Kulturstiftung des Bundes: News https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/ Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. de Copyright 2022 Kulturstiftung des Bundes Sat, 24 Sep 2022 18:01:22 +0200 Sat, 24 Sep 2022 18:01:22 +0200 TYPO3 Kulturstiftung des Bundes: News https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/typo3conf/ext/cb_cosmobase/Resources/Public/Images/logos/logo-rss.png https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/ 141 57 Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. news-112 Fri, 29 Jul 2022 12:23:36 +0200 Künstlerische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern  https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=112&cHash=4c9e06f9864170acc0806d8135e90c8a Kulturstiftung des Bundes unterstützt 12 neue künstlerische Kooperationen im Fonds TURN2 mit 1,7 Mio. Euro  die Jury des Fonds TURN2 hat Ende Juni zwölf neue künstlerische Kooperationsprojekte zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern mit einer Fördersumme von 1,7 Mio. Euro ausgewählt. Daran beteiligt sind 20 Partnereinrichtungen aus 13 afrikanischen Ländern. Insgesamt erhöht sich die Zahl aller seit 2012 im Programm geförderten Kooperationen auf 122 Projekte.  

Die in der aktuellen, vorerst letzten Runde geförderten Projekte entwickeln Vorhaben in den Sparten Bildende Kunst, Musik, Theater sowie Musiktheater. Ein Großteil sind interdisziplinäre künstlerische Forschungsprojekte, die mit verschiedenen Formaten arbeiten. Sie greifen virulente gesellschaftliche und kulturpolitische Diskurse über dekoloniale Wissenspraktiken und Geschichtsnarrative, Erinnerungskultur und Restitution auf. Vor dem Horizont des politischen Zusammenhangs von Ökologie und Antikolonialismus wird zudem das Verhältnis des Menschen zur Natur neu beleuchtet.  

Die Projekte sind inhaltlich so vielfältig wie spezifisch: Ein Vorhaben stellt beispielsweise Bezüge zwischen dem schlesischen Weber-Aufstand 1844 und dem burundischen Abadasigani-Aufstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts her. Ein anderes spürt dem Leben von Migrantinnen aus den sogenannten sozialistischen Bruderländern wie Ghana, Mosambik und Kuba in der DDR nach. Bibliotheken in Bamako, Dakar, Abidjan, Algier und Berlin verwandeln sich für ein weiteres Projekt in multisensorische Forschungsstätten für die internationale Zirkulation von Wissen.  

 Die neuen Projekte und ihre Partner im Überblick: 

  • „Talking About Silence“ – Theaterprojekt des HELIOS Theater in Hamm und des Ishyo Arts Centre in Kigali (Ruanda) 
  • „Oscillations“ – Klang- und Hörkunstprojekt der Akademie der Künste in Berlin, des Centre for Humanities Research an der University of the Western Cape in Kapstadt (Südafrika) und des DeutschlandRadio Kultur  
  •  “Transfer(s)” – Ausstellung der Kunsthalle Osnabrück und des Savannah Centre for Contemporary Art in Tamale (Ghana)
  • “Sound Lab for Fluid Ways of Knowing” – Sound Labs von all2gethernow, dem Brecht-Festival in Augsburg und The Art Concept in Accra (Ghana) 
  • “Echos der Brüderlander” – künstlerisches Forschungs- und Ausstellungsprojekt des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin, der Foundation for Contemporary Art in Accra (Ghana), des Savannah Centre for Contemporary Art in Tamale (Ghana), Mbenga – Artes & Reflexōes in Maputo (Mosambik), Hanoi Ad Hoc in Hanoi (Vietnam) und anderen
  • “Soil Conversations” – Ausstellungsprojekt der Galerie im Körnerpark in Berlin, des Bubblegum Club in Johannesburg und der Johannesburg Art Gallery (Südafrika)
  • “Dancing Instruments” – Performance Festival von Come in Tent / Crossings in Hamburg, des Museum am Rothenbaum in Hamburg und des Munyama Art Centre in Windhoek (Namibia)
  • “The Ingabo – A night to fall” – Musiktheaterprojekt von Kommen & Gehen – Das Sechsstädtebund-Festival in der Oberlausitz und von Umunyinya in Bujumbura (Burundi) 
  • “When The Jackal Leaves The Sun: Decentering Restitution | Pedagogies of Repossession” – interdisziplinäres künstlerisches Forschungs- und Ausstellungsprojekt der District*School Without Center in Berlin, des Soma Collective in Dar Es Salaam (Tansania), des Wali Chafu Collective in Nairobi (Kenia) und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 
  • “The Roots of Our Hands Deep as Revolt” – interdisziplinäres Ausstellungs- und Publikationsprojekt des Nyabinghi Lab in Berlin und KENU – Lab'Oratoire des Imaginaires in Dakar (Senegal)
  • “In the Inner Bark of Trees” – Bibliotheks- und Ausstellungsprojekt des Archive Kabinett in Berlin, Rencontres de Bamako (Mali), AWU Radio and Women's Library in Dakar (Senegal), Editions Motif in Algiers (Algerien), Le 18 Derb el Ferrane in Marrakesch (Marokko), 1949books in Abidjan (Elfenbeinküste), LoCa in Livingstone (Sambia) und Iniva in London (UK) 
     

Bereits seit einem Jahrzehnt fördert der Fonds TURN bzw. sein Nachfolger TURN2 künstlerische Kooperationen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern. Das Programm hat unzählige Kulturinstitutionen, renommierte wie aufstrebende Künstlerinnen und Künstler interkontinental vernetzt und in einen produktiven nachhaltigen Austausch gebracht. Sein langjähriger Erfolg in Deutschland und den Partnerländern beruht nicht zuletzt darauf, neue Impulse für die Bedingungen und Möglichkeiten fairer internationaler Zusammenarbeit entwickelt zu haben.  

Weitere Informationen zum Programm TURN2 finden Sie auf unserer Website www.kulturstiftung-des-bundes.de/turn2 (externer Link, öffnet neues Fenster) und in den sozialen Medien unter #FondsTurn2.

