Aktuelle Projekte: Allgemeine Projektförderung

Auswahl der 49. Jurysitzung und neueste Förderprojekte

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Einleitung

Die interdisziplinäre Jury der Allgemeinen Projektförderung empfahl auf ihrer jüngsten Sitzung im Frühjahr 2026 insgesamt 20 neue Förderprojekte aus den Bereichen Bildende Kunst, Fotografie und Videokunst, Theater, Performance, Tanz und Film. 

Geförderte Projekte 

Stellar Frequencies

Radioteleskop in den Bergen und im Nebel
Stellar Frequencies. Verlassenes Radioteleskop ROT-54 im Orgov Radio-Optical Observatory in Armenien. Credits: Jan-Tage Kühling

„Stellar Frequencies“ ist ein Musik- und Ausstellungsprojekt des Goethe-Instituts Armenien und des armenischen NOPA-Soundart-Festivals zur Verflechtung von Weltraumforschung, Politik und planetarischem Denken. Das Armenian Centre for Contemporary Experimental Art (NPAK) in Jerewan zeigt ortsspezifische Arbeiten, die sich mit kosmologischen Mythen und der umstrittenen Nutzung des Weltraums beschäftigen. Zeitgleich wird die Himmelsscheibe von Nebra mit Sound-Art-Arbeiten in Armenien gezeigt. Weitere Stationen der Ausstellung sind das Haus der Kulturen der Welt in Berlin und die Arche Nebra in Sachsen-Anhalt im Frühjahr und Sommer 2027.

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Das Urteil

Wie gelangt eine Gesellschaft trotz Konflikten und Polarisierung zu einem gemeinsamen Urteil? Und was veranlasst Menschen, feste Überzeugungen zu hinterfragen und andere Perspektiven wahrzunehmen? Mit „Das Urteil“ widmen sich das Staatstheater Cottbus und das deutschsprachige Ensemble des rumänischen Nationaltheaters Radu Stanca in Sibiu diesen Fragen. Ein Geschworenengremium spiegelt dabei unterschiedliche soziale Hintergründe, politische Haltungen, Sprachen und religiöse Überzeugungen wider. Begleitend lädt das Format „Kompass Kantine“ zum Austausch über Strukturwandelregionen ein.

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16 GB: Tischtennisplattenpolitik

Zeichnung von Einkaufswagen und Handkamera
Credits: Theater an der Parkaue

Mit dem Stück “16 GB: Tischtennisplattenpolitik” widmet sich das Theater Parkaue – Junges Staatstheater Berlin einer jungen Generation, deren Lebensrealität geprägt ist von Bildungsungleichheit, Dauerkrisen und der Erfahrungl, nicht gesehen zu werden. Im Fokus stehen migrantisch gelesene Jugendliche und die Fragen: Wessen Geschichten werden gehört? Wie viel Platz nehmen unterschiedliche Perspektiven in der Gesellschaft ein? Damit möchte das Haus gleichzeitig die Rolle von Theatern und deren Ausschlussmechanismen kritisch hinterfragen.

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Metropolis. Dystopia & Rebellion

Saodat Ismailova: ›Her Right‹, 2022  © Saodat Ismailova

Mit „Metropolis. Dystopia & Rebellion“ realisiert die Deutsche Kinemathek ein innovatives Projekt zum hundertjährigen Jubiläum des Filmklassikers von Fritz Lang. Die Ausstellung soll den einflussreichen Stummfilm für die Gegenwart fruchtbar machen. Als Zwischenquartier des Museums dient derzeit das E-Werk in Berlin-Mitte, ein ehemaliges Umspannwerk der 1920er-Jahre: In diesem Gebäude aus der Zeit des Films entsteht ein transdisziplinärer Erlebnis- und Diskursraum mit mehreren künstlerischen Positionen, die sich auf „Metropolis“ beziehen.

