Übersicht über die geförderten Projekte im Fonds "Arbeit in Zukunft"

Aus insgesamt 87 Anträgen hat die Jury am 28./29.September 2006 13 Projektanträge zur Förderung empfohlen.
Gefördert wurden künstlerische und kulturelle Projekte, die sich mit dem Wandel der Arbeit auseinandersetzen. Kriterien für die Förderentscheidung waren ein überzeugendes Vermittlungskonzept und das Potential, unterschiedliche - auch kulturfernere - Publikumskreise zu adressieren.

Ausstellungen
Arbeit - Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg
Arbeit 2.0 - kreatives Schaffen in der digitalen Welt - Hartware MedienKunstVerein, Dortmund und mikro e.V., Berlin
Ich bin gerne Bauer und möchte es auch gerne bleiben - ein Bild europäischer Landwirtschaft - Kunstverein Langenhagen
Le Grand Magasin - Kulturamt Neukölln, Berlin
Work Fiction - Kunstverein Wolfsburg

Film/Video
in arbeit / w toku / en construction / lavori in corso - Cinéma copains GbR, Berlin
Visions of Labor - Content e.V., Berlin

Tanz/Theater/Performance
Bauerntheater. Performatives Land Art Projekt - Biorama-Projekt Joachimsthal
Hotel Subbotnik. Akademie für angewandtes Leben. Ein Theaterprojekt - TheaterFABRIK von Theater&Philharmonie Thüringen, Gera
Kampf auf dem Parkdeck. Ein inszenierter Bazar - Kulturring in Berlin e.V., Pony Pedro, Berlin
AUTO - Theater und Performance - Gesine Danckwart GbR, Berlin

Themenfestival interdisziplinär
Die große Pyramide. Eine Simulation - Die große Pyramide e.V.

Vortragsreihe/Symposium
Tek-Stil - Projekt zum Austausch traditioneller Textiltechniken und innovativem Design - Lokalkolorit, Berlin

Förderung

Für den Fonds "Arbeit in Zukunft" können keine Anträge mehr gestellt werden. Die Jury hat sich im September 2006 für die 13 rechts aufgeführten Projekte entschieden, die zwischen 2006 und 2009 realisiert wurden.

Leitgedanken des Programms "Arbeit in Zukunft"

Der Zusammenhang zwischen Arbeits- und Lebenswelt sollte bei allen Projekten im Mittelpunkt stehen. Die Projekte identifizierten Veränderungen der Arbeitswelt und untersuchten deren Auswirkungen auf das Leben des Einzelnen, auf Familien, auf das Geschlechter- und Generationenverhältnis und auf gesellschaftliche Leitbilder und Wertvorstellungen. Die Projekte sollten sich an ein breites Publikum richten und möglichst viele gesellschaftliche Gruppen einbinden. Sie sollten an vielen Orten in Deutschland sichtbar sein, aber auch auf regionale Besonderheiten eingehen. Den gemeinsamen Horizont aller Projekte im Programm "Arbeit in Zukunft" bildete die Frage nach einem gelingenden Verhältnis von Arbeit und Leben. Dies erforderte die Entwicklung neuer Konzepte, die - durchaus in utopischer Geste - bislang ungewohnte Bilder in unsere Vorstellungen von einem guten Leben lancieren.