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Doppelpass – Fonds für Kooperationen im Theater
Kooperation von freien Gruppen und festen Tanz- und Theaterhäusern
Nicht nur die rund 150 Stadt- und Staatstheater tragen zu Reichtum und Vielfalt der deutschen Theaterlandschaft bei, sondern auch die etwa 1.000 freien Gruppen aus dem Theater- und Tanzbereich. Nachdem die Kulturstiftung des Bundes bisher mit ihren Programmen Heimspiel (62 Produktionen) und Wanderlust (28 Projekte) insbesondere die Stadttheater gefördert hat, soll im Fonds Doppelpass nun gezielt die Kooperation von freien Gruppen und festen Tanz- und Theaterhäusern unterstützt werden. Die Kulturstiftung des Bundes möchte die freien Szenen und Theaterinstitutionen in Deutschland zum Erproben neuer Formen der Zusammenarbeit und künstlerischen Produktion anregen. Im Fonds Doppelpass soll Künstlerinnen und Künstlern beider Seiten der nötige Freiraum eröffnet werden, um ihre Strukturen und Arbeitsweisen künstlerisch produktiv zu verbinden.
Eine solche Kooperation ermöglicht beiden Partnern wertvolle neue Erfahrungen und Perspektiven: Die Theater können den freien Gruppen mehr Aufführungsmöglichkeiten und eine attraktive Infrastruktur mit hoher organisatorischer und künstlerischer Kompetenz bieten. Gleichzeitig eröffnet ihnen die Zusammenarbeit mit freien Gruppen die Chance auf neue inhaltliche Akzente zur Bereicherung ihrer bewährten Ausdrucksformen, Arbeitsmethoden und Themensetzungen.
Das Kernstück des Fonds Doppelpass bildet ein zweijähriges Residenzprogramm. Gefördert werden soll die gleichberechtigte künstlerische Zusammenarbeit zwischen einem festen Haus und einer freien Gruppe, die bisher noch nicht wiederholt und/oder über einen längeren Zeitraum zusammengearbeitet haben. Das Konzept soll die gemeinsamen künstlerischen Ziele ebenso wie konkrete Produktionsvorhaben und/oder andere Varianten der inhaltlichen Zusammenarbeit beschreiben. Die Kulturstiftung des Bundes vergibt pro Residenz bis zu 150.000 Euro, das Haus muss sich mit baren Eigenmitteln in Höhe von 10 Prozent der Fördersumme sowie weiteren Eigenleistungen beteiligen.
Über die beantragten Residenzen entscheidet der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes auf Empfehlung einer unabhängigen Fachjury. Ihr gehören Christiane Kühl (Dramaturgin, Performerin, Publizistin), Jan Jochymski (Schauspieldirektor am Theater Magdeburg) und Carena Schlewitt (Direktorin der Kaserne Basel) an.
Um die Aufführungszahl der erarbeiteten Produktionen zu erhöhen, fördert der Fonds Doppelpass zusätzlich auch die Durchführung von Gastspielen ausgewählter Produktionen aus den geförderten Partnerschaften. Sie sollen über mindestens drei Stationen mit je drei Aufführungen laufen, eine davon im Ausland. Die Gastspieltour kann im Anschluss an den Residenzzeitraum von den geförderten Partnern beantragt werden und wird mit jeweils bis zu 90.000 Euro vom Fonds Doppelpass gefördert. Die Kofinanzierung leisten die Veranstalter. Das Antragsformular zur Doppelpass Tour finden Sie hier bereits als Muster zur Ansicht.
Antragsberechtigt sind neue Partnerschaften zwischen einer freien Gruppe (mindestens drei künstlerisch arbeitende Personen) aus den Bereichen Tanz und/oder Theater sowie einem festen, in Deutschland ansässigen Haus, das eine professionelle Infrastruktur für künstlerische Arbeit in diesen Bereichen bietet. Die Gruppen sollen bereits über einschlägige Erfahrungen als gefestigtes künstlerisches Team verfügen und ihren Arbeitsschwerpunkt in Deutschland haben. Einzelkünstler/innen werden nicht gefördert.
Die Partnerschaft wird in einem Zeitraum von zwei Spielzeiten realisiert. Die Residenz der freien Gruppe kann in Arbeitsblöcken umgesetzt werden und erfordert keine ganzjährige Präsenz am Standort des Hauses. Beide Partner sollen für den Zeitraum der Residenz die Möglichkeit behalten, auch eigene Projekte zu realisieren. Allerdings muss eine verbindliche und kontinuierliche Zusammenarbeit im Konzept deutlich werden.
Der Fonds zielt insgesamt darauf ab, mit dem Residenzprogramm einerseits künstlerische Impulse in die deutsche Theater- und Tanzlandschaft zu setzen. Das Gastspielprogramm ermöglicht andererseits, ausgewählte Ergebnisse der Zusammenarbeit auch an weiteren Orten innerhalb Deutschlands und im Ausland zu zeigen.
Jury-Entscheid: Förderung für 17 Kooperationen
Die Mitglieder der Doppelpass-Jury – Christiane Kühl (Mitglied der Künstlerischen Leitung der Berliner Festspiele), Jan Jochymski (Schauspieldirektor am Theater Magdeburg) und Carena Schlewitt (Direktorin der Kaserne Basel) – haben am 26. März 2012 entschieden, dass folgende 17 Projekte in 9 Bundesländern Fördergelder in einer Gesamthöhe von rund 2,5 Mio. Euro erhalten:
Übersicht der geförderten Kooperationen:
eLBe: Über(n)flussgesellschaft
Landesbühnen Sachsen in Radebeul und bodytalk
Völkerschlachten
Schaubühne Lindenfels in Leipzig und fringe ensemble
Was kann ich für eure Welt
Staatsschauspiel Dresden und Theater Aspik
La Bremencité
Theater Bremen und Gintersdorfer / Klaßen
TransCities (AT)
Kultur im Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr und copy & waste
anders machen
Wuppertaler Bühnen und büro für zeit + raum
Alles geregelt? Wir spielen wirklich!
Städtische Bühnen Münster und Theater Fetter Fisch
black face Jena
Theaterhaus Jena und Mass & Fieber Ost
Stalker
Düsseldorfer Schauspielhaus und vorschlag:hammer
X Pe d/t itionen
projekttheater Dresden und theatrale subversion
Spielstätte Stadt
Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin und Kulturfiliale
Preenactment
Sophiensäle in Berlin und Internest
Enacted Thinking
Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt am Main und Mamaza
Game on Stage
Forum Freies Theater in Düsseldorf und machina eX
Radar
Theater Kiel und lunatiks produktion
Trojaner
Turbo Pascal und Theater Freiburg
Klohaus Platzhaus Schauspielhaus
Schauspielhaus Hannover und Das Helmi
Eine Kurzdarstellung aller 17 Projekte finden Sie hier.
Bewerbungen für Partnerschaften in den Spielzeiten 2013/14 bis 2014/15 sind ab sofort möglich. Antworten auf häufige Fragen finden Sie hier. Bitte lesen Sie auch aufmerksam die Fördergrundsätze. Für Ihren Förderantrag verwenden Sie bitte ausschließlich das hier angebotene Antragsformular. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2013. Es gilt das Datum des Poststempels.
Sparten:
Kontakt:
Anne Maase
Kulturstiftung des Bundes
Franckeplatz 1
06110 Halle (Saale)
Tel.:
Fax: +49 (0)345 2997 333
>E-Mail
Weiterführende Informationen
Bewerben Sie sich!
Im Fonds Doppelpass werden Kooperationen von freien Gruppen und festen Tanz- und Theaterhäusern gefördert. Das Kernstück des Fonds bildet ein Residenzprogramm. Bewerbungen für Partnerschaften in den Spielzeiten 2013/14 bis 2014/15 sind ab sofort möglich. Antworten auf häufige Fragen finden Sie im Folgenden. Bitte lesen Sie auch aufmerksam die Fördergrundsätze. Für Ihren Förderantrag verwenden Sie bitte ausschließlich das hier angebotene Antragsformular. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2013. Es gilt das Datum des Poststempels.
Ergebnisse der Jurysitzung
Die Doppelpass-Jury hat am 26. März 2012 entschieden, dass 17 Projekte in 9 Bundesländern Fördergelder in einer Gesamthöhe von rund 2,5 Mio. Euro erhalten.