragen zu den Förderverträgen
Haben Sie spezielle Fragen zu den Förderverträgen, wenden Sie sich bitte an Frau Anja Petzold unter 0345/2997-109 oder anja.petzold@kulturstiftung-bund.de.

d) Abrechnung von Projekten
Für Fragen zur Abrechnung von Projekten, der Zuwendungsfähigkeit einzelner Ausgaben im Rahmen der Bundeshaushaltsordnung, dem Bundesreisekostengesetzes, der VOL/VOB und anderen zuwendungsrechtlich relevanten Vorschriften finden Sie mehr unter Punkt 4 unserer Informationen zur Vertragserstellung. (Vertrag und „Hinweise zum Vertrag“ als Download). Dabei sowie auch bei Fragen zur Verwendungsnachweisprüfung steht Ihnen Herr Steffen Schille zur Verfügung unter 0345/2997-128 oder steffen.schille@kulturstiftung-bund.de.

e) Abstimmung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bei Fragen zur Verwendung unseres Logos, Abstimmung von Presseterminen etc. setzen Sie sich bitte mit Frau Tinatin Eppmann in Verbindung unter 0345/2997-124 oder: tinatin.eppmann@kulturstiftung-bund.de.

Fragen zum Fördervertrag und zur Zusammenarbeit mit der Stiftung

Wie sehen die Förderverträge mit der KSB aus?

Ist die Förderentscheidung positiv ausgefallen, schließt die Kulturstiftung des Bundes als Stiftung des privaten Rechts einen Fördervertrag mit dem Projektträger ab. Hierfür stehen zwei Varianten zur Auswahl:
Handelt es sich um ein Projekt größeren Umfangs, ist es teilweise erforderlich, Einzelheiten in einem ausformulierten Vertragswerk zu regeln.
Im Übrigen verwendet die Stiftung einen Standard-Vertrag, der alle notwendigen Informationen zum Zuwendungsverhältnis enthält.
Weitere Informationen zum Prozedere erhalten Sie mit den „Hinweisen zum Vertrag“ als Download.

Wie stimme ich meine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit der Kulturstiftung ab?

Ihre Ansprechpartnerin in der Kulturstiftung für alle Fragen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist Frau Tinatin Eppmann unter 0345/2997-124 oder: tinatin.eppmann@kulturstiftung-bund.de.

a) Verwendung des Schriftzugs
In unseren vertraglichen Vereinbarungen ist geregelt, dass Sie den Schriftzug der Kulturstiftung des Bundes in sämtlichen projektbezogenen Medien (Printmedien, Internet etc.) verwenden müssen. Zu diesem Zweck erhalten Sie auf Anforderung unser Logo, das stets gemeinsam mit folgender Formulierung erwähnt werden muss: "gefördert durch die [+ Logo]", in englischer Sprache mit dem Zusatz: "funded by the German Federal Cultural Foundation".
Die Dokumente, in denen der Schriftzug verwendet wird, müssen der PR-Abteilung vor Drucklegung zur Freigabe vorgelegt werden. Um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, schicken Sie uns die Vorlagen daher bitte per E-Mail an Frau Tinatin Eppmann: tinatin.eppmann@kulturstiftung-bund.de. Bitte senden Sie Ihre Druckvorlagen in Kopie auch an Frau Tappe-Hornbostel: presse@kulturstiftung-bund.de.
b) Pressemitteilungen
Bitte legen Sie uns Ihre Pressemitteilungen ebenfalls zur Freigabe vor. Hier können Sie auf die Verwendung des Schriftzuges verzichten. Die Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes muss jedoch in der o.g. Form kommuniziert werden. Gern stellen wir Ihre Pressemitteilung nach Veröffentlichung auch mit auf unsere Website. Bitte nehmen Sie uns dazu in Ihren entsprechenden Verteiler auf.

c) Änderungen bei Projektdaten
Wir veröffentlichen Ihre Projektinformationen in unserem Magazin und auf unserer Website. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie uns regelmäßig über Ihr Projekt auf dem Laufenden halten und uns ggf. Änderungen (Namen von Beteiligten, Terminänderungen etc.) mitteilen. Dies gilt insbesondere auch für die Termine Ihrer Pressekonferenzen.

d) Belegexemplare
Bitte senden Sie uns Belegexemplare der entsprechenden Materialien zu, sobald sie gedruckt sind (Plakat 1 Stk. (gerollt), Flyer 5 Stk., Leporellos etc. 5 Stk., Programmhefte 5 Stk., Kataloge 10 Stk.) bzw. informieren Sie uns umgehend über Neuerungen auf Ihrer Website.

