11.11.2025 - Pressemitteilung der Kulturstiftung des Bundes„enter - Junge Kulturregion Chemnitz” geht in die heiße Phase

Ende November endet das Programm der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025, gleichzeitig nimmt das Programm „enter – Junge Kulturregion Chemnitz“ der Kulturstiftung des Bundes Fahrt auf: Am 15. November besuchen der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer und Katarzyna Wielga-Skolimowska, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes den ersten Wanderspace in Aue Bad-Schlema gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz, Sven Schulze und Henrich Kohl, Oberbürgermeister von Aue Bad-Schlema. Den Wanderspace können junge Menschen seit Ende Oktober mit ihren eigenen Ideen gestalten.

Der Wanderspace

Im Rahmen von „enter“ zieht der Wanderspace als mobiler Raum für junge Leute durch die Region. Die von Designern umgebauten und mit digitaler Technik ausgestatteten Seecontainer machen in den Jahren 2025 bis 2027 an bis zu sechs Orten für mehrere Monate Station. Sie bieten Raum für Ideen und künstlerische Experimente – ob als temporäre Bühne, offene Werkstatt, gemeinschaftliches Gewächshaus, Bandraum oder DJ-Akademie. Der Wanderspace bietet jungen Leuten die Möglichkeit, ihre Projekte selbstorganisiert umzusetzen. Professionell unterstützt werden sie dabei von Expert*innen und Künstler*innen von Fabmobil e.V. Nach Aue Bad-Schlema geht es im Frühjahr 2026 weiter nach Burgstädt.

Anlässlich des Besuchs betont Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen: „Es ist ein großes Glück für unsere Region, dass die Kulturstiftung des Bundes den Impuls der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 aufgreift und sie jetzt verstärkt in die ländlichen Räume Südwestsachsens trägt. Mit dem Programm ‚enter‘ öffnet sich jungen Menschen ein Raum, in dem sie sich kreativ entfalten und ihre eigenen Ideen einbringen können – etwas, das ihnen sonst oft fehlt. Im Austausch mit Gleichaltrigen aus ganz Europa entstehen neue Perspektiven und Freundschaften. So erfahren sie, dass ihre Stimme zählt und ihr Tun etwas bewirken kann. Das stärkt Zuversicht und Verbundenheit – und macht Mut, die Zukunft hier in der Region mitzugestalten.“

Katarzyna Wielga-Skolimowska, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes: „Die Kulturstiftung des Bundes engagiert sich seit vielen Jahren für Kultur in ländlichen Räumen. Exzellente Kunst entsteht nicht nur in großen Metropolen. Deswegen war es für uns klar, dass wir die Dynamik aus der Kulturhauptstadt Chemnitz für die Zukunft von Stadt und Region nutzen wollen. Mit ,enter‘ nehmen wir vor allem junge Menschen in den Blick. Ich habe großes Vertrauen in die beiden Initiatoren des ersten Wanderspaces in Aue-Bad Schlema, dass sie diesen zu einem lebendigen Treffpunkt machen, in dem sich alle willkommen fühlen. Unsere Rolle besteht darin, den Rahmen und die Unterstützung durch Künstlerinnen und Künstler zu ermöglichen – denn an guten Ideen mangelt es in ländlichen Räumen keineswegs. Wir hoffen, dass sich dieser und die kommenden Wanderspaces zu dauerhaften Begegnungsorten entfalten, die im besten Sinne ein Eigenleben entwickeln und bundesweit als Modell zum Nachahmen dienen können."

Zukunftsprojekte in Chemnitz

Auch in Chemnitz startet „enter“ durch: Zusammen mit so genannten Zukunftskurator*innen entwickeln junge Menschen bis zu 15 Kunst- und Kulturprojekte und setzen diese mit Kultur- und Bildungseinrichtungen, Vereinen und Künstler*innen bis 2029 um. Konzipiert sind die Zukunftsprojekte von Spinnerei e.V. Nach dem offiziellen Ende des Kulturhauptstadtprogramms am 29. November wird Create.U, das junge Team der Kulturhauptstadt, am 30. November im Atomino (externer Link, öffnet neues Fenster) symbolisch den Staffelstab an das enter-Team weiterreichen.

