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Republik Freies Wendland - reaktiviert
Schauspiel Hannover – Gefördert im Heimspiel – Fonds für Theaterprojekte
Im Zuge der Protestbewegung gegen den Bau eines Atommüllendlagers riefen 1980 Atomkraftgegner nahe Gorleben die Freie Republik Wendland aus – ein provisorisches, selbstgezimmertes Dorf, in dem über viele Wochen einige hundert Menschen zusammenlebten, bis es Polizei und Bundesgrenzschutz gewaltsam räumten.
Anlässlich des 30. Jahrestages jener Ereignisse untersucht das Schauspiel Hannover unter der Leitung von Judith Gerstenberg, Aljoscha Begrichs und Florian Fiedlers, welche Aktualität die Visionen der 80er besitzen: Ist die damalige Forderung nach einem Leben ohne Atomkraft und -müll heute, da mittlerweile radioaktiv kontaminierte Lauge aus der niedersächsischen Schachtanlage Asse sickert, brisanter denn je?
Für zehn Tage entsteht erneut eine freie und unabhängige Republik. Auf dem Hannoverschen Ballhof werden in einem Reenactment etwa hundert Teilnehmer unter künstlerischer Anleitung ein Camp errichten, das Ort der Begegnung und des Diskurses sein soll. Mit einem breiten Veranstaltungsprogramm unter anderem aus Konzerten, Vorträgen, Film- und Theateraufführungen stellt das Projekt ein soziales Experiment dar, das als lebendiger Geschichtsunterricht Jugend politisieren und Generationen verbindende Fragen aufwerfen möchte.
Sparten:
| Termine: | ||
|---|---|---|
| 18.09.2010 - 26.09.2010 | Schauspiel Hannover, Hannover | Premiere |
| Lageplan anzeigen | ||
Kontakt:
Judith Gerstenberg
Leitende Dramaturgin
Schauspiel Hannover
Prinzenstraße 9
30159 Hannover
Tel.: +49 (0)511 – 99 99 – 22 98
karoline.hoefer@staatstheater-hannover.de
www.schauspielhannover.de