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news-111 Tue, 05 Jul 2022 10:50:05 +0200 Stiftungsrat verabschiedet neue Programme und Projekte der Kulturstiftung des Bundes https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=111&cHash=6b693d829e62f1ee35ef47457b247810 Kulturstiftung des Bundes mit bundesweitem Programm zu inklusiver Kunstpraxis und einer Initiative zur Kolonialgeschichte der Stadt Hamburg Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Claudia Roth bewilligte auf seiner gestrigen Sitzung neue Vorhaben der Kulturstiftung im Gesamtumfang von 8,7 Mio. Euro:

  • Der Soforthilfe-Fonds für ukrainische Kulturakteure, den das Goethe-Institut und die Kulturstiftung des Bundes gemeinsam im Frühjahr 2022 initiiert hatten, wird fortgeführt und um 800.000 Euro aufgestockt. Die Kulturstiftung beteiligt sich mit 400.000 Euro. Darüber hinaus starten das Goethe-Institut und die Kulturstiftung des Bundes einen zusätzlichen Soforthilfe-Fonds für belarussische und russische Kulturakteure mit Mitteln in Höhe von 200.000 Euro, zu denen das Goethe-Institut und die Kulturstiftung jeweils 100.000 Euro im Jahr 2022 beitragen. Der Fonds richtet sich an Künstlerinnen und Künstler aus Belarus und Russland, die wegen der Verurteilung des russischen Angriffskriegs politische Verfolgung riskieren und ihr jeweiliges Land zeitweise oder auf Dauer verlassen mussten. Die Mittel stellt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zusätzlich zur regulären Förderung der Kulturstiftung zur Verfügung.
  • Mit 3,9 Mio. Euro wurde Inklusion (AT), ein neues Programm für inklusive Kunstpraxis ausgestattet, das mit dem Ziel der Chancengleichheit für Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen verbesserte Zugangs- und Arbeitsbedingungen in Kulturinstitutionen schaffen soll. Gleichzeitig sollen bundesweit Kultureinrichtungen darin bestärkt werden, inklusiv zu arbeiten, künstlerisches Personal mit Behinderungen einzustellen und darin Chancen für künstlerische Innovationen zu entdecken. Das Programm besteht aus drei Modulen: einem Netzwerk für inklusive Theaterkooperationen mit dreijährigen Tandempartnerschaften zwischen Stadttheatern und inklusiven Theater- und Performancegruppen; einem Mentoring-Programm für Disabled Leadership; der Einrichtung eines Mobilen Beratungsteams, das in Akademien positive Beispiele sammelt und vermittelt sowie Weiterbildungen organisiert. Insgesamt geht es darum, inklusive Programmarbeit in der Kultur und ihre Wahrnehmung in Politik und Öffentlichkeit zu stärken.
  • Die Hansestadt Hamburg war ein Knotenpunkt wilhelminischer Kolonialpolitik. Mit der Initiative zur Aufarbeitung der kolonialen Geschichte (AT) will die Stiftung Historische Museen zusammen mit Kulturinstitutionen und der Freien Szene die noch immer gegenwärtigen Spuren und Einschreibungen der Kolonialgeschichte im öffentlichen Raum der Hafenstadt in zeitgenössischen künstlerischen und diskursiven Formaten thematisieren. Ein breites Spektrum der Stadtgesellschaft soll aktiv in die Aufarbeitung des Kolonialismus und seiner Folgen für die Gegenwart einbezogen werden. Die Kulturstiftung des Bundes beteiligt sich an der Initiative mit 500.000 Euro und erweitert damit ihren Förderschwerpunkt Dekolonialisierung.

Die interdisziplinäre Jury der Allgemeinen Projektförderung (externer Link, öffnet neues Fenster) empfahl auf ihrer jüngsten Sitzung 21 neue Projekte (externer Link, öffnet neues Fenster). Die Fördersumme beträgt insgesamt 3,8 Mio. Euro.

Gefördert werden u. a. die Ausstellung „The Great Repair (externer Link, öffnet neues Fenster)“ in der Akademie der Künste in Berlin zu Reparatur als neuem Gestaltungsparadigma in Architektur und Städteplanung; die Retrospektive „Rosemarie Trockel (externer Link, öffnet neues Fenster)“ im Museum MMK für Moderne Kunst Frankfurt zum vielschichtigen Werk der Medienkünstlerin und Feministin; das transdisziplinäre Festival „SINNE (externer Link, öffnet neues Fenster)“ im BIOTOPIA-Naturkundemuseum in München zur Sinneswahrnehmung von Menschen und anderen Lebewesen; das internationale Festival „Archival Assembly #2 (externer Link, öffnet neues Fenster)“ des Arsenal – Institut für Film und Videokunst in Berlin zu Archivmaterial im Kontext von Kolonial- und Migrationsgeschichte; Stefan Puchers Neuinterpretation von Shakespeares Tragödie „CAESAR (externer Link, öffnet neues Fenster)“ im Rahmen des Lausitz-Festivals in Weißwasser zur Poesie des Umbruchs; das transdisziplinäre Projekt „Shift (externer Link, öffnet neues Fenster)“ des Museum Marta Herford und des Kunstmuseum Stuttgart zu Kunst, KI und Fragen des zukünftigen Zusammenlebens; das spartenübergreifende Outdoor-Festival „Die Hängenden Gärten der Oberlandstraße (externer Link, öffnet neues Fenster)“ mit Kunstschaffenden u. a. aus Syrien, Irak, Iran, Armenien und Afghanistan; und die Musiktheaterinszenierung „Passion :SPIEL (externer Link, öffnet neues Fenster)“ im E-Werk des Deutschen Nationaltheater Weimar mit Neuer Musik, Pop und Elektro für junges Publikum.

