Naturkundliche Nasssammlung des Museums für Naturkunde

Gefördert im KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut

Das Berliner Museum für Naturkunde verfügt über eine Vielzahl von Alkohol-konservierten Tierpräparaten, die in insgesamt rund 260.000 Gläsern untergebracht sind. Von großer Bedeutung für die wissenschaftliche Dokumentation, sind sie zugleich ein wertvolles Kulturgut, zusammengetragen über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten, oftmals durch berühmte Naturforscher und Sammler auf abenteuerlichen Expeditionen.
Diese so genannten "Nasssammlungen" waren akut gefährdet: Undichte Verschlüsse und starke Temperaturschwankungen ließen den Alkohol verdunsten. Historische Originaletiketten drohten zu zerfallen oder unleserlich zu werden. Ein konservatorisches Sofortprogramm rettete Sammlungsobjekte, Aufbewahrungsgefäße und die Primärdokumentation (Etiketten und Schriftgutsammlung). Das KUR-Projekt entwickelte und erprobte zugleich Methoden, die Aufbewahrung derartiger Sammlungen zu optimieren, denn vor eben diesen Problemen stehen Museen weltweit.
Sämtliche Nasssammlungen zogen 2010 in den kriegszerstörten und wieder aufgebauten Ostflügel des Naturkundemuseums. In "sorten- und klimareiner Lagerung" ist ein Teil der Nasssammlungen nun für die Öffentlichkeit begehbar. Ein Informationsterminal im Ausstellungsbereich stellt den Museumsbesuchern das Projekt und seine Arbeitsergebnisse detailliert vor.


Projektträger:
Museum für Naturkunde Berlin

Kooperationspartner:
Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité
Arbeitsgruppe der Synthesys Network Activity C Collections Standards
Zoologische Staatssammlungen München
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Frankfurt am Main

Abschlussbericht des Projekts

Der Bericht wurde im Frühjahr 2012 auf der Webseite des Hornemann Instituts veröffentlicht.

Zum Abschlussbericht
Tagungsposter zum Projekt

KUR-Programm

Das KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut war eine gemeinsame Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder. Von 2007 bis 2011 wurden im Programm 26 Projekte gefördert, die der Sicherung akut bedrohter Objekte oder Sammlungen von übergeordneter kulturhistorischer Relevanz dienten.

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