Prof. Klaus Zehelein

Klaus Zehelein wurde am 5. Sept. 1940 in Frankfurt/Main geboren.
Er studierte nach dem Abitur Germanistik, Musikwissenschaft und Philosophie in Frankfurt/Main. Ein erstes Engagement als Dramaturg erhielt Zehelein 1967 an den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel. 1970 wechselte er von dort als Chefdramaturg an das Staatstheater Oldenburg (bis 1977) und übernahm zudem eine Lehrtätigkeit als Dozent für Musiksoziologie an der Universität Oldenburg. 1977 kam Zehelein als Chefdramaturg an die Städtischen Bühnen Frankfurt/Main und avancierte hier später zum koordinierenden Operndirektor. Nebenher blieb Zehelein in der akademischen Lehre als Dozent an der State University of Minnesota sowie am Collège International de Philosophie in Paris engagiert. Gastprofessuren führten ihn an die Universität Gießen (Institut für angewandte Theaterwissenschaft) und 1986-1992 an die Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als freier Schauspiel- und Operndramaturg in Berlin, Frankfurt, Brüssel und Wien wurde er 1989 künstlerischer Direktor des Hamburger Thalia Theaters. Im Jahre 1991 holte man ihn als Opernintendanten nach Stuttgart.
Für die Dramaturgie an der Oper Frankfurt wurde Zehelein 1983 mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. Für besondere Verdienste um das Land Baden-Württemberg verlieh ihm im Jahr 2001 Ministerpräsident Erwin Teufel die Verdienstmedaille des Landes. Von 2003 bis 2015 war Zehelein Präsident des Deutschen Bühnenvereins.