Restaurierung und fachgerechte Unterbringung von Eisenfunden

Gefördert im KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut

Archäologische Bodenfunde unterliegen, anders als die meisten kunstgewerblichen Eisenobjekte oder technischen Eisendenkmäler, einer speziellen, außergewöhnlich schwierig zu lösenden Korrosionsproblematik. Obwohl sich Wissenschaftler und Restauratoren seit Jahrzehnten der Frage widmen, wie große Fundmengen von Eisenobjekten so erhalten werden können, dass sie der Forschung zur Verfügung stehen und öffentlich präsentiert werden können, gelang trotz Erfolg versprechender Ansätze noch kein entscheidender Durchbruch.
Der Schwerpunkt des KUR-Projekts lag deshalb auf der Entwicklung neuer Methoden und Verfahren, die eine chloridische Korrosion bei Massenfunden verhindern und damit akut vom Verfall bedrohte Objekte retten helfen können. Als Referenzstichprobe diente der Bestand des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle (ca. 2.000 archäologische Eisenfunde).
Die exemplarische Situation der Eisenfunde im Landesamt für Denkmalpflege ähnelte jener in vielen deutschen und europäischen Denkmalämter und Museen. Die dafür entwickelten naturwissenschaftlichen Problemlösungsstrategien können nun anderen archäologischen Sammlungen eine methodische Hilfestellung bieten.


Projektträger:
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Landesmuseum für Vorgeschichte, Halle

Kooperationspartner:
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

KUR-Programm

Das KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut war eine gemeinsame Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder. Von 2007 bis 2011 wurden im Programm 26 Projekte gefördert, die der Sicherung akut bedrohter Objekte oder Sammlungen von übergeordneter kulturhistorischer Relevanz dienten.

KUR-Programm