Bühne und Bewegung

© Christina Schmitt

Die Todesqualle oder Wer flüstert, der lügt

Eine Kooperation des Musiktheaterkollektivs HAUEN UND STECHEN und der Sophiensæle - gefördert im Fonds Doppelpass

Wie können Grausamkeit und Gleichgültigkeit der Tyrannei transzendiert werden, wenn die Wahl stets nur zwischen Obszönität und Tod besteht? Das Musiktheaterkollektiv HAUEN UND STECHEN erforscht das utopische Potential zweier Opern, die sich mit der Ausweglosigkeit von Gewalt und erstickender Normen beschäftigen: Puccinis Turandot und Beethovens Fidelio. Im Zentrum beider Stoffe stehen komplexe Frauenfiguren: Turandot übt Tyrannei aus, die andere – Leonore – bekämpft sie, die eine will den Lauf der Welt ändern, die andere ist dazu gezwungen.

Zu jeder Oper erarbeitet das Kollektiv in Kooperation mit den Sophiensælen drei Performances, die abschließend zu zwei großen Theaterabenden zusammengeführt und erweitert werden. Jede Studie befasst sich experimentell und genreübergreifend mit verschiedenen Themenkomplexen – der Struktur des Rätsels, der Matrix der Verführung, der Heterotopie des Gefängnisses als Raum, der in besonderer Weise Normen einer Gesellschaft reflektiert. Die über die Handlung hinausweisende Musik beider Librettos birgt dabei Möglichkeiten ungeahnter Freiheit.

Termine
12.04.2017 - 13.04.2017 Sophiensæle, Berlin Dritte Performance zur Oper Turandot
16.03.2017 - 18.03.2017 Sophiensæle, Berlin Zweite Performance zur Oper Turandot
04.11.2016 - 05.11.2016 Sophiensæle, Berlin Erste Performance zur Oper Turandot