Statische Untersuchungen an historischen Tasteninstrumenten

Gefördert im KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut

Die bedeutende und umfangreiche Musikinstrumenten-Sammlung des Hallenser Händel-Hauses besteht zu einem großen Teil aus historischen Tasteninstrumenten. In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt bei restauratorischen Maßnahmen darauf, dass sie weiterhin oder wieder bespielbar und für konzertante Aufführungen von Musik aus der Zeit zwischen 1650 und 1850 nutzbar waren.
Das KUR-Projekt widmete sich der grundsätzlichen Frage nach Schäden, die an historischen Tasteninstrumenten auftraten, die bespielbar gehalten wurden. Computergestützte Simulationen und Berechnungen gaben Aufschluss über statische und strukturmechanische Charakteristika und Schadensrisiken der Instrumente. Die Ergebnisse helfen in Zukunft einzuschätzen und abzuwägen, ob und unter welchen Bedingungen sich bei einem Instrument Spielbarkeit und Restaurierungsansprüche verbinden lassen - Untersuchungen, die auch für zahlreiche andere Sammlungen historischer Tasteninstrumente von Bedeutung sein können. In Halle dienten die gewonnenen Erkenntnisse u.a. als Entscheidungsgrundlage für das Konzept der im Rahmen des Projekts durchgeführten modellhaften Restaurierung eines so genannten Tangentenflügels aus der Zeit um 1800.


Projektträger:
Stiftung Händel-Haus Halle

Kooperationspartner:
Technische Universität Dresden, Institut für Statik und Dynamik der Tragwerke
Kunsthistorisches Museum Wien, Sammlung alter Musikinstrumente
Klassik Stiftung Weimar
 

Abschlussbericht des Projekts

Der Bericht wurde im Frühjahr 2012 auf der Webseite des Hornemann Instituts veröffentlicht.

Zum Abschlussbericht

Weitere Informationen zum KUR-Projekt

finden Sie auf den Websites des Händelhauses Halle und der TU Dresden in der Rubrik Forschung / Historische Tasteninstrumente.

Restaurierungsatelier Händelhaus HalleTU Dresden -> Forschung -> Historische Tasteninstrumente

KUR-Programm

Das KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut war eine gemeinsame Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder. Von 2007 bis 2011 wurden im Programm 26 Projekte gefördert, die der Sicherung akut bedrohter Objekte oder Sammlungen von übergeordneter kulturhistorischer Relevanz dienten.

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