Bühne und Bewegung

Plakat zum Festival "RomAmor" © Hellerau, Dresden
Torobaka by Jean Louis Fernandez

RomAmoR

Eine Hellerau-Hommage an die Roma- und Sinti-Kulturen

Das Bild von Roma und Sinti in der öffentlichen Wahrnehmung ist vielerorts geprägt von starren Vorurteilen – selten ein unverstellter Blick auf jene über den ganzen Erdball verstreut lebende ‚Minderheit‘ von vielen Millionen Menschen, die sich gegenwärtig zunehmend aggressiven, antiziganistischen Übergriffen und Verbrechen ausgesetzt sieht. Sein Projekt „RomAmoR“ widmete Hellerau den kulturellen Identitäten und der gegenwärtigen Situation von Roma und Sinti: Exotisch-verklärende Klischees sollten nicht bedient, sondern als Folie für eine produktive Auseinandersetzung mit ihnen genutzt werden. Internationale Künstler/innen mit und ohne Roma-Hintergrund erhielten ein Forum, den ebenso mannigfaltigen wie heterogenen kulturellen und künstlerischen Reichtum der Roma-Kulturen vor Augen zu führen. Ein breitgefächertes spartenübergreifendes Programm, das in transnationaler Zusammenarbeit entstand, gab Einblick in unterschiedliche Lebenswirklichkeiten von Roma und Sinti und verband zeitgenössische mit folkloristischen, traditionelle mit experimentellen Positionen. Gerahmt von einem umfangreichen Diskurs- und Vermittlungsprogramm, wollte „RomAmoR“ dazu beitragen, die Alltagswahrnehmung einer breiten Öffentlichkeit über Roma und Sinti zu schärfen und zu verändern.

Künstlerische Leitung: Vera Marusic
Choreograf/innen, Tänzer/innen: Israel Galván (ES), Akram Khan (GB)
Musiker/innen: Jacobo Abel (ES), Roma und Sinti-Philharmoniker Frankfurt/Main, Shukar Collective (RO)
Künstler/innen: Lita Cabellut (ES), Delaine & Damian Le Bas (GB)
Fotograf/innen: Joakim Eskildsen (DK), Annette Hauschild
Kurator/innen: Timea Junghaus (HU)

Termine
07.09.2015 - 30.04.2016 Verschiedene Spielorte, Dresden Festival