Kulturstiftung des Bundes: News https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/ Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. de Copyright 2022 Kulturstiftung des Bundes Wed, 25 May 2022 16:56:05 +0200 Wed, 25 May 2022 16:56:05 +0200 TYPO3 Kulturstiftung des Bundes: News https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/typo3conf/ext/cb_cosmobase/Resources/Public/Images/logos/logo-rss.png https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/ 141 57 Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. news-109 Tue, 26 Apr 2022 15:36:00 +0200 Tanzkongress 2022 – Sharing Potentials: Veröffentlichung des Programms https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=109&cHash=a1195e51fec7b9a3f2c1ca56fe2cac77 Das vollständige Programm der diesjährigen Ausgabe ist ab sofort auf der Website des Tanzkongress 2022 verfügbar. Vom 16. bis 19 Juni 2022 findet der Tanzkongress 2022 unter dem Motto „Sharing Potentials“ in Mainz statt. Heute stellte das Team um Programmleiter Honne Dohrmann und Dramaturgin Ingrida Gerbutavičiūtė das vollständige Veranstaltungsprogramm der Öffentlichkeit vor. In vielfältigen Formaten, die sich in 12 thematische Module gliedern, stehen der Austausch zwischen freier Szene und Repertoireensembles sowie die unterschiedlichen Arbeitsrealitäten von Tänzerinnen und Tänzern im Fokus.

Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes und Initiatorin des Tanzkongress: „Die diesjährige Ausgabe des Tanzkongress zeichnet sich durch eine bisher einmalige kuratorische Stimmenvielfalt aus. Besonders freue ich mich über die vielen jungen, kreativen Expertinnen und Experten aus der Tanzpraxis, die als Co-Kuratorinnen und -Kuratoren den Kongress mitgestalten, um die Zukunft des Tanzes und seiner Produktionsbedingungen zu diskutieren.“

Honne Dohrmann, Programmleiter Tanzkongress 2022 / Direktor von tanzmainz, und Ingrida Gerbutavičiūtė, Dramaturgin Tanzkongress 2022 / designierte Intendantin des tanzhaus nrw: „Sharing Potentials ist das Gebot der Stunde – überall dort, wo sich Netzwerke und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Austauschs bilden. Die Stärkung vielfältiger Ansätze zur Zusammenarbeit sowie die neuen Brücken zwischen Repertoiretheatern und freier Szene stehen im Mittelpunkt der diskursiven Formate. Auch das öffentliche künstlerische Programm haben wir aus demselben Grundgedanken abgeleitet. Mit dem Tanzkongress.NITEhotel schaffen wir zudem einen virtuellen Ort für Austausch, Begegnung und das Teilen von Potenzialen: Vieles, was auf dem Tanzkongress geschieht, findet einen direkten Weg in den virtuellen Raum, und auch die digitalen Besucher:innen können Spuren hinterlassen, kommentieren und sich selbst einbringen.“

In dreijährigem Turnus findet der Tanzkongress seit 2006 an wechselnden Aufführungsorten in Deutschland statt und hat sich zu einer der wichtigsten Veranstaltungen, Netzwerktreffen und Reflexionsstätten der deutschen Tanzszene entwickelt. Ausgangspunkt 2022 ist die besondere Arbeitsweise von tanzmainz, die – geprägt von einem neuen (Selbst-)Verständnis der Tänzerinnen und Tänzer – dem Ensemble Mit-Verantwortung für künstlerische und inhaltliche Fragen überträgt. Das Konzept „Sharing Potentials“ knüpft an diese erprobte Praxis an: Mittels Open Calls wurde die gesamte Tanzszene eingeladen, ihre Erfahrungen und brennenden Themen einzubringen – von 115 Einsendungen fanden 21 Vorschläge Eingang in das Kongressprogramm. Insgesamt 19 nationale und internationale Kuratorinnen und Kuratoren haben auf Einladung des Programmteams 12 thematische Module entwickelt und gestaltet, darunter zwei Ensemblemitglieder von tanzmainz, die in ihrem Modul „Dancers as Experts“ das Potenzial des Tänzerwissens für gesellschaftliche Fragen untersuchen. Im Stadtraum von Mainz wird der Tanzkongress durch Workshops und Performances für alle Bewohnerinnen und Bewohner erlebbar. Komplementiert wird diese regionale Verortung durch das digitale Format Tanzkongress.NITEhotel, das einen dezentralen Zugang zu ausgewählten Kongressinhalten ermöglicht. Der Tanzkongress 2022 bemüht sich um einen möglichst barrierearmen Zugang für alle. Ausführliche Informationen dazu sind auf der Website des Tanzkongress zu finden.