Über „enter – Junge Kulturregion Chemnitz“

Das Programm „enter – Junge Kulturregion Chemnitz“ der Kulturstiftung des Bundes ermöglicht jungen Menschen in Chemnitz und Umland, ihre Stadt und ihr Lebensumfeld selbst kreativ zu gestalten. „enter“ öffnet mit dem Wanderspace und im Rahmen der Zukunftsprojekte in Chemnitz Räume zum Experimentieren und für kulturelle Ideen. Mit „enter“ ergänzt die Kulturstiftung des Bundes die Aktivitäten der Kulturhauptstadt Chemnitz und verlängert ihre Wirkung bis 2029. „enter“ ist damit Teil der Legacy der Kulturhauptstadt Chemnitz. Die Kulturstiftung fördert „enter“ mit knapp 7 Millionen Euro, um zu erproben, wie kulturelle Aktivitäten den sozialen Zusammenhalt stärken und den Dialog zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen fördern können – insbesondere mit Blick auf die spezifischen Herausforderungen, vor denen zahlreichen Orte und Regionen in Deutschland aktuell stehen.

enter - Junge Kulturregion Chemnitz ist ein Programm von Spinnerei e.V. und Fabmobil e.V., initiiert und gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von dem Beauftragten für Kultur und Medien. Die enter – Akademie wird gefördert von der DROSOS STIFTUNG im Rahmen des Programms enter – Junge Kulturregion Chemnitz.

Weitere Informationen und Veranstaltungen finden Sie direkt unter www.enter-kulturregion.de (externer Link, öffnet neues Fenster).

Für Auskünfte und Interviewanfragen wenden Sie sich gern an uns. Kostenfreies Bildmaterial zum Wanderspace in Aue Bad-Schlema finden Sie unter Pressebilder.


Über Spinnerei e.V.
Der gemeinnützige Spinnerei e.V. ist seit 2014 Initiator, Projektleiter und Partner von kulturellen und soziokulturellen Projekten in Chemnitz. Der Verein möchte durch sein Wirken gesellschaftliche Herausforderungen aufgreifen und Handlungs- und Lösungsansätze mit Hilfe künstlerischer Aktivitäten entwickeln. Es ist dem Verein ein großes Anliegen interdisziplinär zu arbeiten, indem die Bereiche (bildende) Kunst, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft gezielt verknüpft werden. Synergieeffekte sollen zukunftsweisende Modelle hervorbringen, welche die Kulturregion Chemnitz überregional fördern und nachhaltig stärken. www.spinnerei-verein.de

Über Fabmobil e.V.
Der gemeinnützige Fabmobil e.V. betreibt seit 2017 das Fabmobil. Dieser zur Kunst- und Digitalwerkstatt umgebaute Doppeldeckerbus fährt täglich durch die ländlichen Räume Sachsens und bringt Kreativtechnologie und kritisches Digitalisierungswissen direkt zu Schulen und soziokulturellen Zentren fernab der Metropolregionen. Das durch den Freistaat Sachsen geförderte Fabmobil ist ein bundesweites Modellprojekt und wurde vielfältig ausgezeichnet. Zur Etablierung jugendlicher und nicht-urbaner Perspektiven auf Digitalisierung hat der Fabmobil e.V. 2020 das Lokallabore Netzwerk gegründet, in dem sich aktuell sechs kleine Digitalwerkstätten im ländlichen Sachsen organisieren. www.fabmobil.org

6 Jugendliche und Kinder ins Gespräch vertieft vor einem Tisch mit Rechnern, digitaler Technik und Bastelmaterial.Foto: Sabine Boger
Eröffnung des ersten “enter Wanderspace” in Aue Bad-Schlema. Foto: Sabine Boger
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