Bild und Raum

Alicia Framis, „Cinema Solo“ 1996, Fotografie

In the cut

Sexualität in der Feministischen Kunst

Sexualität spielte in der Kunstgeschichte von jeher eine bedeutende Rolle – als Bildthema ebenso wie als Motiv und Auslöser künstlerischer Produktion. Dennoch stellt der erotische Blick der Frau auf den Mann in der Kunst immer noch eine Ausnahme dar.
Die Stadtgalerie Saarbrücken zeigt in dieser Ausstellung zur Sexualität in der feministischen Kunst Arbeiten von jüngeren Künstlerinnen ebenso wie wichtige Positionen der ersten Feministinnen-Generation: Louise Bourgeois, die sich in ihrem Werk kritisch mit Geschlechterzuschreibungen und den damit verknüpften sexuellen Tabus auseinandergesetzt hat, oder Carolee Schneemann, die in ihren Film- und Videoarbeiten Lust und Erotik aus einer weiblichen Perspektive untersucht. Mit Tracey Emin oder Sophie Calle präsentiert die Ausstellung Künstlerinnen, die in ihren Arbeiten immer wieder kritisch und provozierend weibliche Lust, Intimität und gelebte Sexualität thematisieren. Der zentrale Ausgangspunkt der Ausstellung sind die Fotoarbeiten von Herlinde Koelbl. Koelbls Männer-Bilder sind ein bis heute einzigartiger und mutiger Ausdruck eines künstlerischen und erotischen Interesses, das in dieser Form zum ersten Mal von einer Künstlerin umgesetzt wurde.

Künstlerische Leitung: Andrea Jahn
Künstler/innen: Louise Bourgeois (US), Sophie Calle (FR), Tracey Emin (GB), Alicia Framis (ES), Herlinde Koelbl, Eunice Golden (US), Julika Rudelius, Betty Tompkins (US), Carolee Schneemann (US), Jana Sterbak (CA)

Termine
18.05.2018 - 30.09.2018 Stadtgalerie, Saarbrücken Ausstellung