In Uno Museum – Wissenschaft und Kunst in Görlitz

Gefördert im KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut

Die Sammlungskabinette im Kulturhistorischen Museum Görlitz beheimaten ein einzigartiges Ensemble von Objekten: von Elektrisiermaschinen, Möbeln, Grafiken bis hin zu Mineralien. Sie werden in eigens für die Sammlung gestalteten Räumen, zum Teil in speziell für die Exponate gefertigten historischen Behältnissen aus dem 19. Jahrhundert präsentiert. Ohne Zweifel handelt es sich bei diesen historischen Sammlungskabinetten um ein einzigartiges Ensemble.
Die wertvollen Bestände, zu denen neben der bedeutenden Bibliothek das Physikalische, das Graphische, das Naturalien- und Altertümerkabinett sowie das Mineralienkabinett gehören, stammen aus dem Besitz der 1779 gegründeten Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften. Sie sind seit nunmehr 200 Jahren im Haus Neißstraße 30 - dem bedeutendsten Barockbau der Stadt - untergebracht und stehen seit 1951 unter der Obhut des Kulturhistorischen Museums.
Die Sammlungskabinette befanden sich aus konservatorischer Sicht in einem sehr bedenklichen Zustand. Einige waren in ihrem Bestand akut gefährdet. Das KUR-Projekt ging ihre Konservierung und Restaurierung nach modernsten kunsttechnologischen Gesichtspunkten an, um dieses einmalige Zeugnis der Wissenskultur um 1800 wissenschaftlich zu erschließen und in den dann sanierten Räumlichkeiten des Barockhauses wieder in angemessenem Zustand präsentieren zu können.


Projektträger:
Kulturhistorisches Museum Görlitz

Kooperationspartner:
Sächsische Landesstelle für Museumswesen, Chemnitz
Hochschule für Bildende Künste Dresden
Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden
Freie Universität Berlin
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Mathematisch-Physikalischer Salon und Kupferstich-Kabinett
Landesamt für Denkmalpflege Sachsen
Landesamt für Archäologie mit Landesmuseum für Vorgeschichte, Dresden
Technische Universität Bergakademie Freiberg
Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Stiftung Schlesisches Museum zu Görlitz

KUR-Programm

Das KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut war eine gemeinsame Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder. Von 2007 bis 2011 wurden im Programm 26 Projekte gefördert, die der Sicherung akut bedrohter Objekte oder Sammlungen von übergeordneter kulturhistorischer Relevanz dienten.

KUR-Programm