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news-110 Mon, 04 Jul 2022 16:00:17 +0200 Katarzyna Wielga-Skolimowska wird neue Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=110&cHash=9e02e0e9feec2b4f2da2c857b45a7848 Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes hat Katarzyna Wielga-Skolimowska zur neuen Künstlerischen Direktorin benannt. Sie wird das Amt im Herbst 2022 als Nachfolgerin von Hortensia Völckers übernehmen. Die Stiftungsratsvorsitzende, Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Mit Katarzyna Wielga-Skolimowska haben wir eine international erfahrene und kuratorisch versierte Kulturmanagerin für die Kulturstiftung des Bundes gewonnen. Aufgrund ihres besonderen Interesses für interdisziplinäre Modellprojekte und unterrepräsentierte Perspektiven wird sie wichtige gesellschaftspolitische Impulse an der Spitze einer der größten öffentlich geförderten Kulturstiftungen Europas setzen. Katarzyna Wielga-Skolimowska hat die Findungskommission mit ihrem breiten Wissen über die Kulturproduktion unterschiedlichster Kulturräume und Sparten beeindruckt. Dabei zeigt sie stets eine tief verwurzelte, empathische Zuneigung zu den Künstlerinnen und Künstlern. Bei ihrer neuen Aufgabe greift sie auf einen reichen, international geprägten Erfahrungsschatz zurück. Daher bin ich überzeugt, dass Katarzyna Wielga-Skolimowska an die großen Erfolge von Hortensia Völckers anknüpfen wird.“

Hortensia Völckers, amtierende Künstlerische Direktorin und ihre Vorstandskollegin, Verwaltungsdirektorin Kirsten Haß, freuen sich über die Wahl: „Mit der Berufung von Katarzyna Wielga-Skolimowska ist ein Coup gelungen: Sie bringt vielfältige Kenntnisse und Erfahrungen aus der internationalen Kulturarbeit und auf kulturpolitischem Parkett mit, ist mit der deutschen Kunst und Kultur bestens vertraut und kann darüber hinaus sowohl osteuropäische Perspektiven als auch die des Nahen Ostens zur Geltung bringen. Wir kennen sie als eine kluge und kooperative Kollegin mit künstlerisch exzellenten Programmideen. Für die Stiftung ist sie ein wahrer Glücksfall, deren Zukunft wir bei ihr in den besten Händen wissen. Gemeinsam mit unserem sechzigköpfigen Team heißen wir Katarzyna Wielga-Skolimowska herzlich willkommen.“

Katarzyna Wielga-Skolimowska wurde 1976 in Warschau geboren. Sie hat Theaterwissenschaften in Warschau studiert und ist derzeit Gründungsleiterin des Goethe-Instituts Saudi-Arabien. Zuvor war sie unter anderem Direktorin des Polnischen Instituts Berlin und hat in der Bundeszentrale für politische Bildung, im Nationalen Audiovisuellen Institut Warschau sowie im Adam Mickiewicz Institut Warschau gearbeitet. Sie verfügt über eine reiche kuratorische Erfahrung mit Stationen in Polen, Frankreich, Spanien, Israel, Ukraine, Tansania und zuletzt Saudi-Arabien. Dabei hat sie an zahlreichen Projekten, wie etwa der Gestaltung des Polnischen Jahres in Israel 2008-2009, mitgewirkt.

Beraten wurde der Stiftungsrat bei seiner Entscheidung durch eine Findungskommission unter Leitung der Stiftungsratsvorsitzenden, Staatsministerin Claudia Roth, und unter Beteiligung von Staatsminister Rainer Robra (Sachsen-Anhalt), Dr. Manuela Bauche (Freie Universität Berlin), Jagoda Marinić (Autorin), Dr. Matthias Mühling (Direktor Lenbachhaus München) und Prof. Dr. Dirk Messner (Präsident Umweltbundesamt Dessau), die sich einstimmig für Katarzyna Wielga-Skolimowska aussprachen.

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news-109 Tue, 26 Apr 2022 15:36:00 +0200 Tanzkongress 2022 – Sharing Potentials: Veröffentlichung des Programms https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=109&cHash=a1195e51fec7b9a3f2c1ca56fe2cac77 Das vollständige Programm der diesjährigen Ausgabe ist ab sofort auf der Website des Tanzkongress 2022 verfügbar. Vom 16. bis 19 Juni 2022 findet der Tanzkongress 2022 unter dem Motto „Sharing Potentials“ in Mainz statt. Heute stellte das Team um Programmleiter Honne Dohrmann und Dramaturgin Ingrida Gerbutavičiūtė das vollständige Veranstaltungsprogramm der Öffentlichkeit vor. In vielfältigen Formaten, die sich in 12 thematische Module gliedern, stehen der Austausch zwischen freier Szene und Repertoireensembles sowie die unterschiedlichen Arbeitsrealitäten von Tänzerinnen und Tänzern im Fokus.

Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes und Initiatorin des Tanzkongress: „Die diesjährige Ausgabe des Tanzkongress zeichnet sich durch eine bisher einmalige kuratorische Stimmenvielfalt aus. Besonders freue ich mich über die vielen jungen, kreativen Expertinnen und Experten aus der Tanzpraxis, die als Co-Kuratorinnen und -Kuratoren den Kongress mitgestalten, um die Zukunft des Tanzes und seiner Produktionsbedingungen zu diskutieren.“

Honne Dohrmann, Programmleiter Tanzkongress 2022 / Direktor von tanzmainz, und Ingrida Gerbutavičiūtė, Dramaturgin Tanzkongress 2022 / designierte Intendantin des tanzhaus nrw: „Sharing Potentials ist das Gebot der Stunde – überall dort, wo sich Netzwerke und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Austauschs bilden. Die Stärkung vielfältiger Ansätze zur Zusammenarbeit sowie die neuen Brücken zwischen Repertoiretheatern und freier Szene stehen im Mittelpunkt der diskursiven Formate. Auch das öffentliche künstlerische Programm haben wir aus demselben Grundgedanken abgeleitet. Mit dem Tanzkongress.NITEhotel schaffen wir zudem einen virtuellen Ort für Austausch, Begegnung und das Teilen von Potenzialen: Vieles, was auf dem Tanzkongress geschieht, findet einen direkten Weg in den virtuellen Raum, und auch die digitalen Besucher:innen können Spuren hinterlassen, kommentieren und sich selbst einbringen.“

