10.12.2015 - Pressemitteilung der Kulturstiftung des Bundes

37 Mio. Euro für neue Programme und Förderprojekte


Pressemitteilung der Kulturstiftung des Bundes

Kulturstiftung des Bundes investiert 37 Mio. Euro in neue Programme und Förderprojekte


Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Monika Grütters verabschiedete auf seiner heutigen Sitzung neue Vorhaben der Stiftung für insgesamt knapp 37 (36.975.000) Mio. Euro.
 

16,5 Mio. Euro für „Bauhaus 2019“

Aus der Geschichte der Moderne sticht das Bauhaus als Solitär heraus, weil es ein weitreichendes Modell für außerordentlich offene Bildungs- und Produktionsprozesse darstellte. 2019 begeht Deutschland mit Partnern in aller Welt das 100. Gründungsjubiläum des Bauhaus. Damals wie heute lauten die brisanten Fragen: Welche Rolle spielen Kunst und Kultur, um die schöpferischen Kräfte von Individuen freizusetzen und die Gesellschaft gemeinsam zu gestalten? Welche Lebensformen können auf die gegenwärtigen Herausforderungen reagieren? Wie wollen wir in Zukunft das Zusammenleben gestalten? In welchen Häusern? In welchen Städten?

Aus Anlass des 100jährigen Bestehens des Bauhaus fördert die Kulturstiftung des Bundes ab 2016 ein umfang- und facettenreiches Gesamtprogramm, in dem das historische Erbe, die internationale Wirkung und die zeitgenössische Relevanz des Bauhaus bundesweit zur Geltung kommen sollen. Neben großen Jubiläumsschauen an den sammlungsführenden Bauhaus-Institutionen in Weimar, Dessau und Berlin fördert die Kulturstiftung des Bundes mit Bauhaus Agenten ein mehrjähriges Vermittlungsprogramm für die neuen Bauhausmuseen und richtet den Fonds Bauhaus heute ein, in dem ab 2016 internationale Projekte zur Aktualität der Ideen und Methoden des historischen Bauhaus auf Antrag gefördert werden können.

Eigens aus Anlass des Bauhaus-Jubiläums haben sich bisher neun Bundesländer zum Bauhaus-Verbund zusammengeschlossen, der neben einer Eröffnungs-Festwoche in Berlin deutschlandweit aktuell 14 große Ausstellungsvorhaben plant und koordiniert, die darstellen, wo und wie das Bauhaus Architektur, Städteplanung, Typografie, Gestaltung, Fotografie, Tanz u.v.m. geprägt hat. Das Bauhaus-Jubiläum soll mit dem Programm „Bauhaus 2019“ zu einem Ereignis von nationaler Strahlkraft avancieren, welches das Bauhaus als Erfolgsgeschichte für die internationale Wirkungsgeschichte der Moderne würdigt. Mehr Informationen finden Sie hier.
 

13,5 Mio. Euro für „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“

Anhand von vier Modellregionen in Südniedersachsen, dem Oderbruch, der Saarpfalz und der Schwäbischen Alb sollen Konzepte für eine Transformation der kulturellen Infrastruktur in ländlichen Gebieten entwickelt und umgesetzt werden, die auf den dortigen demografischen Wandel reagieren. Dabei geht es nicht allein darum, möglichst viele Einrichtungen zu bewahren, sondern sie vor allem unter den aktuellen Bedingungen zukunftsfähig zu machen: Wie soll ein attraktives Kulturangebot für die Region in Zukunft aussehen und auf wen muss es zugeschnitten werden? Wie kann es anders organisiert werden? Gefördert werden Projekte und künstlerische Ansätze mit Pionierfunktion, die neue Wege kultureller Produktion aufzeigen können.

Neben der Umsetzung von konkreten Projekten in den Modellregionen will das TRAFO-Programm exemplarische Erfahrungen sammeln und auf ihre Übertragbarkeit hin prüfen, um so eine weitreichende Debatte um die kulturellen Ressourcen in strukturell marginalisierten Gebieten anzustoßen: Wie können sich Institutionen neu erfinden? Wie gelingt die Bürgerorientierung? Wie können sich kommunale Angebote ergänzen und welche Allianzen zwischen Kultur, Politik und Verwaltung können gebildet werden? TRAFO ist zunächst auf fünf Jahre hin angelegt.
 

Verlängerung: transmediale erhält bis 2022 jährlich 450.000 Euro 

Die transmediale berlin unter der aktuellen Leitung von Kristoffer Gansing ist das größte internationale Festival für Medienkunst in Deutschland und beschäftigt sich in Ausstellungen und Konferenzen mit den sozialen und ästhetischen Dimensionen neuer Technologien. Die Kulturstiftung des Bundes fördert die transmediale seit 2004 als einen ihrer kulturellen Leuchttürme. Mit den nunmehr bereitgestellten 2,25 Mio. Euro behält die transmediale Planungssicherheit für weitere fünf Jahre.
 

155.000 Euro für die Ausstellung „Homosexualität_en“ in Münster 

Vor dem Hintergrund des enormen Erfolgs der Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin und dem Schwulen Museum (ca. 60.000 Besucher Juni – Dezember 2015) hat das LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster Interesse an einer Übernahme der Ausstellung im Jahr 2016 bekundet. Die Folgeausstellung in Münster wird wiederum gemeinsam von der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder gefördert.
 

4,57 Mio. Euro für 30 neue Projekte in der allgemeinen Projektförderung 

Im Rahmen der antragsgebundenen allgemeinen Projektförderung empfahl die interdisziplinäre Jury auf ihrer jüngsten Sitzung im Oktober 2015 30 Projekte aus allen Sparten mit einem Förderumfang von 4,57 Mio. Euro. Informationen zu allen Projekten finden Sie hier.

Kontakt

Friederike Tappe-Hornbostel

Leitung KommunikationKulturstiftung des BundesFranckeplatz 206110 Halle (Saale)
Tel: 49 (0)345 2997 120Fax: 49 (0)345 2997 333E-Mail