Rhodochrosit,  N'Chwaning I Mine, Kuruman, Northern Cape, Südafrika, Foto: Jörg Wittig, Dresden

CSI: Freiberg

Ein Mordfall in der terra mineralia - gefördert im Programm Fellowship Internationales Museum

Ein Toter im Museum. Die Spuren führen in den Afrikasaal – dort wurde ein Mineral gestohlen und ein Mord verübt. Ein Kriminalfall im Museum? Der Fall ist natürlich Fiktion, er führt aber mitten hinein in die Welt und Bedeutung mineralischer Rohstoffe und Seltener Erden.

Diese Mineralien und chemischen Elemente sind Wegbereiter der Zukunft. Schon heute sind sie aus unserem Hightech-Alltag nicht wegzudenken: Kein Computer, Akku, Handy oder Bildschirm, keine Brennstoffzellen, Leuchtstofflampen, Elektromotoren oder Radargeräte würden ohne Seltene Erden funktionieren oder gar existieren. Der Hype um das globale „Monopoly“ mit diesen Rohstoffen hat sich momentan gelegt, die Preise sind moderat. Da der Bedarf mittel- und langfristig jedoch steigen wird, ist absehbar, dass sich das Marktverhalten wieder verschärft und die Umweltprobleme vergrößern. Japanische Forscher arbeiten aktuell daran, die Umweltrisiken beim Abbau Seltener Erden mithilfe so genannter grüner Technologien zu minimieren.

Ziel des Fellowship ist, die Besucher/innen in den neuesten Stand der Forschung auf diesem Gebiet einzuführen sowie eine neuartige Form der Vermittlung zu konzipieren, die Museumsbesucher zu „Ermittlern“ werden lässt. Vor dem Hintergrund weltweiter Rohstoffpolitik lösen sie mit Hilfe der Mineralogie einen Fall von Wirtschaftskriminalität und erfahren, mit welchen wissenschaftlichen Methoden dabei vorgegangen werden kann. Die Schau zeigt die Spielregeln des globalen Wettlaufs um Rohstoffe auf.

Termine
12.04.2017 - 27.08.2017 terra mineralia / TU Bergakademie Freiberg, Freiberg Sonderausstellung "CSI: Freiberg. Ein Mordfall in der terra mineralia"