In dreijährigem Turnus findet der Tanzkongress seit 2006 an wechselnden Aufführungsorten in Deutschland statt und hat sich zu einer der wichtigsten Veranstaltungen, Netzwerktreffen und Reflexionsstätten der deutschen Tanzszene entwickelt. Ausgangspunkt 2022 ist die besondere Arbeitsweise von tanzmainz, die – geprägt von einem neuen (Selbst-)Verständnis der Tänzerinnen und Tänzer – dem Ensemble Mit-Verantwortung für künstlerische und inhaltliche Fragen überträgt. Das Konzept „Sharing Potentials“ knüpft an diese erprobte Praxis an: Mittels Open Calls wurde die gesamte Tanzszene eingeladen, ihre Erfahrungen und brennenden Themen einzubringen – von 115 Einsendungen fanden 21 Vorschläge Eingang in das Kongressprogramm. Insgesamt 19 nationale und internationale Kuratorinnen und Kuratoren haben auf Einladung des Programmteams 12 thematische Module entwickelt und gestaltet, darunter zwei Ensemblemitglieder von tanzmainz, die in ihrem Modul „Dancers as Experts“ das Potenzial des Tänzerwissens für gesellschaftliche Fragen untersuchen. Im Stadtraum von Mainz wird der Tanzkongress durch Workshops und Performances für alle Bewohnerinnen und Bewohner erlebbar. Komplementiert wird diese regionale Verortung durch das digitale Format Tanzkongress.NITEhotel, das einen dezentralen Zugang zu ausgewählten Kongressinhalten ermöglicht. Der Tanzkongress 2022 bemüht sich um einen möglichst barrierearmen Zugang für alle. Ausführliche Informationen dazu sind auf der Website des Tanzkongress zu finden.

Das Gesamtprogramm und Details zu den einzelnen Veranstaltungen sind unter www.tanzkongress2022.de (externer Link, öffnet neues Fenster) verfügbar. Hier ist ebenfalls die Akkreditierung für Fachbesucherinnen und Fachbesucher weiterhin möglich.

Der Tanzkongress 2022 ist eine Veranstaltung der Kulturstiftung des Bundes, in Kooperation mit dem Staatstheater Mainz und unterstützt durch das Goethe-Institut. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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news-108 Tue, 12 Apr 2022 15:56:27 +0200 Neue Streaming- und Diskurs-Reihe für Junges Theater ab 26. April auf nachtkritik.plus https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=108&cHash=725d15d1c09b8c8321c95158681f0af2 Kulturstiftung des Bundes und nachtkritik.de starten Kooperation für mehr Sichtbarkeit der darstellenden Künste für junges Publikum.   Die Kinder- und Jugendtheater aus der freien Szene und den Stadttheatern sind ein fester, doch oftmals nicht ausreichend sichtbarer und in seiner Bedeutung gewürdigter Bestandteil der deutschen Theaterlandschaft. Dabei werden gerade in der jungen Sparte innovative Formate entwickelt, die sparten- und medienübergreifend neue Ästhetiken erproben und dem Publikum ko-kreative Teilhabe ermöglichen. 

Um diesen besonderen Qualitäten des Kinder- und Jugendtheaters mehr Bühne zu bieten und die bestehende Diskurslücke um die darstellenden Künste für junges Publikum zu schließen, starten die Kulturstiftung des Bundes und nachtkritik.de am 26. April 2022 die Reihe „Play Time – Stream und Diskurs Junges Theater“. Die im Rahmen des Programms „Jupiter – Darstellende Künste für junges Publikum“ (externer Link, öffnet neues Fenster) für die Jahre 2022/23 angelegte Kooperation stellt die große Bandbreite der Themen und Formen des Kinder- und Jugendtheaters aller Sparten in verschiedenen Themenblöcken vor. Auf der Streamingplattform nachtkritik.plus werden dazu exemplarische Arbeiten gezeigt, die von Diskussionen mit Expertinnen und Experten begleitet werden. Ziel ist es dabei nicht nur, der jungen Sparte eine angemessene öffentliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, sondern Fachaustausch und Diskurs über ihre besonderen Inhalte und Ästhetiken zu befördern. Im ersten Themenblock „Digital & interaktiv – Onlineformate im Theater für junges Publikum“ beleuchtet und zeigt „Play Time“ interaktive Formate und Game-Mechanismen, die im Jungen Theater schon lange erprobt werden, da sie einen besonderen Austausch und Kontakt mit dem Publikum herstellen. 

Zum Start der Reihe am 26. April 2022, 18 Uhr diskutiert die Moderatorin und Co-Kuratorin von „Play Time“, Elena Philipp (Redakteurin bei nachtkritik.de) mit Teresa Darian (Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Kulturstiftung des Bundes), Brigitte Dethier (Intendantin Junges Ensemble Stuttgart und Vorsitzende ASSITEJ Deutschland), Sebastian Nübling (Regisseur) und Ulrike Stöck (Intendantin Junges Nationaltheater Mannheim) über die Frage: Wo steht das Theater für junges Publikum? Im Anschluss folgt um 19:30 Uhr mit „Spiel dich erwachsen“ der Performancegruppe pulp fiktion der erste Stream in der Reihe „Play Time“. Bis Juni folgen im ersten Themenblock weitere Streamings von interaktiven und digitalen Arbeiten und eine Online-Diskussion, bevor nach der Sommerpause der zweite Themenblock „Schwere Stoffe – Was kann man einem jungen Publikum zumuten?“ startet.

Alle Informationen zur Reihe und Details zum Programm unter nachtkritik.plus/de_DE/films/play-time-stream-diskurs-junges-theater.20836 (externer Link, öffnet neues Fenster)

Parallel zum Start von „Play Time“ verschickt nachtkritik.de ab sofort den neuen Newsletter Junges Theater, für den man sich hier anmelden (externer Link, öffnet neues Fenster) kann.

„Play Time“ ist eine Kooperation von nachtkritik.de und der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms „Jupiter – Darstellende Künste für junges Publikum“. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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news-107 Wed, 23 Feb 2022 11:50:40 +0100 Weiteres Programm für Klimaneutralität in Kunst- und Kulturprojekten https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=107&cHash=01c4207129e8da5783c9e1ae8c1bca50 Stiftungsrat bewilligte insgesamt 12,5 Mio. Euro: 4 Mio. Euro für das Programm "Zero – klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte" und 8,5 Mio. für die Fortsetzung der Leuchtturmförderung Am 23.02.2022 bewilligte der Stiftungsrat unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Claudia Roth ein neues mehrjähriges Programm der Kulturstiftung des Bundes, mit dem sie Maßnahmen zur Klimaneutralität im Kunst- und Kulturbereich ausbauen und verstärken will. Mit dem neuen Programm Zero – klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte setzt die Stiftung, die jüngst mit dem Pilotprojekt  Klimabilanzen in Kulturinstitutionen (externer Link, öffnet neues Fenster)  auf große Resonanz gestoßen war, ihre institutionen- und spartenübergreifende Nachhaltigkeitsinitiative fort. 