Das Gesamtprogramm und Details zu den einzelnen Veranstaltungen sind unter www.tanzkongress2022.de (externer Link, öffnet neues Fenster) verfügbar. Hier ist ebenfalls die Akkreditierung für Fachbesucherinnen und Fachbesucher weiterhin möglich.

Der Tanzkongress 2022 ist eine Veranstaltung der Kulturstiftung des Bundes, in Kooperation mit dem Staatstheater Mainz und unterstützt durch das Goethe-Institut. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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news-108 Tue, 12 Apr 2022 15:56:27 +0200 Neue Streaming- und Diskurs-Reihe für Junges Theater ab 26. April auf nachtkritik.plus https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=108&cHash=725d15d1c09b8c8321c95158681f0af2 Kulturstiftung des Bundes und nachtkritik.de starten Kooperation für mehr Sichtbarkeit der darstellenden Künste für junges Publikum.   Die Kinder- und Jugendtheater aus der freien Szene und den Stadttheatern sind ein fester, doch oftmals nicht ausreichend sichtbarer und in seiner Bedeutung gewürdigter Bestandteil der deutschen Theaterlandschaft. Dabei werden gerade in der jungen Sparte innovative Formate entwickelt, die sparten- und medienübergreifend neue Ästhetiken erproben und dem Publikum ko-kreative Teilhabe ermöglichen. 

Um diesen besonderen Qualitäten des Kinder- und Jugendtheaters mehr Bühne zu bieten und die bestehende Diskurslücke um die darstellenden Künste für junges Publikum zu schließen, starten die Kulturstiftung des Bundes und nachtkritik.de am 26. April 2022 die Reihe „Play Time – Stream und Diskurs Junges Theater“. Die im Rahmen des Programms „Jupiter – Darstellende Künste für junges Publikum“ (externer Link, öffnet neues Fenster) für die Jahre 2022/23 angelegte Kooperation stellt die große Bandbreite der Themen und Formen des Kinder- und Jugendtheaters aller Sparten in verschiedenen Themenblöcken vor. Auf der Streamingplattform nachtkritik.plus werden dazu exemplarische Arbeiten gezeigt, die von Diskussionen mit Expertinnen und Experten begleitet werden. Ziel ist es dabei nicht nur, der jungen Sparte eine angemessene öffentliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, sondern Fachaustausch und Diskurs über ihre besonderen Inhalte und Ästhetiken zu befördern. Im ersten Themenblock „Digital & interaktiv – Onlineformate im Theater für junges Publikum“ beleuchtet und zeigt „Play Time“ interaktive Formate und Game-Mechanismen, die im Jungen Theater schon lange erprobt werden, da sie einen besonderen Austausch und Kontakt mit dem Publikum herstellen. 

Zum Start der Reihe am 26. April 2022, 18 Uhr diskutiert die Moderatorin und Co-Kuratorin von „Play Time“, Elena Philipp (Redakteurin bei nachtkritik.de) mit Teresa Darian (Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Kulturstiftung des Bundes), Brigitte Dethier (Intendantin Junges Ensemble Stuttgart und Vorsitzende ASSITEJ Deutschland), Sebastian Nübling (Regisseur) und Ulrike Stöck (Intendantin Junges Nationaltheater Mannheim) über die Frage: Wo steht das Theater für junges Publikum? Im Anschluss folgt um 19:30 Uhr mit „Spiel dich erwachsen“ der Performancegruppe pulp fiktion der erste Stream in der Reihe „Play Time“. Bis Juni folgen im ersten Themenblock weitere Streamings von interaktiven und digitalen Arbeiten und eine Online-Diskussion, bevor nach der Sommerpause der zweite Themenblock „Schwere Stoffe – Was kann man einem jungen Publikum zumuten?“ startet.

Alle Informationen zur Reihe und Details zum Programm unter nachtkritik.plus/de_DE/films/play-time-stream-diskurs-junges-theater.20836 (externer Link, öffnet neues Fenster)

Parallel zum Start von „Play Time“ verschickt nachtkritik.de ab sofort den neuen Newsletter Junges Theater, für den man sich hier anmelden (externer Link, öffnet neues Fenster) kann.