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ROBIN5

Zeichnung von 3 Personen unterschiedlichen Alters, die aufs Handy schauen
ROBIN5.  Credits: Carla Schroeder

Mit ROBIN5 entwickelt onlinetheater.live ein Format, das soziale Plattformen als Orte gesellschaftlicher Aushandlung versteht und sie als Bühne für künstlerische Intervention nutzt. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass politische und soziale Dynamiken heute zunehmend in digitalen Räumen entstehen – in Feeds, Kommentarspalten und Online-Communities. Gerade Akteure der extremen Rechten nutzen diese Räume gezielt zur Einflussnahme im „vorpolitischen Raum“.

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Hard Bodies

knochenähnliches Gebilde losgelöst im leeren Raum
C: Bühnen Frankfurt

Mit „Hard Bodies“ realisiert das Schauspiel Frankfurt im Frühjahr 2027 gemeinsam mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm eine großformatige Tanzproduktion der österreichischen Choreografin Doris Uhlich, die Härte als Phänomen unserer Zeit untersucht. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Härte zu einem prägenden Zustand der Gegenwart geworden ist: als gesellschaftlicher Grundton, politischer Reflex und körperliche Praxis. In einer unsicheren Zeit der Anspannung und Polarisierung schreiben sich diese Zustände nicht nur in Diskurse, sondern auch in Körper ein – in Muskeltonus, Atem, Haltung und Bewegungsökonomien. „Hard Bodies“ versteht sich als choreografisches Forschungs- und Inszenierungssprojekt zu dem Zusammenspiel von Härte als notwendigem Schutz und unwillkürlicher Verhärtung.

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Sweet Dreams – Schlaf, Kultur und Design

Die interdisziplinäre Ausstellung „Sweet Dreams“ beschäftigt sich mit Schlaf als menschlichem Grundbedürfnis und reflektiert, wie sich Dauer und Qualität von Schlaf je nach Kultur, Epoche und Rahmenbedingungen unterscheiden und verändern. Als europäische Kooperation ist sie ab Frühjahr 2027 erst im Vitra Design Museum in Weil am Rhein und anschließend im Centre de Cultura Contemporània in Barcelona (CCCB) zu sehen. Gezeigt werden internationale Werke aus Kunst, Design, Architektur, Film und Literatur ebenso wie Forschungsbeiträge aus Psychologie, Medizin und Biologie.

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Song of Songs

Mensch läuft durch Landschaft, hebräische Buchstaben aufgestellt
Song of Songs C: Binta Kopp

Das performative Konzert „Song of Songs“ widmet sich den vielschichtigen künstlerischen Traditionen von Mizrachim, jüdischen Menschen aus dem Nahen Osten und Nordafrika. Ausgehend von einem künstlerischen Rechercheprozess an zentralen Orten der mizrachischen Kultur präsentiert das internationale Ensemble ihre Neuinterpretationen arabisch-jüdischer Klänge in einem immersiven Bühnenkonzept. Zu sehen ist die Produktion im Frühjahr 2027 am HAU Hebbel am Ufer in Berlin und ab Herbst 2027 am Forum Freies Theater Düsseldorf.

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Der grelle Schein der Ränder

Mit dem Ausstellungsprojekt „Out Loud“ zeigt das Lausitzfestival 2026 ausgewählte Arbeiten des brasilianischen Gegenwartskünstlers Jonathas de Andrade, die sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur in sozialen, ökologischen und ökonomischen Transformationsprozessen auseinandersetzen. Diese treten in der Ausstellung in Dialog mit Werken aus der Sammlung des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst in Cottbus. Die Schau wird begleitet von Veranstaltungen in der Energiefabrik Knappenrode und im Neuen Schloss Bad Muskau und bringt bisher selten gezeigte internationale Perspektiven in die Lausitz. Im Jahr 2027 wird sie in adaptierter Form im Jewish Museum New York und in der Pinacoteca de São Paulo gezeigt werden.