Wann kann ich Geld für mein gefördertes Projekt abrufen?

Grundsätzlich steht die Fördersumme ab Vertragsschluss für Sie bereit abzüglich eines Einbehalts von rund 5 Prozent bzw. maximal 10.000 Euro, die erst nach Abrechnung des Projekts ausgezahlt werden können. Unmittelbar nach unserer Förderzusage kommen wir auf Sie zu und bitten Sie im Rahmen der Vertragsvorbereitung, uns mitzuteilen, zu welchem Zeitpunkt Sie in welcher Höhe Geld von uns benötigen. Bitte prüfen Sie Ihren Bedarf genau und berücksichtigen Sie, dass die Kulturstiftung des Bundes erst Mittel auszahlen kann, wenn Sie Ihre Eigenmittel und weitere Drittmittel bereits eingesetzt haben. Ihre Angaben sind verbindlich, Änderungen müssen uns umgehend angezeigt werden. Weitere wichtige Informationen finden Sie im Leitfaden zur Erstellung des Kosten- und Finanzierungsplanes unter Punkt 3 und in den Hinweisen zum Vertrag unter Punkt 5. Bei Fragen steht Ihnen Frau Anja Petzold unter 0345/2997-109 oder anja.petzold@kulturstiftung-bund.de als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Was muss ich bei Veröffentlichungen beachten?

Gemäß unseren Vertragsbedingungen müssen sämtliche projektbezogenen Medien (insbesondere z.B. Bücher, Filmprodukte, Internet-Auftritte) zumindest auch in deutscher Sprache erstellt werden.

Wie kann ich ökologisch-nachhaltig Wirtschaften?

Wie kann bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung von Kulturprojekten ökologisch verantwortlich gehandelt werden? Das Dokument "FAQ zu Nachhaltigkeit" hält Informationen zum nachhaltigen Wirtschaften und viele weiterführende Links bereit.

Wie muss die Abrechnung eines Projekts aussehen?

Die Abrechnung muss grundsätzlich in der Form eines so genannten Verwendungsnachweises erfolgen. Dieser ist in deutscher Sprache vorzulegen. Alle Informationen zum Aufbau eines solchen Verwendungsnachweises finden Sie in unserem „Leitfaden zur Abrechnung“ als Download. Eine Sammlung der häufigsten Missverständnisse oder Fehler bei der Abrechnung finden Sie mit ausführlichen Erläuterungen in unserem „Leitfaden zur Abrechnung“ als Download.

Fragen zur Allgemeinen Projektförderung

Was ist die Allgemeine Projektförderung?

In der offenen Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes können zweimal im Jahr Anträge für alle Sparten gestellt werden. Eine mit Experten und Expertinnen aller Sparten besetzte Jury gibt zweimal im Jahr dem Vorstand der Kulturstiftung ihre Förderempfehlungen. Dieser entscheidet über Anträge ab 50.000 Euro und unterhalb von 250.000 Euro, höhere Anträge werden vom Stiftungsrat entschieden.
Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt künstlerische Produktionen und gewährt Projektförderung für aktuelle Projekte, die sich eindeutig dem internationalen Kontext zuordnen lassen oder in eine andere unstreitige Förderkompetenz des Bundes fallen. Die Förderung kann für alle nicht-kommerziellen Sparten und Bereiche des Kulturschaffens gewährt werden, für bildende Kunst, darstellende Kunst, Literatur, Musik, Film, Fotografie, Architektur, kulturhistorische Ausstellungen, Neue Medien, verwandte Formen und Zwischenformen. Die Kulturstiftung des Bundes fördert keine bereits laufenden Projekte, sondern allein für die Zukunft geplante Vorhaben.
Die Kulturstiftung des Bundes leistet keine institutionelle Förderung; sie unterstützt grundsätzlich keine Ankäufe, keine baulichen Maßnahmen und keine reinen Gastspiele im Ausland. Die Kulturstiftung des Bundes fördert Projekte, die diesen Kriterien entsprechen und inhaltlich besondere Bedeutung für den aktuellen künstlerischen oder gesellschaftlichen Diskurs besitzen. Die Sichtbarkeit des Projekts in Deutschland muss gewährleistet sein.

