Architekturpläne des Hans-Scharoun-Archivs

Gefördert im KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut

Die Berliner Akademie der Künste besitzt mit rund 12.000 Plänen einen bedeutenden Bestand des Architekten Hans Scharoun (1893-1972). Die Pläne waren aus materialtechnischen Gründen und aufgrund der konservatorisch problematischen Lagerung in Kartonrollen akut gefährdet und deshalb nur bedingt für Forschungszwecke zugänglich. Die Zusammensetzung des Bestands ist typisch für Architektennachlässe des 20. Jahrhunderts: Neben großformatigen Originalzeichnungen auf Transparentpapier in Tusche, Graphit, Kreide, Buntstift und Aquarell kommen verschiedenartige fotografische Reproduktionen bzw. Lichtpausen der Zeichnungen vor. Der konservierungswissenschaftliche Schwerpunkt des Projekts lag folgerichtig auf diesen, durch Alterungserscheinungen gekennzeichneten Materialien.
Der im Baukunstarchiv der Akademie verwahrte Nachlass wurde hier erstmals materialtechnologisch untersucht und dokumentiert - Grundlage für das restauratorische Bearbeitungskonzept und ein Lagerungssystem für den Bestand. Das Verfahren wurde modellhaft an circa 4.200 Originalplänen besonders wichtiger Bauprojekte erprobt, wesentliche Teilbestände wurden digitalisiert. Außerdem entstand ein visueller Atlas zur Identifizierung sowie Richtlinien zum Erhalt der fotografischen Reproduktionstechniken. Die Projektergebnisse und der visuelle Atlas flossen in ein Lehrmodul für die Fortbildung von Restauratoren ein.

Projektträger:
Akademie der Künste Berlin

Kooperationspartner:
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

Abschlussbericht des Projekts

Der Bericht wurde im Frühjahr 2012 auf der Webseite des Hornemann Instituts veröffentlicht.

Zum Abschlussbericht
Projekt-Website

KUR-Programm

Das KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut war eine gemeinsame Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder. Von 2007 bis 2011 wurden im Programm 26 Projekte gefördert, die der Sicherung akut bedrohter Objekte oder Sammlungen von übergeordneter kulturhistorischer Relevanz dienten.

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