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Everybody say NO!

symbolbild mit slogan Born to be K to be POP
300DPI_Born to be K to be POP_Landscape_ Photo by Eunkyung Jeong

Ab dem Jahr 2026 übernehmen Katharina Germo und Juliane Hahn die künstlerische Leitung des Kunstfest Weimar. Für das Festival im Sommer 2027 planen sie das Musik-Performance Projekt „Everybody say NO!“, das sich anhand von vier neuen Musikproduktionen und einem Symposium mit den performativen und politischen Potenzialen von populärer Musik auseinandersetzt.

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Dramen der Gegenwart #3

Stuhlkreis als Schwarz-Weiß-Foto, auf einem Stuhl ein Herz
Dramen der Gegenwart.  Credits: Tim Noack

Mit „Dramen der Gegenwart #3“ veranstaltet der Verband der Theaterautor:innen im Frühjahr 2027 die dritte Ausgabe seines Festivals für zeitgenössische Dramatik. Das Festival versteht sich als selbstorganisierte Plattform von Autorinnen und Autoren, die Vielfalt und Qualität dramatischer Texte einem breiteren Publikum zugänglich machen wollen. Im Fokus der diesjährigen Ausgabe steht die Frage, wie sich neue Allianzen im Theaterbetrieb jenseits eingeschliffener Mechanismen und starrer Hierarchien entwickeln lassen. Lesungen, Panels und Vernetzungsformate bieten Raum, um Dramatik als zuspitzende, gegenwartsorientierte und politische Literaturform zu erleben und zu diskutieren.

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After Now (AT)

ein großformatiges Video in einer Ausstellung, darauf ein Mädchen, das einem Roboterhund die Hand gibt
Yarema Malashchuk and Roman Khimei. Installation view: Open World, 2025. Joy, PinchukArtCentre, Kyiv, Ukraine, 2026. Photo: Ela Bialkowska OKNO studio

Mit „After Now“ (AT) veranstaltet das HAU Hebbel am Ufer im Frühjahr 2027 ein spartenübergreifendes Festival, das Krieg als neuen Dauerzustand unserer Gegenwart in den Blick nimmt. Lokale und internationale Künstlerinnen thematisieren die gesellschaftlichen Folgen der neuen Alltäglichkeit militärischer Logiken und befragen aktuelle und vergangene Narrative, historische Spuren sowie spekulative Zukunftsszenarien rund um Krieg und Frieden. Das künstlerische Programm wird durch Diskursveranstaltungen mit Expertinnen und Experten ergänzt.

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Entangled Destinies

arme und hände vor einem wolkenhimmel
Credits: Film Still/ Jumana Dabis, Sarkha

Mit „Entangled Destinies“ bringt das International Dance Festival München anlässlich der 20. Edition der Münchener Tanzbiennale im Sommer 2027 ein Sonderprogramm mit Arbeiten des zeitgenössischen Tanzes aus dem arabischen Raum auf die Bühne. Tanz wird hier als eine künstlerische Praxis verstanden, die durch ihre Unmittelbarkeit besonders dafür geeignet ist, sich von Stereotypen zu lösen – in diesem Fall von Erzählungen über arabische Körper, die dem Vorurteil nach häufig mit Gefahr oder Gewalt im öffentlichen Raum assoziiert werden. Die Tänzerinnen und Tänzer machen ungewohnte und mehrdeutige Dimensionen ihrer Körper sichtbar und transportieren im Tanz individuelle und kollektive Erfahrungen

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Maerzmusik Festival: Re-Visitations. A quarter note

Dunkler Konzertsaal von oben, Menschen liegen oder sitzen auf Kissen
I AM ALL EARS Chapter II. Berliner Festspiele, MM2026, Trembling, Grosse Bühne.  Credits: Camille Blake

