Tanzplan Dresden

Interdisziplinäres Konzept für junge Tänzer / Ein Projekt von Tanzplan Deutschland

Tanzplan Dresden war ein Gemeinschaftsprojekt von drei Dresdner Institutionen: Palucca Schule Dresden – Hochschule für Tanz, Dresden Semperoper Ballett und HELLERAU –  Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Er bot jungen Tänzer/innen die Möglichkeit, zusammen mit erfahrenen Choreografen erste Eigenproduktionen zu erarbeiten sowie sich durch Workshops auf den Einstieg in eine professionelle Tanzkarriere vorzubereiten.

Künstlerische Leiter waren der Rektor der Palucca Schule, Prof. Jason Beechey, der Direktor des Dresden Semperoper Balletts, Aaron S. Watkin und der Künstlerische Leiter von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Dieter Jaenicke. Tanzplan Dresden wurde vom Amt für Kultur und Denkmalschutz der Stadt Dresden als Projektträger sowie von weiteren Partnern unterstützt.


Schwerpunkte

Schwerpunkte von Tanzplan Dresden waren jedes Jahr mehrere Produktionen mit Tanz, eine Workshopwoche im Winter (ImproWinter) und eine Sommerwerkstatt inklusive Kurzresidenzen an der Palucca Schule Dresden.

Tanzplan Dresden entwickelte jährlich zwei Produktionen für die Studiobühne der Semperoper semper kleine szene und eine für das Festspielhaus Hellerau, die anschließend auf Tournee gingen. Im Festspielhaus Hellerau arbeiteten erfahrene Choreografen mit Absolventen oder Studierenden des Tanzes zusammen. Für die Realisierung der Projekte in der semper kleine szene schrieb Tanzplan Dresden regelmäßig Fördergelder aus, für die sich junge Choreografen aus aller Welt mit interdisziplinären Konzepten bewerben konnten. Die zur Förderung ausgewählten Choreografen wurden während der zweimonatigen Produktionsphase in Dresden von einem Mentor unterstützt.

Im Mittelpunkt des ImproWinters stand die Improvisation. Verschiedene tänzerische Improvisationstechniken wurden durch unterschiedliche Ansätze aus Theater, Musik, Kunst, Architektur, Film und den Neuen Medien ergänzt. Der einwöchige Workshop war für professionelle Tänzer, Studierende der Fachrichtungen Tanz, Tanzpädagogik und Choreografie sowie Vertreter anderer Künste und Wissensbereiche gedacht und bot die Möglichkeit, die Grenzen zwischen Kunst, Wissenschaft und Technologie kreativ zu erkunden und improvisierend zu überschreiten.

Die Sommerwerkstatt für Tanz fand jeweils in den Sommerferien statt und bot Tänzern und Künstlern anderer Disziplinen sowie Studierenden dieser Bereiche eine Plattform des internationalen und interdisziplinären Austauschs. Im Mittelpunkt stand hier der zeitgenössische Tanz als künstlerisches Ausdrucksmittel, das ein vielgestaltiges Vokabular einschließt und sich im Austausch mit verschiedenen Künsten ständig weiterentwickelt. Arbeitsstipendien für junge Choreografen, sog. Creative Residencies, ergänzten das Angebot.


Wie geht es weiter?

Das Semperoper Ballett, die Palucca Hochschule für Tanz Dresden und Hellerau werden ihre Kooperationen fortsetzen, z.B. bei der Tanzplattform 2012, der Biennale Tanzausbildung 2014 und vielen weiteren Aktivitäten. Hellerau wird in Zusammenarbeit mit dem TanzNetzDresden, einem neu gegründeten Zusammenschluss von über 100 Tänzern und Choreografen, mit „Linie 8“ eine eigene Veranstaltungsschiene für die freie Szene etablieren.

(Stand: März 2011)

www.tanzplan-dresden.de

Tanzplan Deutschland

Tanzplan Dresden war ein Teilprojekt des Tanzplan Deutschland. Dieser entwickelte und koordinierte nachhaltige Maßnahmen für den Tanz.

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