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Die Bilderkammer des Bruno Schultz – Das letzte Werk eines Genies
Mobile Installation in Originalgröße
Seit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Galizien lebte der polnisch-jüdische Schriftsteller und Maler Bruno Schulz im Ghetto der Stadt Drohobycz. Dort wurde er vom SS-Hauptscharführer Felix Landau gezwungen, zur Unterhaltung seiner Kinder Fresken in einer Villa anzufertigen, die Landau zuvor beschlagnahmt hatte. Ein Jahr darauf ermordete die Gestapo Bruno Schulz auf offener Straße. In der Folgezeit wurden die Fresken mehrfach übermalt und galten lange als verschollen, bis das Team um den Regisseur Benjamin Geissler sie 2001 bei Dreharbeiten in Drohobycz wiederentdeckte. Seitdem haben willkürliche Entnahmen einzelner Fragmente das Fresken-Ensemble zerstört. Mit seiner begehbaren Bilderkammer, einem wichtigen Dokument jüdischer Kultur, möchte Benjamin Geissler die ursprüngliche Gesamtkomposition in Originalgröße virtuell rekonstruieren: Fotos werden auf die Innenwände eines maßstabgetreuen Nachbaus des Raumes projiziert und dokumentieren dort die unterschiedlichen Phasen – von der Entdeckung der Fresken über die Entnahme einzelner Fragmente bis hin zur Rekonstruktion des Ensembles. Im Rahmen des polnischen „Bruno Schulz-Jahres 2012“ wird die mobile Installation unter anderem in Polen, der Ukraine und den USA erstmals die Bilderkammer einem breiten internationalen Publikum präsentieren.
Künstlerische Leitung: Benjamin Geissler
Städtische Museen Zittau, Literaturhaus Berlin sowie Orte in Warschau, Breslau, Kraukau (PL) und Lemberg (UA).
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Sparten:
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| 20.01.2012 | Gerhart Hauptmann-Theater, Zittau | Ausstellungseröffnung der mobilen Installation |
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Kontakt:
Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.
Am Sportplatz 3
02747 Großhennersdorf
www.umweltbibliothek.org
Weiterführende Informationen
Der Filmclip "Bilder finden" von Benjamin Geissler dokumentiert die Suche, das Finden und das Verschwinden der Wandmalereien des Bruno Schulz.
Am 31. März 2012 um 17.15 Uhr strahlt die Deutsche Welle in ihrer Reihe "Im Focus" die Reportage "Auf der Suche nach der verlorenen Kindheit – Wer war Bruno Schulz?" aus.