Das zeitgenössische und experimentelle Musikfestival Maerzmusik feiert 2027 sein 25-jähriges Bestehen und nutzt den Anlass für einen Rückblick und eine Auseinandersetzung mit Zeit im musikalischen Sinne: Welche Art von Zeitlichkeit ermöglicht Musik und welche neuen Perspektiven ermöglichen unkonventionelle Aufführungspraktiken? Welche klanglichen oder musikalischen Rituale – Wiederholungen, Stille, Langsamkeit – können die lineare Zeitlichkeit kapitalistischer Betriebsweisen unterbrechen? Das Festival nähert sich diesen Fragen gemeinsam mit lokalen und internationalen Komponistinnen, Klangkünstlern und Denkerinnen. Im Fokus dieser Ausgabe stehen südostasiatische Musiktraditionen. Nichtwestliche Künstler sind eingeladen die kanonische Musikgeschichte zu hinterfragen und Raum für kollektive Ideen, Fürsorge und Verantwortung zu öffnen.

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Resonant Roots (AT)

Ceija Stojka, Ohne Titel, 2011, Mischtechnik auf Papier, 29,5 × 42 cm, Nachlass Ceija Stojka, Foto: Stiftung Kai Dikhas

Die Akademie der Künste präsentiert ab Herbst 2027 gemeinsam mit dem Roma Institute for Arts and Culture und weiteren internationalen Partnern das Ausstellungs- und Forschungsprojekt “Resonant Roots” (AT). Das Projekt untersucht den Einfluss der Kunst von Sinti*zze und Rom*nja auf die moderne und zeitgenössische Kunst und Kultur in Europa. Archivmaterial wird hierfür neu interpretiert und künstlerische Werke von u. a. Małgorzata Mirga-Tas, Selma Selman und Daniel Baker in Dialog gebracht mit Nicht-Rom*nja-Künstler*innen und ausgewählten Positionen aus der Sammlung der Akademie der Künste, darunter Rebacca Horn und Hito Steyerl.

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120 Jahre Internationaler Sozialist*innenkongress

Platz mit historischn Gebäuden und Denkmal, davor Banner mit Slogan Warum so viel Ungleichheit
Sozialist*innenkongress. Schlossplatz Stuttgart. Credits: MIL M2

Wie kann Kunst heute noch eine andere Welt erträumen? Im Frühjahr 2027 veranstaltet das Theater Rampe zu diesem Thema ein Lecture-Performance-Festival auf sechs Bühnen im Stadtraum von Stuttgart. Gemeinsam mit Kultureinrichtungen wie dem Literaturhaus Stuttgart oder der Akademie Schloss Solitude will das Festival künstlerisch erproben, wie sich emanzipatorische Ideen heute neu formulieren lassen. Eingeladen sind Künstlerinnen wie der Theatermacher Rabih Mroué, die Dramatikerin und Performerin Nicoleta Esinencu oder der Choreograf und Performer Michael Turinsky. In künstlerisch-poetischen Beiträgen entwickeln sie neue Erzählungen zu Solidarität, Gleichberechtigung, Pazifismus oder globaler Gerechtigkeit. In kritischer Abgrenzung zu kommunistischer Gewaltherrschaft knüpfen die Lesungen und Performances an Werte und Themen des historischen Internationalen Sozialistenkongresses an, der 1907 ebenfalls in Stuttgart stattfand.

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Dance is a Mother

Tanz in einem Ballsaal
Credits: Carolin Windel

Das Festival „Dance is a Mother“ rückt zwischen Sommer 2026 und Herbst 2027 auf Kampnagel internationale Tanzstile der Hip-Hop- und Club-Dance-Kulturen ins Zentrum. Das Projekt untersucht diese Stile nicht nur als neue, junge Phänomene in urbanen Zentren, sondern als Wissens- und Bewegungskulturen mit langen Traditionen beispielsweise in der afrikanischen Diaspora. Es zeigt Ausschlussmechanismen in der Tanzgeschichte auf und beleuchtet ihre Entstehungsgeschichten in widerständigen, gemeinschaftsgetragenen Kontexten: im Widerstand gegen Unterdrückung, Rassismus, Queer- und Transfeindlichkeit sowie Marginalisierung. Erstmals wird mit der „German Ballroom Conference“ ein Impuls für den Aufbau selbstorganisierter Strukturen und den Diskurs innerhalb der deutschen Ballroom-Community gesetzt.

