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Fellowship Internationales Museum
Förderprogramm für Museen und öffentliche Sammlungen
Mit der Initiative Fellowship Internationales Museum möchte die Kulturstiftung des Bundes Museen und öffentlichen Sammlungen in Deutschland ermöglichen, hochkarätige Nachwuchswissenschaftler und Kuratoren aus dem Ausland an ihrem Haus zu beschäftigen.
Ziel des Fellowship-Programms ist es, die Museen in Deutschland anzuregen, ihre Themen, Arbeitsweisen und Ausrichtungen zu internationalisieren und sie beim Erproben neuer Herangehensweisen an etablierte Sammlungszusammenhänge zu unterstützen. Weiterhin zielt das Programm darauf, die interkulturelle Kompetenz innerhalb deutscher Museumseinrichtungen zu verbessern und internationale Netzwerke von Wissenschaftlern, Kuratoren und Museologen zu stärken. Hierbei ist es wünschenswert, dass die Aktivität über eine Intensivierung europäischer Kooperationen hinausgeht und sich auch außereuropäischen Perspektiven zuwendet.
Die Kulturstiftung des Bundes fördert auf Antrag der Museen je einen 18-monatigen projektbezogenen Arbeits- und Forschungsaufenthalt (Fellowship) eines Nachwuchswissenschaftlers oder Kurators aus dem Ausland. Insgesamt werden bis zu 20 Fellowships gefördert. Die Fellowships können von öffentlich zugänglichen, staatlichen oder kommunalen Museen, Sammlungen oder Ausstellungshäusern aller Gattungen beantragt werden. Im Falle einer privatrechtlichen Organisationsform müssen Kommune, Land oder Bund an der Einrichtung beteiligt sind.
Für die Fellows – exzellente Nachwuchswissenschaftler, Kuratoren oder Museologen mit ersten Berufserfahrungen – bietet die Initiative die Chance, sich an einem deutschen Museum professionell weiterzuentwickeln. Der Fellow kann sich mit neuesten wissenschaftlichen und methodischen Entwicklungen seines Fachs in Deutschland vertraut machen, gewinnt einen umfassenden Einblick in die Arbeitsweise und Sammlung eines Museums und knüpft Kontakte zu Berufskollegen und institutionellen Partnern für mögliche internationale Kooperationsprojekte in der Zukunft.
In Begleitung eines Mentors, der an der Einrichtung in führender Position tätig ist, soll der Fellow eigenverantwortlich und selbständig mit einem Projekt betraut werden. Dieses Projekt geht von Schwerpunkten der Ausstellungs-, Forschungs- oder Sammlungstätigkeit des Museums aus, für deren erfolgreiche Bearbeitung er oder sie einschlägige Kompetenzen mitbringt.
Zur fachlichen Unterstützung der Fellows und um ihre Kontakte zu Institutionen in Deutschland und im Ausland zu befördern, ist ein Akademieprogramm geplant: Neben Workshops für alle Fellows und ihre Mentoren sind Fach-Kolloquien sowie eine bilanzierende Abschlussveranstaltung vorgesehen.
Außerdem will die Kulturstiftung mit der Förderung von bis zu zehn Folgeprojekten die nachhaltige Wirkung des Programms erhöhen. Nach Abschluss des Fellowships kann ein teilnehmendes Museum daher die Förderung einer Folgeausstellung beantragen, die vom Fellow eigenständig durchgeführt wird. Über das jeweilige Fellowship hinaus soll damit die Zusammenarbeit zwischen Fellow und Museum projektbezogen vertieft sowie die öffentliche Sichtbarkeit für neue Formen der Museumsarbeit erhöht werden.
Die Kulturstiftung des Bundes führt das Fellowship-Programm mit Unterstützung des Goethe-Instituts durch. Durch ihre hervorragenden Kenntnisse kultureller Institutionen in den Zielländern können regionale Goethe-Institute deutsche Museen bei der Recherche relevanter Universitäten, Akademien und Museen sowie bei der Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für die Fellowships beraten.
Über die Vergabe der Fellowships sowie die Förderung möglicher Folgeprojekte entscheidet der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes auf Grundlage von Empfehlungen von fünf unabhängigen Experten: Prof. Dr. Ulrich Borsdorf, Direktor Stiftung Ruhrmuseum Essen; Dr. Andrea Buddensieg, Kuratorin am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe; Julia Pattis, Kulturwissenschaftlerin und Volontärin an der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Beiratsmitglied im Arbeitskreis Volontariat des Deutschen Museumsbundes mit Schwerpunkt Internationaler Austausch; Dr. Perdita von Kraft, Direktorin des Kunstmuseums Dieselkraftwerk Cottbus; Prof. Thomas Weski, Professor für Kulturen des Kuratorischen an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.
Die Kulturstiftung des Bundes fördert das Programm Fellowship Internationales Museum in den Jahren 2011 bis 2016 mit 2,58 Millionen Euro.
Pro Fellowship gewährt die Kulturstiftung des Bundes eine Fördersumme in Höhe von 71.300 €. Folgeausstellungen können mit bis zu 50.000 € gefördert werden.

Sparten:
Kontakt:
Dr. Marie Cathleen Haff
Kulturstiftung des Bundes
Franckeplatz 1
06110 Halle (Saale)
Tel.: +49 (0)345 2997 136
Fax.: +49 (0)345 2997 333
>E-Mail
Weiterführende Informationen
Einsendeschluss
Der Einsendeschluss für Förderanträge zum Programm Fellowship Internationales Museum war der 30. April 2012 (Datum des Poststempels). Es konnten einmalig Anträge gestellt werden. Der Einsendeschluss für die Beantragung einer Folgeausstellung wird Ende 2013 bekannt gegeben.
Fördergrundsätze
Bitte lesen Sie vorab die Fördergrundsätze und prüfen, ob Ihr Projekt für eine Förderung in Frage kommt:
Empfohlene Links
Als Anregung finden Sie nachfolgend eine Auswahl von Links zu vergleichbaren Programmen und Projekten: