Inhalt
Planung und Entwicklung Festspielhaus Afrika
Eine soziale Plastik von Christoph Schlingensief
Christoph Schlingensief plant mit der Errichtung eines Festspielhauses in Afrika eine Stätte für Kultur und Alltag auf dem afrikanischen Kontinent, die weder einem europäischen Vorbild nacheifern noch als Entwicklungshilfe verstanden werden soll. Im Gegenteil: Der "absteigenden Zivilisation Europas" soll der Austausch mit der "aufsteigenden schwarzen Kultur" (C. Schlingensief) ermöglicht werden. Nach Ansicht Schlingensiefs steckt die Oper, das Aushängeschild europäischer Hochkultur, in einer Krise der Erstarrung und der sozialen Entfremdung. Im Festspielhaus Afrika soll sie, so Schlingensief, "resozialisiert" werden und wieder einen stärkeren Bezug zum Lebensalltag finden.
Durch die Öffnung für die Kultur Afrikas und die Rückbesinnung auf die Potentiale der Oper - das Freisetzen von Fantasie und Kreativität sowie die Reflexion sozialer Verhältnisse - erhofft sich der Künstler eine Wechselwirkung: Die Afrikaner können die Oper als kreativen Motor nutzen, die Europäer sie wieder als sozialen Organismus begreifen. So werden in beidseitigem Transfer "aus Hilfsbedürftigen (…) Helfer, aus Missionaren Missionierte" (C. Schlingensief).
Das Festspielhaus ist als Begegnungsstätte für afrikanische und deutschsprachige Künstler geplant, die dort gemeinsam Inszenierungen erarbeiten. Es soll offen sein für alle Bevölkerungsgruppen und als Ausgangsort für einen wechselseitigen Stipendiatenaustausch dienen. Als Standort sind Burkina Faso, Tansania oder Mosambik im Gespräch. Der Bau selbst soll das mitteleuropäische Theater- und Opernmodell mit der traditionellen lokalen Bau- und Objektkunst verbinden. Bereits die Entwicklungsphase ist Teil des künstlerischen Projektes, das in Gestalt einer Installation bei den Festwochen Herrenhausen präsentiert wird.
Künstlerische Leitung: Christoph Schlingensief
Beratung: Diédédo Francis Kéré (BF)
Durch die Öffnung für die Kultur Afrikas und die Rückbesinnung auf die Potentiale der Oper - das Freisetzen von Fantasie und Kreativität sowie die Reflexion sozialer Verhältnisse - erhofft sich der Künstler eine Wechselwirkung: Die Afrikaner können die Oper als kreativen Motor nutzen, die Europäer sie wieder als sozialen Organismus begreifen. So werden in beidseitigem Transfer "aus Hilfsbedürftigen (…) Helfer, aus Missionaren Missionierte" (C. Schlingensief).
Das Festspielhaus ist als Begegnungsstätte für afrikanische und deutschsprachige Künstler geplant, die dort gemeinsam Inszenierungen erarbeiten. Es soll offen sein für alle Bevölkerungsgruppen und als Ausgangsort für einen wechselseitigen Stipendiatenaustausch dienen. Als Standort sind Burkina Faso, Tansania oder Mosambik im Gespräch. Der Bau selbst soll das mitteleuropäische Theater- und Opernmodell mit der traditionellen lokalen Bau- und Objektkunst verbinden. Bereits die Entwicklungsphase ist Teil des künstlerischen Projektes, das in Gestalt einer Installation bei den Festwochen Herrenhausen präsentiert wird.
Künstlerische Leitung: Christoph Schlingensief
Beratung: Diédédo Francis Kéré (BF)
| Termine: | ||
|---|---|---|
| 01.06.2010 - 30.06.2010 | Festwochen, Herrenhausen | Ausstellung / Installation |
| Lageplan anzeigen | ||
Kontakt:
Festspielhaus Afrika
Veteranenstraße 24
10119 Berlin
www.festspielhaus-afrika.com