Was versteht man unter „Projekt“ in der Allgemeinen Projektförderung?

Als "Projekt" gilt die Produktion, Planung und / oder Durchführung von einzelnen Veranstaltungen oder Veranstaltungskomplexen, z.B. Ausstellungen, Aufführungen, Symposien. Ständig laufende Veranstaltungsreihen fördert die Kulturstiftung des Bundes generell nicht, sie kann aber Teile oder Einzelprojekte dieser Reihen unterstützen.

Wie wird „internationaler Kontext“ definiert?

Als Projekt im "internationalen Kontext" stuft die Kulturstiftung des Bundes in der Regel solche Vorhaben ein, die in Kooperation mit zumindest einem Träger durchgeführt werden, der seinen Sitz nicht in der Bundesrepublik hat oder für die die Durchführung von zumindest einer Teilveranstaltung außerhalb des deutschen Staatsgebietes wesentlich ist oder die unter schwerpunktmäßiger Mitwirkung von Kulturschaffenden aus verschiedenen Staaten zustande kommen oder für deren Vorbereitung und Recherche internationale Zusammenarbeit notwendig ist oder die eine Vielzahl von Mitwirkenden oder Teilvorhaben vernetzen oder die Beteiligung international herausragender Institutionen erfordern.Allerdings muss auch eine Sichtbarkeit des Projekts in Deutschland gewährleistet sein. Publikationen müssen bei internationalen Projekten grundsätzlich auch auf Deutsch erscheinen.

Sind diese Kriterien nicht erfüllt, schätzt der Vorstand ein Vorhaben nur dann als Projekt im internationalen Kontext ein, wenn es aufgrund herausragender inhaltlicher Bedeutung weit über den nationalen Bereich hinausreicht.

Wann ist die Allgemeine Projektförderung aus formalen Gründen ausgeschlossen?

Folgende Punkte führen zu einer Absage aus formalen Gründen:
- die Antragssumme an die Kulturstiftung des Bundes liegt unter 50.000 Euro ,
- die Finanzierung des Projekts weist keine gesicherten Eigen- und/oder Drittmittel in Höhe von 20 Prozent der Gesamtkosten auf ,
- die gesamte Ko-Finanzierung aus Eigen- und/oder Drittmitteln ist zu Antragsschluss noch ungesichert,
- die Antragsfrist wurde versäumt (vgl. Häufige Fragen - Antragsfristen),
- der Projektbeginn liegt vor der Jurysitzung (vgl. Häufige Fragen - Projektbeginn),
- das Projekt wird aus anderen Mitteln der/des Beauftragten für Kultur und Medien finanziert (vgl. Häufige Fragen - Welche Fördermittel schließen einander aus?),
- das Projekt steht nicht im internationalen Kontext und fällt in keine andere Förderkompetenz des Bundes (vgl. Häufige Fragen – internationaler Kontext),
- das Projekt ist nicht in Deutschland zu sehen (vgl. Häufige Fragen – Allgemeine Projektförderung),
- Antragsteller ist eine Einzelperson (vgl. Häufige Fragen – Wer kann Anträge stellen?).

Fragen zum Antrag in der Allgemeinen Projektförderung

Welche Voraussetzungen für eine Allgemeine Projektförderung muss man beachten?

Förderanträge können nur berücksichtigt werden, wenn
- die Antragsformulare vollständig ausgefüllt sind,
- die Antragssumme an die Kulturstiftung des Bundes mindestens 50.000 Euro beträgt
- die Finanzierung des Projekts einen gesicherten Anteil an Eigen- und/oder Drittmitteln in Höhe von mindestens 20 Prozent der Gesamtkosten des Projekts aufweist
- schriftliche Bestätigungen aller angegebenen Förderer, Kooperationspartner und der maßgeblich mitwirkenden Künstler eingesandt werden
- mit dem Projekt nicht vor der Jurysitzung begonnen wurde (vgl. Häufige Fragen - Projektbeginn).
Von der Förderung ausgeschlossen sind Projekte, bei denen zum Antragsschluss die gesamte Ko-Finanzierung aus Eigen- und/oder Drittmitteln noch ungesichert ist.

