Magazin #28

 

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2017 jährt sich die Oktoberrevolution zum 100. Mal. Was verbinden Kulturschaffende und Künstler/innen mit dem Begriff der Revolution heute? Alexander Kluge deutet ihn in seinem Bildessay auf charakteristisch eigensinnige Weise. Mit dem nachgeborenen Philosophen Christoph Menke verbindet den Künstler, Filmemacher und Universalgelehrten Kluge die Auffassung, dass Revolutionen sich nicht durch eine ergebnisorientierte Überwindung auszeichnen, sondern durch langen Atem, Enthusiasmus und Idealismus, die sie brauchen, um ihr Potenzial zu entfalten.

Der „Sturm auf das Winterpalais“ wurde im Nachhinein zur Ikone der Russischen Revolution. Sylvia Sasse legt dar, wie eine theatrale Inszenierung das Erlebnis zu einem Ereignis schuf, das so nie stattgefunden, aber sich umso tiefer ins kollektive Gedächtnis gegraben hat.

Dass aus einem Reenactment eine Ikone des Dokumentarischen vor der Erfindung der sozialen Medien, von Photoshop und Fakes werden konnte, erscheint von heute aus gesehen fast wie ein Wunder. Florian Ebner und Christin Müller geben einen Ausblick auf die Zukunft des Fotografischen in Zeiten von Viralität und digitaler Überbelichtung.

Warum sie von Revolutionen sprechen und sie gar erwarten, welche Rolle der Revolutionsbegriff in ihren Projekten spielt, haben wir den Künstler Milo Rau und die Kuratorin Claudia Banz gefragt.

Schließlich stehen uns mit Angélica Liddell, Romeo Castellucci und Anne-Cécile Vandalem drei avancierte Regisseur/innen des internationalen zeitgenössischen Autorentheaters Rede und Antwort auf Fragen nach dem Zusammenhang von Demokratie und Tragödie. Brauchen wir mehr oder weniger Emotionen im Theater, der Kunst, in einer Zeit, in der demokratische Politik und Gesellschaft aus den Gefühlsbädern gar nicht mehr herauskommen?

 

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