Das jetzt verabschiedete Programm Zero (externer Link, öffnet neues Fenster) – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte besteht aus drei Modulen:  

  1. Mit dem antragsoffenen Fonds Zero unterstützt die Stiftung Kultureinrichtungen aller Sparten darin, klimaneutrale Produktionsformen zu entwickeln und zu erproben, die auch Auswirkungen auf künstlerische Strategien und Ästhetiken erwarten lassen. Mit der klimaneutralen Konzeption und Umsetzung von Kunst- und Kulturprojekten sollen Kultureinrichtungen und Künstler in den Jahren 2023 und 2024 modellhaft einen Beitrag zu einer ökologisch nachhaltigen Neuorientierung in der deutschen Kulturlandschaft leisten.  

  2. Für die erfolgreiche Umsetzung der betriebsökologischen Aufgaben werden Mitwirkende der Förderprojekte im Fonds Zero in der Akademie Zero weiterqualifiziert. Die Akademie erstellt auch eine programmbegleitende Dokumentation und organisiert Veranstaltungen für interessiertes Fachpublikum, um die Modellergebnisse bundesweit sichtbar zu machen.  

  3. Darüber hinaus organisiert die Kulturstiftung des Bundes regionale Netzwerktreffen in mehreren Städten und Kreisen, um lokale Akteurinnen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Kultureinrichtungen und freier Kunst zusammenzubringen. Im Rahmen dieser Treffen werden die bisherigen Erfahrungen und Wissensprozesse gebündelt und weitergegeben sowie zentrale Fragen diskutiert, wie regionale Kooperationen der Kulturszene initiiert und Klimaschutz lokal gestärkt werden können.  

    Die Kulturstiftung des Bundes stellt für das Programm Zero insgesamt 4 Mio. Euro zur Verfügung. 

Außerdem bewilligte der Stiftungsrat 8,5 Mio. Euro für die Fortsetzung der Leuchtturmförderung (externer Link, öffnet neues Fenster)  (berlin biennale, Donaueschinger Musiktage, transmediale, Ensemble Modern, Theatertreffen und World Cinema Fund).

Wir freuen uns, auf diesem Wege daran zu erinnern, dass die Kulturstiftung des Bundes vor nunmehr 20 Jahren, am 21. März 2002, auf Beschluss des Bundestages gegründet wurde. Hortensia Völckers wurde zur Künstlerischen Direktorin der neuen Stiftung in Halle an der Saale ernannt, die sie bis heute leitet. Mit einem jährlichen Etat von 35 Millionen Euro und rund siebzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählt sie zu den größten öffentlichen Kulturstiftungen in Europa.

Weitere Informationen zur Tätigkeit der Stiftung, unseren aktuellen Programmen sowie den Förderprojekten aus den vergangenen zwanzig Jahren finden Sie auf unserer Website.

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news-106 Tue, 11 Jan 2022 10:00:00 +0100 Kulturstiftung des Bundes fördert mit 17,5 Mio. Euro die Entwicklung digitaler Dialog- und Vermittlungsangebote https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=106&cHash=2f6f3c12a0e3093ae693bd5f3f84071e Weitere 132 Projekte im Programm dive in bewilligt Seit zwei Jahren stellen pandemiebedingte Einschränkungen Kulturinstitutionen und öffentliche Einrichtungen des kulturellen Lebens vor schwerwiegende Herausforderungen. Um Kultureinrichtungen in dieser schwierigen Lage zu unterstützen und sie zur Umsetzung innovativer digitaler Vermittlungsformate zu ermutigen, hatte die Kulturstiftung des Bundes 2020 das Sonderhilfsprogramm dive in. Programm für digitale Interaktionen aus dem Programm NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ausgelobt.

Mithilfe des Programms dive in können bundesweit Kulturinstitutionen aller künstlerischen Sparten sowie Gedenkstätten, Bibliotheken, Soziokulturelle Zentren, Archive und Festivals mit Sitz in Deutschland eine Förderung von bis zu 200.000 Euro zur Entwicklung digitaler Dialog- und Vermittlungsangebote erhalten.

Nach der ersten Förderrunde mit 68 geförderten Projekten konnte die Kulturstiftung des Bundes durch die großzügige Aufstockung der Mittel aus dem Neustart-Kultur-Programm der Beauftragten für Kultur und Medien im Herbst 2021 eine zweite Runde ausloben, bei der insgesamt 283 gültige Förderanträge eingingen. Auf Empfehlung einer unabhängigen Jury wählte der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes 132 Projekte mit einer Gesamtsumme von 17,5 Mio. Euro für eine Förderung.

Mit Blick auf die Größe und regionale Verteilung der Kultureinrichtungen als auch hinsichtlich der künstlerischen Sparten und anvisierten Zielgruppen sind die Förderprojekte auch 2022 wieder vielfältig aufgestellt. Zu den geförderten Institutionen gehören u.a. das Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg, die Staatliche Kunstsammlungen Dresden, das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, das Archiv der Arbeiterjugendbewegung, das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm – KZ-Gedenkstätte, das feministische Archiv FFBIZ, das Jewish Chamber Orchestra Munich, das Theater Oberhausen, die Stadtbibliothek Pankow, das HAU Hebbel am Ufer oder das Rautenstrauch-Joest-Museum.

Eine Liste aller geförderten Projekte und weitere Informationen zum Programm finden Sie unter
www.kulturstiftung-des-bundes.de/dive-in (externer Link, öffnet neues Fenster)

Weitere Informationen zum Konjunkturprogramm NEUSTART KULTUR finden Sie unter
www.kulturstaatsministerin.de/neustartkultur (externer Link, öffnet neues Fenster)

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news-105 Thu, 16 Dec 2021 09:33:33 +0100 Kulturstiftung des Bundes fördert im Programm Jupiter 12 Produktionen im Bereich darstellende Künste für junges Publikum https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=105&cHash=b0197ac60a03c2204ffbc796233287cf Die Kulturstiftung möchte mit dem Programm das Kinder- und Jugendtheater stärken, indem es neue Formen und Konstellationen des künstlerischen Austauschs ermöglicht. Mit dem Programm Jupiter – Darstellende Künste für junges Publikum möchte die Kulturstiftung des Bundes das Theater für junge Zuschauer spartenübergreifend stärken und seine gesellschaftliche Bedeutung würdigen. Die Kinder- und Jugendtheater sollen durch die Förderung die Möglichkeit bekommen, modellhafte und attraktive Vorhaben zu entwickeln und umzusetzen und darüber auch mehr öffentliche Aufmerksamkeit für die Qualitäten des Theaters für junges Publikum zu erzielen. Die Kulturstiftung des Bundes stellt für das Programm bis 2026 insgesamt 3,7 Mio. Euro zur Verfügung.