In welcher Form stellt man Anträge in der Allgemeinen Projektförderung?

Um einen Antrag in der Allgemeinen Projektförderung zu stellen, verwenden Sie bitte das auf unserer Website zur Verfügung gestellte Online-Formular. Die Anträge können in deutscher oder englischer Sprache gestellt werden.

Zusätzlich zum Online-Antrag benötigen wir rechtzeitig zum Antragsschluss folgende Unterlagen von Ihnen, die Sie uns bitte auf dem Postweg zukommen lassen:
- schriftliche Zusicherung der von Ihnen angegebenen künstlerischen Leitung (z.B. beiAusstellungen: Kurator/Kuratorin oder bei Theaterproduktionen: Regie) bzw. von vergleichbar Verantwortlichen, dass diese am Projekt mitwirken,
- schriftliche Zusagen (falls diese noch nicht vorliegen: Absichtserklärungen) anderer Förderer (Muster „Zusage/Absichtserklärung anderer Förderer“ hier als Download),
- schriftliche Zusicherung Ihrer Kooperationspartner (z.B. Spielstätten, Veranstaltungsorte) mit Angabe der finanziellen Beteiligung am Projekt (Muster „Zusicherung der Kooperationspartner“ hier als Download),
- die Langfassung A4 Hochformat des Kosten- und Finanzierungsplanes auf 2 Seiten (Muster hier als Download)
- eine ausführliche Künstlerliste mit Angabe des Herkunftslandes und Kurzbiografie,
- ggf. eine ausführliche Projektbeschreibung,
- ggf. ergänzendes Material zu Ihrem Projekt (CDs, DVDs, Fotos, Bücher, Kataloge etc.)

Für die Programme und Fonds der Kulturstiftung des Bundes gelten unter Umständen andere Fördervoraussetzungen und Formalien, die der jeweiligen Ausschreibung auf unserer Website zu entnehmen sind.

Wie stelle ich mein Projekt in der Allgemeinen Projektförderung dar?

Zum einen wird im Antragsformular eine Kurzdarstellung des Projekts abgefragt auf maximal einer A4-Seite. Bitte beachten Sie, dass diese Kurzfassung Antwort gibt auf folgende Fragen:
- Was konkret haben Sie vor?
- Was ist Ihre Zielsetzung?
- Mit welchen Mitteln wollen Sie Ihr Ziel erreichen?
- Wer ist an dem Projekt beteiligt?
- Wie setzen Sie Ihr Projekt um?
Bitte bleiben Sie in der Beschreibung so konkret wie möglich (z.B. Darstellung der Ausstellungskonzeption und -präsentation, Erläuterungen zur Wahl des Veranstaltungsortes, Bedeutung des Themas oder der Künstler etc.).
Zusätzlich zum Formular können Sie eine ausführliche Projektbeschreibung einreichen sowie Materialien, mit denen sich Charakter und Bedeutung des Projektes aussagekräftig und übersichtlich verdeutlichen lassen (z.B. zusätzliche erläuternde Texte, Abbildungen, Bild- und Tonmedien). Es sollten leicht präsentierbare Materialien sein, um der Stiftung die Bearbeitung der Förderanträge zu erleichtern. Die Kulturstiftung des Bundes archiviert die Förderanträge; die Antragsteller erhalten zusätzlich eingereichte Materialien zurückgesandt, soweit dies keinen außerordentlichen Aufwand verursacht.

Gibt es Antragsfristen in der Allgemeinen Projektförderung?

Förderanträge für die Allgemeine Projektförderung können jederzeit eingereicht werden. Die Stiftung trifft hier ihre Förderentscheidungen aufgrund der Empfehlungen der Jury, die regelmäßig zweimal im Jahr zusammentritt. Förderanträge, die später als zum 31.1. oder 31.7. (Datum Eingang des Online-Formulars oder Fax bzw. des Poststempels) eingehen, können in der nächstfolgenden Sitzung der Jury nicht mehr berücksichtigt werden. Sie können jedoch erneut zum nächsten Antragsschluss eingereicht werden. Unter der Rubrik Förderung finden Sie einen Überblick über alle Antragsfristen bei der Stiftung.