Bühne und Bewegung

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Doppelpass - Fonds für Kooperationen im Theater

Kooperationen von freien Gruppen und festen Tanz- und Theaterhäusern

Im Fonds Doppelpass werden gezielt Kooperation von freien Gruppen und festen Tanz- und Theaterhäusern unterstützt. Mit diesem Programm möchte die Kulturstiftung des Bundes die freien Szenen und Theaterinstitutionen in Deutschland zum Erproben neuer Formen der Zusammenarbeit und künstlerischer Produktion anregen. Die Förderung will Künstlerinnen und Künstlern beider Seiten den nötigen Freiraum eröffnen, um ihre Strukturen und Arbeitsweisen produktiv zu verbinden.

Im Rahmen der Kooperation sollen beiden Partnern wertvolle neue Erfahrungen und Perspektiven ermöglicht werden: Die Theater können den freien Gruppen mehr Aufführungsmöglichkeiten und eine attraktive Infrastruktur mit hoher organisatorischer und künstlerischer Kompetenz bieten. Gleichzeitig eröffnet ihnen die Zusammenarbeit mit freien Gruppen die Konfrontation mit anderen inhaltlichen und organisatorischen Herangehensweisen zur Bereicherung und Reflexion ihrer bewährten Formen, Methoden und Themen. Seit 2014 adressiert das Programm auch freie Gruppen aus allen künstlerischen Sparten. So kann zum Beispiel eine freie Musikgruppe ebenso wie etwa eine aus Video-, Sound- und Performancekünstlern bestehende Gruppe eine Partnerschaft mit einem Theaterhaus eingehen.

Das Kernstück des Fonds Doppelpass bildet ein zweijähriges Residenzprogramm. Hier werden gleichberechtigte künstlerische Kooperationen zwischen einem festen Haus und einer freien Gruppe gefördert. Die Partnerschaft wird in einem Zeitraum von zwei Spielzeiten realisiert. Die Residenz der freien Gruppe kann in Arbeitsblöcken umgesetzt werden und erfordert keine ganzjährige Präsenz am Standort des Hauses. Beide Partner sollen für den Zeitraum der Residenz die Möglichkeit behalten, auch eigene Projekte zu realisieren. Um die Aufführungszahl der erarbeiteten Produktionen zu erhöhen, kann darüber hinaus die Durchführung von Gastspielen aus den laufenden Partnerschaften gefördert werden.

Mit dem Fonds Doppelpass führt die Kulturstiftung des Bundes ihr Engagement für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Theaterlandschaft fort, das sie seit dem Jahr 2005 in Form von Strukturförderfonds kontinuierlich verfolgt: Der Fonds Heimspiel zielte zunächst auf eine stärkere Auseinandersetzung der Theater mit den sozialen Realitäten der Städte und Regionen vor Ort. 2008 wurde der Fonds Wanderlust ins Leben gerufen, der den teilnehmenden Theaterhäusern zwei bis dreijährige internationale Kooperationen ermöglichte. 2011 legte die Kulturstiftung den Fonds Doppelpass auf, der zusätzlich eine dezidierte Förderung der freien Szenen zum Ziel hat. Der Fonds wird bis 2018 fortgeführt.

Jury

Die Mitglieder der Doppelpass-Jury sind:

Katja Aßmann (Künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr),
Tunçay Kulaoğlu (Dramaturg, Autor und Übersetzer),
Holger Schultze (Intendant am Theater Heidelberg),
Manuel Schöbel (Intendant der Sächsischen Landesbühnen)
Christine Wahl (Journalistin)