Insektenkasten mit Übersicht über einheimische Bienen (Apoidea), die in Sachsen-Anhalt nachgewiesen sind. Aus: Zoologische Sammlung des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Foto: Markus Scholz
Insektenkasten mit Übersicht über einheimische Bienen (Apoidea), die in Sachsen-Anhalt nachgewiesen sind – die fehlenden Exemplare sind bereits ausgestorben oder gelten als vom Aussterben bedroht bzw. als gefährdet. Aus: Zoologischen Sammlung des Zentralmagazins Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Foto: Markus Scholz

Sind die Bienen noch zu retten?

Im Gespräch: Der Ornithologe Frank Steinheimer und der Bienenforscher Robert Paxton

Wir leben im Anthroprozän: Fast überall auf der Welt greift der Mensch in die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde ein. Wir bestimmen u.a. durch Städteplanung, Landwirtschaft und unseren Ressourcenverbrauch über einen Großteil aller Flächen und nehmen so auch Einfluss auf das Leben von Pflanzen und Tieren. Unberührte Natur gibt es kaum noch. Die Biologen beobachten: Der Artenreichtum in der Natur geht zurück, die Bestände an Insekten und Vögeln nehmen ab – aber erst das Bienensterben alarmiert nun große Teile der Bevölkerung. 

Der Ornithologe Frank Steinheimer und der Bienenforscher Robert Paxton geben in diesem Gespräch Auskunft: Welches Ausmaß hat das Artensterben und welche Auswirkungen auf unser Leben sind zu erwarten? Und was kann der Mensch tun, um dieser Entwicklung noch entgegenzuwirken? Ihre Fragen an die Experten sind an diesem Abend herzlich willkommen.

Neben dem Gespräch zeigt die Zoologische Sammlung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg an diesem Abend erstmalig Präparate von allen in Sachsen-Anhalt vorkommenden Bienenarten und veranschaulicht, welche und wie viele Exemplare davon vom Aussterben bedroht sind. Drei Vogelpräparate zeigen, wohin das führen kann: Die ausgestorbene amerikanische Wandertaube gibt es seit 1914 nur noch als Museumspräparate, die beiden anderen Vögel stehen für eine verlorene Welt im malaysischen Archipel. Der blau-weiße Spatelliest ist eine einmalige Leihgabe vom Museum Heineanum Halberstadt, das Originale des Naturaliensammlers und Wissenschaftlers Alfred Russel Wallace (1823-1913) besitzt. Wallace ist die von der Kulturstiftung geförderte Kunstausstellung "Verschwindende Vermächtnisse - die Welt als Wald" gewidmet. Die Ausstellung ist ab Oktober 2018 am Domplatz in Halle zu sehen.

Es diskutieren:

Prof. Dr. Robert Paxton

Leiter der AG Allgemeine Zoologie Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Mitglied im Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Dr. Frank Steinheimer

Leiter des  Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Moderation: Ellen Schweda, Journalistin


Termin und Ort:

Dienstag, 29. Mai 2018, 19 Uhr
Kulturstiftung des Bundes
Franckeplatz 2
06110 Halle an der Saale

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt frei. Wir bitten um Ihre Anmeldung unter foyer@kulturstiftung-bund.de bis zum 25. Mai 2018.

Imbiss und Getränke von „Himmel und Erde“ können vor Ort erworben werden.

Eine Veranstaltung im Rahmen des EMAS-Projekts „Immenhoch“.

 

Termine
29.05.2018 Kulturstiftung des Bundes, Franckeplatz 2, Halle an der Saale Gespräch in der Reihe "Im Foyer"