Bild und Raum

Fonds "Stadtgefährten"

Stadtgefährten

Fonds für Stadtmuseen in neuen Partnerschaften

 

Stadtmuseen sind Orte der urbanen Geschichte und Identität. Sie sind ein Angebot zur Orientierung und Aufforderung zum lebendigen Austausch über eine Stadt oder Region. Deshalb sind sie besonders geeignet, gerade auch neue Bevölkerungsgruppen anzusprechen und zur Mitarbeit einzuladen. Um auch in Zukunft den komplexer werdenden Alltag und das Lebensgefühl unserer Städte abbilden zu können, wird es für Stadtmuseen immer bedeutender, Netzwerke zu knüpfen und gemeinsam mit Partnern an den aktuellen Fragen der städtischen Gesellschaft zu arbeiten: Was bedeutet Heimat heute? Wie sieht der Alltag in unseren Gemeinschaften aus? Wie wollen wir leben? Wie nutzen wir unsere Städte und wer hat welche Rechte an der Stadt und deren Ausgestaltung?

Mit dem Fonds "Stadtgefährten" fördert die Kulturstiftung des Bundes neue Partnerschaften von Stadtmuseen in deutschen Städten mit bis zu 250.000 Einwohnern mit Gruppen oder Akteuren aus dem jeweiligen Ort oder der Region. Gefördert werden können gemeinsame kulturelle Vorhaben mit aktuellem Ortsbezug, die die Stadtbewohner/innen zur Mitwirkung an der Museumsarbeit animieren und das Hineinwirken des Museums in die Stadt erproben. Dafür können aus dem Fonds Fördermittel in Höhe von bis zu 150.000 € für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren zur Verfügung gestellt werden. Wichtiger Bestandteil der Förderung ist die personelle Verstärkung des Museumsteams durch eine geeignete Projektleitung.

In der ersten Förderrunde wählte die unabhängige Fachjury 13 Vorhaben aus, die zwischen Anfang Juni 2016 und Ende Juni 2018 mit insgesamt rund 1,6 Mio. Euro gefördert werden. Aufgrund des anhaltenden Interesses an der Idee des partnerschaftlichen Arbeitens von Stadtmuseen zu gegenwartsbezogenen Themen wurde der Fonds „Stadtgefährten“ bis zum Jahr 2021 verlängert und um zusätzliche Mittel in Höhe von bis zu 2,7 Millionen Euro für zwei neue Förderrunden aufgestockt.

 

Jury

Zur Jury des Fonds "Stadtgefährten" gehören:

Prof. Dr. Hans-Jörg Czech, Direktor am Hamburg Museum, bis Ende 2015 wissenschaftlicher Direktor des Altonaer Museums in Hamburg, von 2007 bis 2013 Gründungsdirektor des Stadtmuseums Wiesbaden
Prof. Dr. Martin Eberle, Stiftungsdirektor der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, von 2003-2007 Leiter des Städtischen Museums Braunschweig
Susanne Gesser, Leiterin des kinder museums und der Abteilung Ausstellen und Vermitteln am Historischen Museum Frankfurt
Dr. Jutta Götzmann, Gründungsdirektorin des Potsdam Museums – Forum für Kunst und Geschichte, von 2004 bis 2006 Projektleiterin und Kuratorin der 29. Europaratsausstellung "Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation" am DHM Berlin
Dr. Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museums Hannover, von 2007 bis 2014 Leiter des Wilhelm-Hack-Museums Ludwigshafen

Infotour

Von August bis Anfang November 2015 war der Fonds "Stadtgefährten" auf Tour bei den Museen in Deutschland. An sechs zentral gelegenen Stadtmuseen hat er Station gemacht, interessante Partnerschaftsprojekte aus dem Museumsbereich vorgestellt und über Förderrichtlinien und Bewerbungsmodalitäten informiert. Impulsreferate und Workshops gaben Anregungen zu Themen wie Partizipation und Verstetigung von Projekten.

Stationen

Freitag, 21. August 2015, Düsseldorf, Stadtmuseum Düsseldorf, Berger Allee 2, 40213 Düsseldorf
Freitag, 11. September 2015, Erfurt, Stadtmuseum "Haus zum Stockfisch", Johannesstr.169, 99084 Erfurt
Freitag, 18. September 2015, Hannover, Historisches Museum Hannover, Pferdestr. 6, 30159 Hannover
Freitag, 2. Oktober 2015, Nürnberg, Stadtmuseum Fembohaus, Burgstraße 15, 90403 Nürnberg
Freitag, 9. Oktober 2015, Rostock, Kulturhistorisches Museum, Klosterhof 7, 18055 Rostock
Montag, 2. November 2015, Ludwigshafen, Wilhelm-Hack-Museum, Berliner Straße 23, 67059 Ludwigshafen am Rhein

Mehr Informationen auf der Website zur Infotour.

Toolbox

Geeignete Fragen können helfen, neue Gedanken zu fassen oder bestehende Prämissen zu klären. Die Toolbox arbeitet die fünf Workshop-Formate der Infotour auf und dient als Leitfaden zur Umsetzung von Ideen. Zur PDF