Die Fachjury von Jupiter hat in ihrer jüngsten Sitzung 12 Produktionen mit einem Gesamtvolumen von 1,2 Mio. Euro zur Förderung empfohlen: Beteiligt sind 12 Häuser mit einem kontinuierlichen Spielplanangebot für junges Publikum in den Sparten Theater, Tanz und Musiktheater. Sie erproben im Rahmen von Jupiter Neues – in der Zusammenarbeit mit Festivals, freien Gruppen, internationalen Häusern, interdisziplinären Partnern oder auch Künstlerinnen und Künstlern, die bislang kaum im Kinder- und Jugendtheater aktiv waren.

Die geförderten Häuser kooperieren darüber hinaus mit Ausbildungsstätten wie Schauspiel- oder Regieschulen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht den Austausch mit Lehrenden und Studierenden über die darstellenden Künste für junges Publikum, die in der Ausbildung bisher meist kaum eine Rolle gespielt haben. Ziel ist es, den jungen Theatermacherinnen die innovativen Möglichkeiten der Sparte aufzuzeigen und sie so perspektivisch für die Arbeit für junge Zuschauer zu begeistern.

Gefördert werden die folgenden Kooperationsvorhaben:

  • fabrik Potsdam in Kooperation mit Fokus Tanz, K3 | Tanzplan Hamburg, HELLERAU sowie der Palucca Hochschule für Tanz Dresden und der FH Clara Hoffbauer Potsdam
  • FELD Zentrale für junge Performance e. V. in Kooperation mit Frl. Wunder AG, Turbo Pascal, TUKI Berlin sowie der Universität Hildesheim und der Universität der Künste Berlin
  • Junge Deutsche Oper Berlin in Kooperation mit Chez Company und der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig
  • Junges SchauSpielHaus Hamburg in Kooperation mit Prinzip Gonzo, dem inklusiven Ensemble „Meine Damen und Herren“ und der Theaterakademie Hamburg
  • Niedersächsisches Staatstheater Hannover in Kooperation mit dem Festival Theaterformen und der Theaterakademie Hamburg
  • Oldenburgisches Staatstheater in Kooperation mit dem Hanse-Wissenschaftskolleg, Offis – Institut für Informatik Oldenburg, dem Edith-Russ-Haus für Medienkunst sowie der Universität Mozarteum Salzburg und der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
  • Staatstheater Cottbus in Kooperation mit Showcase Beat Le Mot und der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • Theater der Jungen Welt Leipzig in Kooperation mit KulturKino zwenkau, der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und der Filmakademie Baden-Württemberg
  • Theater Eisleben in Kooperation mit cobratheater.cobra und der Hochschule Merseburg
  • Theater Marabu in Kooperation mit dem Beethovenfest Bonn, den Ruhrfestspielen Recklinghausen, der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Ruhr-Universität Bochum
  • Theater Mummpitz in Kooperation mit der Compagnie Gare Centrale (Belgien) und der Akademie für Darstellende Kunst Bayern
  • Theater Strahl in Kooperation mit dem Künstlerinnenkollektiv KOBAKANT und dem Masterstudiengang Spiel und Objekt der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin

Die geförderten Kooperationen spiegeln die große stilistische und formale Vielfalt der darstellenden Künste für junges Publikum wider. Es finden sich darunter Schauspiel- und Musiktheaterprojekte sowie Objekttheater und ein Tanzstück, von klassischen Bühnenproduktionen über immersive Game-Formate bis hin zu Inszenierungen im Stadtraum. In vielen Vorhaben werden Kinder und Jugendliche schon während der Produktionsphase in die künstlerische Arbeit miteinbezogen. Inhaltlich stehen bei den geförderten Produktionen die großen Themen der Gegenwart und Zukunft im Fokus: Neben Klima und Nachhaltigkeit beschäftigen sich die Arbeiten u. a. mit Fragen der Diversität, Inklusivität, Digitalität und der Stadt-Land-Differenz.

Ausführliche Informationen zu allen geförderten Produktionen unter www.kulturstiftung-des-bundes.de/jupiter (externer Link, öffnet neues Fenster) und unter #ProgrammJupiter in den Social Media.

Für die zweite Förderrunde des Programms können bis zum 30. Juni 2022 Anträge gestellt werden.

Um das Kinder- und Jugendtheater langfristig zu stärken, umfasst das Programm Jupiter neben der Produktionsförderung Diskurs- und Austauschformate und ein Akademieangebot für Theaterjournalistinnen, die 2022 anlaufen werden.

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news-104 Mon, 27 Sep 2021 13:55:15 +0200 Kulturstiftung des Bundes fördert im Programm Tanzland weitere 10 Gastspielkooperationen mit insgesamt 1,18 Mio. Euro https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=104&cHash=f13dcad231b7d34bb02b5ecbb60dcde8 Die Kulturstiftung des Bundes möchte mit dem Programm die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes auch jenseits der etablierten Tanzzentren sichtbar machen. Mit Tanzland – Programm für Gastspielkooperationen möchte die Kulturstiftung des Bundes die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes auch jenseits der etablierten Tanzzentren sichtbar machen: Seit 2017 fördert das Programm Gastspiele von Tanzensembles in Gastspielhäusern außerhalb der Metropolen. Die Fachjury von Tanzland hat auf ihrer jüngsten Sitzung 10 weitere Kooperationen für eine Förderung mit einem Fördervolumen von 1,18 Mio. Euro empfohlen: Beteiligt sind dabei 14 Gastspielhäuser der INTHEGA (der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e.V.) in kleineren und mittleren Städten sowie 14 Ensembles, die in Tandem- oder Netzwerkpartnerschaften gemeinsam über mehrere Spielzeiten miteinander kooperieren.
Gefördert werden die folgenden Kooperationen:

