Hauptdurchgangslager Massen, 1955 (später: Landesstelle für Aussiedler, Zuwanderer und ausländische Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen), Foto: Stadtarchiv Unna

ankommen – auskommen

Hellweg-Museum Unna – gefördert im Fonds Stadtgefährten

Das Zusammenleben in einer Einwanderungsgesellschaft beleuchtet das Hellweg-Museum Unna aus Sicht der einheimischen wie der zugewanderten Bevölkerung. Für das Projekt "ankommen – auskommen" kooperiert das Museum u.a. mit dem Caritasverband, um möglichst viele Bevölkerungsgruppen und insbesondere Flüchtlinge und Migranten zu erreichen. Besonderer lokaler Bezugspunkt ist die 1951 im Stadtteil Unna-Massen eingerichtete Landesstelle für Aussiedler, Zuwanderer und ausländische Flüchtlinge, die inzwischen als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge dient.

Für eine Sonderausstellung zu den Themen Migration und kulturelle Vielfalt tragen Menschen aus der Stadt persönliche Objekte und Lebensgeschichten zusammen, setzen thematische Schwerpunkte und entwickeln geeignete Formen der Präsentation. Verschiedene partizipative Formate tragen die Themen der Ausstellung in den Stadtraum hinein: Ein mehrsprachiger interkultureller Stadtplan in Form einer Web-App soll nicht nur historische Orte oder Hilfs- und Integrationsangebote markieren, sondern auch Raum für individuelle Migrationsgeschichten bieten und Orte kultureller Vielfalt darstellen. Aktionen im öffentlichen Raum laden Passanten zur spontanen Beteiligung ein. Das Westfälische Literaturhaus richtet eine Vortrags- und Lesereihe aus, und unter Anleitung des theater narrenschiff erarbeiten Stadtbewohner eine Tanz- und Bewegungschoreografie zum Thema "Heimat". Eine Publikation soll die erarbeiteten Ergebnisse zusammenfassen.


Partner: Caritasverband für den Kreis Unna e.V., Westfälisches Literaturbüro in Unna e.V., theater narrenschiff

Termine
15.10.2017 - 13.05.2018 Hellweg Museum, Unna Ausstellung "Migrationsgeschichte(n)"