Bauhaus und die Fotografie, Foto: “Towers” (Ausschnitt) © Stefanie Seufert
Bauhaus und die Fotografie, Foto: “Lichtschein Versuche” (Ausschnitt) © Kris Scholz
Bauhaus und die Fotografie, Foto: “Etan & Me” (Ausschnitt) © Viviane Sassen
Bauhaus und die Fotografie, Foto: “Ghost” (Ausschnitt) © Taiyo Onorato & Nico Krebs

Bauhaus und die Fotografie

Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst – gefördert im Fonds Bauhaus heute

Im Verbund mit Tendenzen des „Neuen Sehens“ in Malerei, Architektur und Design war die Bauhaus-Fotografie von einem Reformgeist durchdrungen, der in einer neuen Bildsprache Ausdruck fand: Verfestigte Strukturen in Bezug auf Komposition, Beleuchtung und Belichtung der Fotografie wurden gelockert. Des Weiteren wurde eine dynamische Ausrichtung postuliert, die sich dem gesellschaftlichen und industriellen Fortschritt anpasst und diesen entsprechend zu dokumentieren vermochte. Das Bauhaus verstand sich als Vorreiter eines Gesellschaftsmodells, das die technische, die Industrie-Kultur als Zukunft begriff. Wie lässt sich dieser Ansatz aus aktueller Perspektive – insbesondere mit fotografischen Mitteln – einer erneuten künstlerischen Reflexion unterziehen?

Ausgehend von den kreativen Impulsen der Bauhaus-Fotografie, soll das Projekt „Bauhaus und die Fotografie. Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ ausloten, wie die damaligen Neuerungen auch heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen beitragen können. Die wichtigsten ästhetischen Attribute der avantgardistischen Fotografie wie Motive der Industriekultur, Oberflächenbeschaffenheit, Materialeigenschaften, Serialität in der Objektanordnung, extreme Perspektiven, Ausschnitthaftigkeit der Motive wie auch das kameralose Fotografieren stehen dabei besonders im Fokus.

Geplant ist eine Ausstellung, die nach der Aktualität der neusachlichen Fotografie und ihren Bezügen zur Gegenwart fragt. Dafür werden Arbeiten von internationalen Künstlern und Fotografen denen von László Moholy-Nagy gegenübergestellt. Der für seine experimentellen Fotoarbeiten bekannte Bauhaus-Künstler kuratierte 1929 auf der Werkbund-Ausstellung „Film und Foto“ jeweils einen Raum zur Geschichte der Fotografie bzw. zur Zukunft dieses Mediums. Beide Räume hatten Manifest-Charakter.
Das Ausstellungsprojekt „Bauhaus und die Fotografie. Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst“ ist keine Rekonstruktion der damaligen Räume, sondern eine Rezeption im kuratorisch-szenografischen Sinne.

Künstlerische Leitung: Kris Scholz
Kuratoren: Kai-Uwe Hemken, Noam Elcott
Künstler/innen: Daniel T Braun, Max de Esteban (ES), Douglas Gordon (GB), Taiyo Onorato & Nico Krebs (CH), Jiang Pengyi (CN), Thomas Ruff, Viviane Sassen (NL), Stefanie Seufert, Kris Scholz, Dominique Teufen (CH)

Termine
08.11.2018 - 03.02.2019 Kunsthalle, Darmstadt Ausstellung
14.02.2019 - 19.05.2019 NRW-Forum Düsseldorf, Düsseldorf Ausstellung
23.08.2019 - 31.12.2019 Museum für Fotografie, Berlin Ausstellung