  • Stadt Bad Oldesloe – Jenny Beyer
  • Stadt Aalen und theater itzehoe – Delattre Dance Company
  • Landkreis Miltenberg – Emanuele Soavi incompany
  • Stadt Idar-Oberstein – Sebastian Weber Dance Company
  • Stadttheater Herford und Ernst-Barlach-Theater Güstrow – Deutsche Tanzkompanie und Overhead Project
  • Veranstaltungsforum Fürstenfeld – tanzmainz, Saarländisches Staatsballett und Hessisches Staatsballett
  • Opernfestspiele Heidenheim – Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz
  • Parktheater Iserlohn und Teo Otto Theater Remscheid – Of Curious Nature
  • TauberPhilharmonie Weikersheim – Patricia Carolin Mai und laborgras GbR
  • k1 Traunreut und Stadt Biberach – BALLETT THEATER PFORZHEIM

Die Tanzensembles spiegeln stilistisch die große Vielfalt der Sparte: von Tanztheater über Urban Dance und Stepptanz bis hin zu interaktiven oder experimentellen zeitgenössischen Formaten. Alle geförderten Kooperationen wollen mit ausgefeilten Vermittlungskonzepten das örtliche Publikum für den zeitgenössischen Tanz gewinnen, der als Sparte an vielen der beteiligten Orte bisher noch nicht etabliert ist. Häufig erweist sich dabei das Verhältnis von Tanz und Musik als Türöffner, insbesondere an Orten, an denen Konzert und Musiktheater traditionell eine wichtige Rolle spielen, so z. B.in Bad Oldesloe, in der Festspielstadt Heidenheim und in der TauberPhilharmonie Weikersheim. Als weiteres Medium der Vermittlung fungiert die Fotografie, welche beispielsweise bei den Kooperationen Miltenberg – Emanuele Soavi und Traunreut –Biberach – TANZ THEATER PFORZHEIM über partizipative Fotoprojekte Zugang zum Tanz ermöglicht.
Allen Gastspielkooperationen gemein ist die Einbeziehung des öffentlichen Stadtraums, was zugleich den Umwälzungen durch die Corona-Pandemie und einem übergeordneten Trend im aktuellen Bühnengeschehen geschuldet ist. Bespielt werden neben öffentlichen Plätzen auch besondere Spielorte, u. a. eine Kirche und ein Rathaus im Landkreis Miltenberg, sowie eine mobile Bühne des Ensembles Of Curious Nature. Projektübergreifend hervorzuheben sind ebenso der besondere Fokus auf Kinder und Jugendliche sowie Senioren als Zielgruppen von meist bewegungsorientierten Vermittlungsformaten, aber auch die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren wie Tanzschulen, Sportvereinen wie Box- und Rope-Skipping-Clubs, Amateurtheatern, Musik- und Volkshochschulen.
Ausführliche Informationen zu allen geförderten Projekten unter www.kulturstiftung-des-bundes.de/tanzland und unter #tanzland in den Social Media.

Seit 2017 förderte die Kulturstiftung des Bundes im Programm Tanzland bereits 55 Gastspiele mit einem Fördervolumen von 2,4 Mio. Euro. Die rund 400 Gastspielhäuser der INTHEGA sind im Rahmen der zweiten Förderrunde im Programm Tanzland mit Antragsschluss am 15. Juli 2022 erneut zur Antragstellung aufgefordert. In Städten und Regionen, die nicht über Häuser mit eigenen, festen Ensembles verfügen, bestimmen sie mit ihrem Programm ganz wesentlich das Kulturangebot im Bereich Theater und Tanz. Das Programm Tanzland steht somit auch im Kontext einer verstärkten kulturpolitischen Aufmerksamkeit für ländliche Räume.

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news-103 Thu, 15 Jul 2021 14:34:34 +0200 TURN2 fördert 9 Kooperationsprojekte und 15 Residencies in Lagos, Nairobi, Johannesburg und Berlin https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=103&cHash=8632ed1a02983df70ca9f6792546857f Kulturstiftung des Bundes unterstützt künstlerische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern    Der Austausch zwischen Kulturinstitutionen und Kulturschaffenden in afrikanischen Ländern und Deutschland durchläuft seit vielen Jahren einen tiefgreifenden Wandel: Afrikanische Kunstszenen sowie Künstlerinnen und Künstler aus Afrika und der Diaspora sind in Deutschland sichtbarer geworden, weiterhin sind bei der künstlerischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Themen wie Dekolonisierung, Nachhaltigkeit oder künftigen Formen des Zusammenlebens afrikanische und globale Perspektiven unverzichtbar. Zahlreiche transkontinentale künstlerische Beziehungen und Netzwerke sind hinzugekommen und wurden – nicht zuletzt durch die Förderung der Kulturstiftung des Bundes – gestärkt.

Mit dem Programm TURN2 – Künstlerische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern setzt die Kulturstiftung des Bundes ihre transkontinentale Fördertätigkeit fort: Im Fonds TURN2 werden künstlerische Kooperationen zwischen deutschen und afrikanischen Kultureinrichtungen gefördert und faire Zusammenarbeit unterstützt. Weiterhin wurde mit den TURN2 Residencies ein Residenzprogramm für kuratorische Recherchen ins Leben gerufen, das Nachwuchskuratorinnen und -kuratoren und Kulturschaffenden mit kuratorischer Erfahrung die Chance bietet, an den Standorten Berlin (ab September 2021), Lagos, Nairobi oder Johannesburg (vorauss. ab Januar 2022) zu arbeiten und Kontakte zu knüpfen. Auf diese Weise sollen sich die jeweiligen Kulturszenen weiter verbinden und Netzwerke ausgebaut werden.

Die TURN2 Residencies sind eine Kooperation der Kulturstiftung des Bundes, des ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U Berlin) und des Triangle Network und werden in Zusammenarbeit mit dem Nairobi Contemporary Art Institute (NCAI), der G.A.S. Foundation in Lagos und der Bag Factory in Johannesburg durchgeführt.

