© Münchner Kammerspiele

X SHARED SPACES

Theatrale Ausflüge in die Welt der Startups und der Digital Natives

Die boomende Sharing Economy steht für eine neue Philosophie des Teilens und der Kooperation. Was als altruistisches Geschäftsmodell begann, hat in den letzten Jahren jedoch vermehrt zu egoistischem Gewinnstreben geführt. Ist es möglich, das solidarisch-utopische Potenzial der frühen Anfänge der Sharing Economy für ein Nachdenken über die Zukunft der Stadt und des Zusammenlebens zurückzuerobern?
Die Münchner Kammerspiele thematisieren mit „X Shared Spaces“ die Paradoxien, die Vor- und Nachteile dieser neuen Ökonomien, für die Start-Ups wie Airbnb, Uber oder NeighborGoods exemplarisch stehen. Das Projekt untersucht die sich radikal verändernden Lebenswelten unter den Bedingungen des digitalen Zeitalters. Dafür werden u.a. 24 private Airbnb-Unterkünfte in verschiedenen Münchner Stadtbezirken angemietet, die zum Schauplatz der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema werden. Internationale Künstler/innen wie Susanne Kennedy, Alexander Giesche und Damian Rebgetz entwickeln für diese Räume jeweils zehnminütige Arbeiten, die die Kulturen des Digitalen in den physischen Raum überführen. Die Performances, Installationen und Theaterstücke werden in verschiedenen Routen zusammengefasst, die das Publikum in Zweiergruppen zu Fuß erschließt. Auf diesen ortsspezifischen Stadtspaziergängen werden die Zuschauer zu Touristen ihrer eigenen Stadt, zu modernen Mietnomaden, zu Sammlern urbaner und virtueller Erlebnisse. „X Shared Spaces“ möchte so eine Ahnung davon vermitteln, wie die Zukunft von Stadtgesellschaften und die Chancen, Widersprüche und Risiken der Ökonomien von morgen aussehen könnten.

Von und mit: Alexander Giesche, Susanne Kennedy, Damian Rebgetz (AU), Susanne Steinmassl, Britta Thie u.a.

Termine
19.07.2018 - 22.07.2018 verschiedene Orte, München Performance