Bitte kontaktieren Sie uns

Absage von geförderten Veranstaltungen oder Unterbrechung von Projekten wegen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus – was gilt derzeit?

Zunächst: Bitte kontaktieren Sie uns, wenn in diesen Wochen Probleme in Ihrem Förderprojekt entstehen. Wir sind weitgehend erreichbar und versuchen, gemeinsam mit Ihnen Lösungen zu finden, zu den jeweiligen Ansprechpersonen gelangen Sie hier. Vielleicht finden Sie auf dieser Seite bereits einige Hinweise, die Ihnen weiterhelfen. Gleichzeitig bitten wir um Verständnis, dass sich unsere Antworten im Rahmen des Zuwendungsrechts bewegen. Wir wissen, dass die Kulturszene mit existentiellen Schwierigkeiten kämpft, die sich nur über soziale Hilfsmaßnahmen zum Teil auffangen lassen. Projektförderung kann dies nicht leisten.

Ausgaben laufender Projekte

Auch wenn vorgesehene Veranstaltungen nicht stattfinden können, sind die bis zu einer möglichen Absage oder Terminverschiebung entstanden Kosten zuwendungsfähig. Laufende Projekte können die bisher angefallenen Ausgaben im Rahmen der Fehlbedarfsfinanzierung grundsätzlich geltend machen.

Projektänderungen

Bestehende Projektförderungen können – falls möglich - durch Änderungen an die neue Situation angepasst werden. Das kann z.B. durch Terminverschiebungen oder das Einsetzen von digitalen Formaten geschehen.

Absagen, Teilabsagen und Ersatz durch andere Formate sind vertragsrelevante Projektänderungen. Welche Änderungen inhaltlich, organisatorisch und technisch möglich sind, entscheiden zunächst Sie als Projektträger. In einem zweiten Schritt informieren Sie die Kulturstiftung des Bundes schriftlich über die beabsichtigten Maßnahmen und den veränderten Kosten- und Finanzierungsplan. Wir werden alle Ermessensspielräume nutzen, um in diesen Zeiten Projektänderungen zu ermöglichen.

Ausfallhonorare sind grundsätzlich möglich

Auf Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ist nun unter bestimmten Bedingungen die Zahlung von Ausfallhonoraren für Künstlerinnen und Künstler möglich, deren Auftritte wegen der Coronakrise hinfällig wurden (Zur Pressemitteilung der Kulturstaatsministerin vom 29.4.2020). Diese Regelungen gelten auch für von Einschränkungen Betroffene durch den Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 28. Oktober 2020, sofern Vereinbarungen zwischen Förderempfänger und Dritten bis zum Stichtag 28. Oktober 2020 geschlossen wurden. Zusätzlich müssen Förderempfänger eine schriftliche Erklärung vorlegen, in der die betroffenen Künstlerinnen und Künstler eine Überkompensation durch Erhalt sonstiger Ausgleichszahlungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ausschließen.

Wir bitten davon betroffene Förderempfänger der Kulturstiftung des Bundes, sich für weitere Informationen an ihre zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Stiftung zu wenden.

Geänderter Mehrwertsteuersatz – Hinweise zur Projektabrechnung

Die Bundesregierung hat als Konjunkturhilfe in der Coronakrise die vorübergehende Senkung des Mehrwertsteuersatzes ab 1. Juli 2020 beschlossen. Wegen der Kürze der Übergangsfrist haben viele Buchungsportale, Geschäfte und Dienstleister ihr Rechnungswesen noch nicht umgestellt. Bitte beachten Sie, dass ein fälschlicherweise überhöhter Mehrwertsteuersatz nicht zuwendungsfähig ist. Zuwendungsfähig sind nur die gesetzlich vorgesehenen Steuern. Siehe dazu unser Merkblatt "Aktuelle Hinweise zur Mehrwertsteuer" von Juni 2020.

Vergaberecht – Aktuelle Hinweise zur Vergabe öffentlicher Aufträge

Coronabedingt ermöglicht die Kulturstiftung des Bundes befristet bis zum 31. Dezember 2021 Erleichterungen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge. Informationen hierzu finden Sie in unserem Hinweisblatt

Weitere wichtige Links

Zu den Maßnahmen der Bundesregierung und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

"Corona versus Kultur" - zum Newsletter des Deutschen Kulturrates

BMWi - Öffentliche Aufträge und Vergabe - Handlungsleitlinien COVID-19