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Tor zur Welt – Wie wir unsere Zukunft zurückgewinnen

Teaterbühne mit verschiedenen Requisiten, darunter ein Sessel und ein Tisch
Theater Magdeburg: Tor zur Welt.  Credits: Nilz Böhme

Mit TOR ZUR WELT entsteht am Theater Magdeburg ein groß angelegtes Musiktheater, das die Stadtgesellschaft einbindet. Hundert Jahre nach der weltweit renommierten Deutschen Theaterausstellung, die Magdeburg 1927 als einen Ort des Aufbruchs präsentierte, wird hier Zukunft als etwas verhandelt, das sich im Tun zeigt. Eine besondere Bedeutung kommt Perspektiven der jungen Generation zu. Die grundlegenden Impulse und Inhalte kommen aus künstlerischen Laboren mit Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 16 Jahren zum Thema „Die Moderne oder Wie wir die Zukunft zurückgewinnen“. Davon ausgehend entwickeln professionelle Ensemblemitglieder aus allen Sparten im Dialog mit der Stadtbevölkerung eine Inszenierung. Neben den professionellen Künstlerinnen und Künstlern gestaltet ein Ensemble aus Bürgern der Stadt Magdeburg den künstlerischen Prozess aktiv mit. Vereine, Initiativen, Chöre, migrantische Zusammenschlüsse oder soziale Einrichtungen werden gezielt eingebunden.

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Worst Case Scenarios (AT)

detaillierte Wandkarte zeigt Teile von Algerien und Mali in Westafrika, eine Hand zeigt darauf
Worst Case Scenarios.  Credits: Rimini Protokoll

„Worst Case Scenarios“ (AT) ist eine szenische Installation über die Arbeit von NGOs in internationalen Kriegs- und Krisengebieten, die Rimini Protokoll gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus dem Feld entwickelt und im Sommer 2027 auf die Bühne bringt. Das Publikum wird dabei selbst Teil der Inszenierung und erlebt die Praxis humanitärer Hilfsarbeit und ihre Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven. Nach der Uraufführung im Schauspielhaus Wien sind Gastspiele im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst in Berlin und dem Theater Rampe in Stuttgart geplant.

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Verpiss dich nach Berlin! – Rechtsextremismus an Europas Schulen (AT)

abstraktes Kunstmotiv: Schwarzes Kreuz vor rotem Hintergrund
Verpiss dich nach Berlin.  Credits: Luise Schumann

An vielen Schulen in Deutschland nimmt rechtsextreme Gewalt zu. Lehrkräfte werden eingeschüchtert und bedroht, junge Menschen gezielt umworben. Das Theater der Jungen Welt greift dieses Thema gemeinsam mit dem ungarischen Örkeny-Theater und dem niederländischen Theater Artemis im Rahmen einer europäischen Theater-Kooperation auf. Die drei Theater werden im Jahr 2027 an ihren drei Häusern in Ungarn, den Niederlanden und Deutschland jeweils eine Theaterproduktionen für junges Publikum entwickeln. Die drei Stücke sollen im Frühjahr 2028 zu einem gemeinsamen Festival in Leipzig zusammenkommen und sich langfristig in den Spielplänen der jeweiligen Theater verankern. Die Inszenierung in Leipzig wird erstmals die Intendantin Miriam Tscholl übernehmen. Als Gründerin der Bürgerbühne Dresden besitzt sie langjährige Erfahrung darin, die Themen junger Menschen feinfühlig und überzeugend für die Bühne zu gestalten.

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Mitglieder der Jury

Über die in der Allgemeinen Förderung eingehenden Anträge entscheidet zweimal jährlich eine unabhängige Fachjury.