Die Bachiana der Sing-Akademie – Konservierung und Restaurierung

Gefördert im KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut

Die Sing-Akademie zu Berlin, gegründet 1791, ist die weltweit älteste bürgerliche Chor- und Konzertvereinigung. Heute arbeitet sie als gemeinnütziger Verein, der keine öffentlichen Zuwendungen erhält und sein weit gefächertes kulturelles Engagement ausschließlich aus Drittmitteln finanziert.
Nachdem das Notenarchiv der Sing-Akademie 1999 in Kiew entdeckt wurde, konnte es im Rahmen eines Beutekunstabkommens 2001 nach Berlin zurückgeführt werden. Die Bachiana, etwa 630 Manuskripte der Bach-Familie, bilden den wertvollsten Teil des Notenarchivs und wurden im Rahmen des KUR-Projekts konserviert und restauriert.
Restaurierungen an Einbandmaterial und Buchblock sowie der Papier- und Tintenschäden wurden konzipiert, umgesetzt und dokumentiert. Ziel waren nachvollziehbare und mustergültige Restaurierungsleistungen an der Bachiana, die für ein künftiges einheitliches Restaurierungsbild im gesamten Bestand des Notenarchivs stehen. Eine Ausstellung präsentierte die Ergebnisse der restauratorischen Maßnahmen u. a. an Werken Carl Philipp Emanuel Bachs, Wilhelm Friedemann Bachs und des Alt-Bachischen Archivs.

Projektträger:
Sing-Akademie zu Berlin e. V.

Kooperationspartner:
Staatsbibliothek zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung
Bach-Archiv Leipzig
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

KUR-Programm

Das KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut war eine gemeinsame Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder. Von 2007 bis 2011 wurden im Programm 26 Projekte gefördert, die der Sicherung akut bedrohter Objekte oder Sammlungen von übergeordneter kulturhistorischer Relevanz dienten.

KUR-Programm