Kulturagenten für kreative Schulen, Foto: Bert Binnig
Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“, Foto: Anja Beutler
Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“, Foto: Anja Beutler
"Gemeinsam stark" ein standortübergreifendes Kooperationsprojekt der Stadtteilschule Fischbek/Falkenberg mit den Hamburger Deichtorhallen, Foto: Ralf Eger
Schüler der Rosa-Parks-Schule in Herten erkunden ihre Stadt gemeinsam mit Künstlern im Projekt „Temporary Home“.
Schülerinnen der Gesamtschule „Am Schwemmbach“ in Erfurt reisten in ihrer Projektwoche „Über den Regenbogen nach Fantasia".

Kulturagenten für kreative Schulen

Eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Mercator in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen

Die Teilhabe an Kunst und Kultur soll fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen werden – den künftigen Akteuren einer kulturinteressierten Öffentlichkeit. Das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“, das zum Schuljahr 2011/2012 gestartet ist, möchte Neugier für die Künste wecken und mehr Kenntnisse über Kunst und Kultur vermitteln. Kulturagentinnen und Kulturagenten initiieren daher gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, der Schulleitung, Eltern, Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturinstitutionen ein breites Angebot der kulturellen Bildung: Sie setzen künstlerische Projekte um, erproben neue Vermittlungsformate, stoßen Reflexionsprozesse über die Möglichkeiten von Kunst und Kultur in Schule an und bauen langfristige Kooperationen mit Kulturinstitutionen auf.

 

Modellprogramm

Museen, Konzerthäuser, Bibliotheken, Theater und Kulturzentren erreichen in den Schulen ihr künftiges Publikum. In den Kulturinstitutionen und den mit ihnen assoziierten Künstlern sieht das Programm daher seine zentralen Partner. Gemeinsam sollen Wege und Möglichkeiten gesucht werden, wie sich Schulen und ihre Kulturpartner einander öffnen und modellhafte Kooperationen entwickeln können. Das Programm kann nur nachhaltig sein, wenn es die Schulen und die mit ihnen kooperierenden Kulturinstitutionen ermutigt, gemeinsame kulturelle Angebote zu entwickeln. Dazu sollen die in den Institutionen tätigen Vermittler – Lehrer, Künstler, Kulturschaffende – dafür sensibilisiert werden, die Qualität künstlerischer Angebote zu sichern und die dafür erforderlichen Strukturen zu schaffen. Das Programm wurde als Modellvorhaben im Bereich der kulturellen Vermittlungsarbeit mit überregionaler und bundesweiter Wirkung konzipiert. Die Initiative verfolgt einen innovativen und für ganz Deutschland exemplarischen Ansatz, der über den schulischen Rahmen hinausgeht.

 

2011 bis 2015

46 Kulturagent/innen haben im Schuljahr 2011/2012 an insgesamt 138 Schulen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen ihre Arbeit aufgenommen. Das Ziel war es, gemeinsam mit den Schüler/innen, Lehrern, der Schulleitung, Eltern, Künstler/innen und Kulturinstitutionen, ein vielfältiges Angebot der kulturellen Bildung zu entwickeln und langfristige Kooperationen mit Kulturinstitutionen aufzubauen. Die Kulturagenten betreuten für den Zeitraum von vier Jahren jeweils ein lokales Netzwerk von bis zu drei Schulen. Die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator haben für das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“ in den Jahren 2010 bis 2016 jeweils 10 Mio. Euro bereitgestellt. Die beteiligten Bundesländer unterstützten das Programm durch eine Kofinanzierung und waren eng eingebunden in die Umsetzung.

 

2015 bis 2019

Im Schuljahr 2015/16 startete in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen die zweite Phase des Programms. Der Schwerpunkt dieser zweiten Phase liegt in der verlässlichen Einbindung des Programms in die jeweiligen Länderstrukturen und dem Transfer der Ergebnisse aus der Modellphase. Die Kulturagentinnen und Kulturagenten werden Schulen, Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturinstitutionen miteinander vernetzen, um Kunst und Kultur zum festen Bestandteil des Schulalltags für viele Schülerinnen und Schüler werden zu lassen. Ziel dieser Phase ist es, die gesammelten Erfahrungen, Instrumente und das Wissen aus dem Modellprogramm in den Schulen weiter zu verankern sowie an andere interessierte Schulen und Kultureinrichtungen weiterzugeben. Die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator fördern die zweite Phase des Programms jeweils mit 4,5 Mio €.

 

Evaluation und wissenschaftliche Begleitforschung


Das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“ hat u.a. das Ziel, nachhaltige Kooperationen zwischen Kultur- und Bildungseinrichtungen anzuregen und aufzubauen. Die wissenschaftliche Begleitforschung/Evaluation der Kulturstiftung des Bundes und des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim wird daher den Aufbau der Kooperationen zwischen Schulen und Kulturinstitutionen sowie die Rolle der Kulturagenten beim Aufbau der Kooperationen im Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“ fortlaufend und zu unterschiedlichen Zeitpunkten untersuchen. So sollen die Bedingungen für eine gelingende Zusammenarbeit von Schulen und Kultureinrichtungen ermittelt und vertiefend untersucht werden. Die wissenschaftliche Begleitforschung zum Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“ ist eine Kooperation der Kulturstiftung des Bundes und des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim“.

Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim

Pünktlich zur Halbzeit des Programms hat die Justus-Liebig-Universität Gießen ihr erstes Programmmonitoring vorgelegt. Befragt wurden Schulleiterinnen und Schulleiter, Kulturbeauftragte, Kulturagentinnen und Kulturagenten, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer u.a. zur Rolle der Kulturagenten, zu Fort- und Weiterbildungsbedarf der Lehrerschaft, zu realisierten Kooperationen sowie zum Einfluss der Kunstgeldprojekte auf den Unterricht.

Zum Programmmonitoring der Uni Gießen

Förderer und Partner

"Kulturagenten für kreative Schulen" ist ein Programm der gemeinnützigen forum k&b gmbh gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Mehr Informationen zu den Länderprogrammen finden Sie auf den Länderseiten.