Mobiles Kulturgut der Kaiser- und Königsgräber im Dom zu Speyer

Gefördert im KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut

Das Historische Museum der Pfalz Speyer verfügt über einen Bestand bedeutender mittelalterlicher Grabtextilien aus den Gräbern der Kaiser und Könige im Dom zu Speyer. Eine Kommission des Bayerischen Staates, zu dem die Pfalz damals gehörte, hatte die Gräber im Jahr 1900 geöffnet. Ein großer Teil der Beigaben wurde aus den Sarkophagen geborgen und zahlreiche Fragmente der kostbaren Grabtextilien entnommen. Eine für die damalige Zeit ungewöhnlich ausführliche fotografische Dokumentation begleitete die Auffindungsbemühungen und hielt den Zustand der Funde im Bild fest.
Etwa 90% dieser Funde befanden sich in einem desolaten Zustand. Die Konservierung und Restaurierung dieses einmaligen Bestands an Grabtextilien war das wichtigste Anliegen dieses Projekts, das die Gelegenheit nutzte, um die Materialien der Textilien zu analysieren und ihre Herkunft zu ermitteln. Ein weiteres Ziel war die wissenschaftliche Aufarbeitung und Digitalisierung der Fotonegativplatten aus dem Jahr 1900, denn diese Funddokumentation war unerlässliche Grundlage für alle anstehenden Maßnahmen. Untersuchungs- und Restaurierungsergebnisse wurden der Forschung und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, u. a. indem sie in die ständige Ausstellung des Museums einbezogen wurden.

Projektträger:
Historisches Museum der Pfalz Speyer

Kooperationspartner:
Deutsches Textilmuseum Krefeld
Fachhochschule Köln, Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaften

Weitere Infos zu diesem Projekt finden Sie auf der Website des Museums.

Historisches Museum der Pfalz Speyer: KUR-Projekt

KUR-Programm

Das KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut war eine gemeinsame Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder. Von 2007 bis 2011 wurden im Programm 26 Projekte gefördert, die der Sicherung akut bedrohter Objekte oder Sammlungen von übergeordneter kulturhistorischer Relevanz dienten.

KUR-Programm