TURN2 Residencies – 15 Kuratorinnen und Kuratoren ausgewählt:

Die Fachjurys der TURN2 Residencies haben sich im Juni 2021 für die Förderung folgender 15 Fellows entschieden:

  • ZK/U Berlin: Laura Ganda (Harare), Mike Mavura (Kapstadt), Renée Akitelek Mboya (Nairobi), Sibongile Msimango (Johannesburg), Luamba Muinga (Luanda), Luvuyo Equiano Nyawose (Kapstadt)
  • G.A.S. Foundation in Lagos: Lynhan Balatbat Helbock (Berlin), Miriam Bettin (Köln), Mahret Ifeoma Kupka (Frankfurt a. M.)
  • Bag Factory in Johannesburg: Federica Bueti (Berlin), Vincent Schier (Berlin/Göttingen), Sofia Ana Elise Steinvorth (Würzburg)
  • NCAI in Nairobi: Jumoke Adeyanju (Berlin), Nathalie Anguezomo Mba Bikoro (Berlin), Kathy-Ann Tan (Berlin)

Weitere Informationen zu den ausgewählten Fellows sind auf der Website des ZK/U Berlin (externer Link, öffnet neues Fenster) abrufbar.

Fonds TURN2 – 9 künstlerische Kooperationsprojekte:

Die Jury des Fonds TURN2 hat im Juni 2021 neun künstlerische Kooperationsprojekte mit einem Fördervolumen von 1,3 Mio. Euro für eine Förderung empfohlen. Daran beteiligt sind u. a. 17 Partnereinrichtungen aus elf afrikanischen Ländern. Gefördert werden Projekte aus den Bereichen Musiktheater, Bildende Kunst, Musik, Kulturgeschichte sowie spartenübergreifende Vorhaben.

  • „Afropollination“ von Piranha Arts in Berlin und Boutique Foundation/Nyege Nyege Festival in Kampala (Uganda): Das Projekt bringt Musikerinnen und Musiker verschiedener Genres und Performer aus Deutschland, Uganda, Südafrika, Kamerun, Kenia, DR Kongo und weiteren afrikanischen Ländern zusammen.
  • „Unraveling the (Under)Development Complex, or: Towards a Post-(Under)Development Interdependence“ von SAVVY Contemporary in Berlin, Bandjoun Station in Bandjoun (Kamerun) und African Digital Heritage (Kenia): Das Projekt würdigt den guyanischen Autor Walter Rodney anlässlich des 50-jährigen Jubiläums seines Buches „How Europe Underdeveloped Africa“ und hinterfragt überlieferte Vorstellungen von entwickelten und unterentwickelten Weltregionen.
  • „Deep into Highlife. Santrofi’s Highlife Sessions“ von Outhere Records in München und Santrofi aus Accra (Ghana): In Zusammenarbeit mit Musikerinnen und Musikern aus Deutschland und Ghana wird in Workshops ein Album zu den westafrikanischen Musikrichtungen Highlife und Afrobeat entstehen und in Konzerten präsentiert.
  • „The Ghosts are Returning“ von Podium-Festival in Esslingen, Centre d’Art Waza in Lubumbashi (DR Kongo), Group50:50 und European Alternatives: Das postdokumentarische Musiktheaterprojekt beschäftigt sich mit dem transkontinentalen Handel mit Rohstoffen, Menschen und kulturellen Artefakten, mit Migrationsbewegungen und Fragen der Restitution und Wiedergutmachung.
  • „The Common Stories. Soundtrack of our Wars: A Documentary Musical Theatre“ von Oyoun – Kultur NeuDenken in Berlin, Ubumuntu Arts Festival in Kigali (Ruanda) und Sarajevo War Theatre in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina): Das dokumentarische Musiktheaterprojekt befasst sich mit Vergangenheitsaufarbeitung und Kriegstraumata in der Diaspora und in Post-Konflikt-Gesellschaften.
  • „Marejesho – asili mila utamaduni wetu. Kilimanjaro Colonial History Mobile Exhibition“ von Flinn Works in Berlin und Old Moshi Cultural Tourism in Old Moshi (Tansania): In mobilen Pop-Up-Ausstellungen in Tansania sowie einer Ausstellung im Tieranatomischen Theater in Berlin werden die Themen Kolonialgeschichte und Rückführung von Artefakten und menschlichen Überresten behandelt.
  • „We Yan Daudu. Towards a Decolonial Queer Vocabulary“ von Kampnagel Hamburg und The Oasis Project in Lagos (Nigeria): Das Projekt befragt eurozentrische Begriffe von Queerness, um neue Begrifflichkeiten zu entwickeln, die historisch, sprachlich und gesellschaftlich die Lebensrealitäten in Nigeria reflektieren. Entstehen soll ein digitales Glossar von Neologismen und vergessenen oder wiederentdeckten Begriffen.
  • „LabKontempo Kinshasa/Berlin. A Question of Perspective“ von Acud Macht Neu in Berlin und Option ONGD in Kinshasa (DR Kongo): Das Festival LabKontempo erprobt neue Formen der Zusammenarbeit, die aus der pandemischen Erfahrung von Kontrollverlust und Verletzlichkeit hervorgehen und postkoloniale Denkstrukturen in der internationalen zeitgenössischen Kunst hinterfragen.
  • „People’s Stories – Past and Present. Bridging the Silenced and Liminal Spaces of African Imaginary von Dox Box e. V. in Berlin, RAW Material Company und KENU in Dakar (Senegal), Centre Cinématographique Marocain in Rabat (Marokko), Cinémathèque de Tanger (Marokko), Dar Al-Ma’mun in Marrakesch (Marokko), Art Gallé in Nuakschott (Mauretanien) und weiteren Partnern: Im Zentrum dieses Projekts stehen dekoloniale Zugänge zu Filmarchiven. In Workshops, Präsentationen, Ausstellungen und einem Symposium soll u. a. der Frage nach der Restitution von Film in Kolonialarchiven nachgegangen werden.

Hintergrund: Bereits seit 2012 unterstützt die Kulturstiftung des Bundes künstlerische Kooperationen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern. Im Fonds TURN – Vorläufer des Programms TURN2 – wurden insgesamt 101 Vorhaben mit Partnern aus über 30 afrikanischen Ländern gefördert.

Alle Informationen zum Programm TURN2 finden Sie auf unserer Website unter www.kulturstiftung-des-bundes.de/turn2 (externer Link, öffnet neues Fenster) sowie in den Social Media unter #FondsTurn2 und #Turn2Residencies.

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