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Tanzplan vor Ort
Der "Tanzplan Deutschland" soll das Engagement für den Tanz und die öffentliche Anerkennung seines künstlerischen Potenzials bundesweit stärken. Dafür hat die Kulturstiftung des Bundes 12,5 Mio. Euro bereitgestellt.
Vielfach können sich die Potenziale, die sich in den Tanzszenen in den Städten und Regionen herausgebildet haben, nicht angemessen entfalten. Mit dem Tanzplan vor Ort, eines von mehreren Förderinstrumenten des Tanzplans Deutschland, wurden bundesweit Städte eingeladen, Konzepte zur Profilierung des Tanzes durch den Ausbau vorhandener Strukturen auszuarbeiten. Die große Resonanz auf die Initiative der Kulturstiftung bestätigte den großen Bedarf: Im ganzen Bundesgebiet setzten sich Vertreter von Ausbildungsinstitutionen und Veranstaltungshäusern mit Kulturpolitikern und Vertretern der freien Tanzszene zusammen und diskutierten die Situation vor Ort.
14 Städte reichten schließlich Konzepte für Maßnahmen innerhalb der nächsten fünf Jahre ein, die nur unter der Voraussetzung, dass Stadt oder Land für die Hälfte der Kosten aufkommen, eine komplementäre Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes beantragen konnten.
Das Kuratorium des Tanzplans - Nele Hertling, Reinhild Hoffmann, Dr. Johannes Odenthal und Prof. Dr. Gerald Siegmund - hat am 20./21. Januar 2006 eine Auswahl aus den Konzepten getroffen und acht Städten den Zuschlag für ihren Tanzplan vor Ort gegeben. Ausgewählt wurden: Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Essen, Hamburg, München und Potsdam. Zusätzlich erhielt Berlin eine Anschubfinanzierung aus dem Bereich "Tanzplan Ausbildungsprojekte" für die Entwicklung eines hochschulübergreifenden Zentrums für Tanz.
Damit wurden insgesamt 6,4 Mio € aus dem Tanzplan zur Verfügung gestellt. Insgesamt konnten mit dem Finanzierungsanteil der Städte oder Länder und weiteren Drittmitteln ca. 15,5 Mio. € für den Tanz mobilisiert werden.
Mit dem Tanzplan vor Ort wird ein breites Spektrum des Tanzes gefördert, das durchgängig starke Akzente auf Vermittlungsformen setzt: Angefangen bei Recherche und Forschung (Essen) wird der Bereich Ausbildung von der tänzerischen Breitenarbeit (Düsseldorf) über den Tanz in der Schule (München) bis hin zur professionellen Hochschul-Ausbildung (Frankfurt und Berlin) ausgebaut. Mit Blick auf die berufsspezifische Weiterbildung sind Maßnahmen von der Gründung eines neuen Choreografischen Zentrums (Hamburg) über die Einrichtung von Artist-in-Residence-Programmen (Potsdam und Hamburg), bis hin zur Ensemblebildung (Dresden) geplant. Die Stärkung des Tanzes an den Stadttheatern (Bremen) wird ebenso bedacht wie die Konsolidierung der freien Tanzszene (in allen Projekten).
Im Rahmen von Tanzplan Deutschland wurden bereits folgende Projekte gestartet: die Koproduktionsförderung des Nationalen Performance Netzes (NPN), Künstleraufenthalte im Rahmen der "Tanzplattform Deutschland" sowie die Internetportale "dance-germany.org" und "tanznetz.de". Im Zusammenhang mit dem "Tanzplan" richtet die Kulturstiftung zudem den "Tanzkongress Deutschland 2006" vom 20.-23. April 2006 in Berlin aus.
Die organisatorische Betreuung der Projekte im Tanzplan erfolgt durch den Tanzplan Deutschland e.V. unter Leitung von Madeline Ritter.
Tanzplan vor Ort. Die geförderten Städte und Konzepte:
Tanzplan Bremen
Tanzplan Dresden
Tanzplan Düsseldorf
Tanzplan Essen
Tanzplan Frankfurt
Tanzplan Hamburg
Tanzplan München
Tanzplan Potsdam
Sowie:
Tanzplan Ausbildungsprojekte / Berlin
Eine detaillierte Übersicht über alle weiteren Projekte von "Tanzplan Deutschland" finden Sie auf der Website www.tanzplan-deutschland.de
Kontakt:
Friederike Tappe-Hornbostel
Leiterin Kommunikation
Kulturstiftung des Bundes
0345/2997-120
presse@kulturstiftung-bund.de
Weiterführende Informationen
Weitere Projekte des Tanzplan
Die eigene Website des Tanzplan Deutschland informiert über aktuelle Termine.