„Play Time“ ist eine Kooperation von nachtkritik.de und der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms „Jupiter – Darstellende Künste für junges Publikum“. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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news-107 Wed, 23 Feb 2022 11:50:40 +0100 Weiteres Programm für Klimaneutralität in Kunst- und Kulturprojekten https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=107&cHash=01c4207129e8da5783c9e1ae8c1bca50 Stiftungsrat bewilligte insgesamt 12,5 Mio. Euro: 4 Mio. Euro für das Programm "Zero – klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte" und 8,5 Mio. für die Fortsetzung der Leuchtturmförderung Am 23.02.2022 bewilligte der Stiftungsrat unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Claudia Roth ein neues mehrjähriges Programm der Kulturstiftung des Bundes, mit dem sie Maßnahmen zur Klimaneutralität im Kunst- und Kulturbereich ausbauen und verstärken will. Mit dem neuen Programm Zero – klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte setzt die Stiftung, die jüngst mit dem Pilotprojekt  Klimabilanzen in Kulturinstitutionen (externer Link, öffnet neues Fenster)  auf große Resonanz gestoßen war, ihre institutionen- und spartenübergreifende Nachhaltigkeitsinitiative fort. 

Das jetzt verabschiedete Programm Zero (externer Link, öffnet neues Fenster) – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte besteht aus drei Modulen:  

  1. Mit dem antragsoffenen Fonds Zero unterstützt die Stiftung Kultureinrichtungen aller Sparten darin, klimaneutrale Produktionsformen zu entwickeln und zu erproben, die auch Auswirkungen auf künstlerische Strategien und Ästhetiken erwarten lassen. Mit der klimaneutralen Konzeption und Umsetzung von Kunst- und Kulturprojekten sollen Kultureinrichtungen und Künstler in den Jahren 2023 und 2024 modellhaft einen Beitrag zu einer ökologisch nachhaltigen Neuorientierung in der deutschen Kulturlandschaft leisten.  

  2. Für die erfolgreiche Umsetzung der betriebsökologischen Aufgaben werden Mitwirkende der Förderprojekte im Fonds Zero in der Akademie Zero weiterqualifiziert. Die Akademie erstellt auch eine programmbegleitende Dokumentation und organisiert Veranstaltungen für interessiertes Fachpublikum, um die Modellergebnisse bundesweit sichtbar zu machen.  

  3. Darüber hinaus organisiert die Kulturstiftung des Bundes regionale Netzwerktreffen in mehreren Städten und Kreisen, um lokale Akteurinnen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Kultureinrichtungen und freier Kunst zusammenzubringen. Im Rahmen dieser Treffen werden die bisherigen Erfahrungen und Wissensprozesse gebündelt und weitergegeben sowie zentrale Fragen diskutiert, wie regionale Kooperationen der Kulturszene initiiert und Klimaschutz lokal gestärkt werden können.  

    Die Kulturstiftung des Bundes stellt für das Programm Zero insgesamt 4 Mio. Euro zur Verfügung. 

Außerdem bewilligte der Stiftungsrat 8,5 Mio. Euro für die Fortsetzung der Leuchtturmförderung (externer Link, öffnet neues Fenster)  (berlin biennale, Donaueschinger Musiktage, transmediale, Ensemble Modern, Theatertreffen und World Cinema Fund).

Wir freuen uns, auf diesem Wege daran zu erinnern, dass die Kulturstiftung des Bundes vor nunmehr 20 Jahren, am 21. März 2002, auf Beschluss des Bundestages gegründet wurde. Hortensia Völckers wurde zur Künstlerischen Direktorin der neuen Stiftung in Halle an der Saale ernannt, die sie bis heute leitet. Mit einem jährlichen Etat von 35 Millionen Euro und rund siebzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählt sie zu den größten öffentlichen Kulturstiftungen in Europa.

Weitere Informationen zur Tätigkeit der Stiftung, unseren aktuellen Programmen sowie den Förderprojekten aus den vergangenen zwanzig Jahren finden Sie auf unserer Website.

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news-106 Tue, 11 Jan 2022 10:00:00 +0100 Kulturstiftung des Bundes fördert mit 17,5 Mio. Euro die Entwicklung digitaler Dialog- und Vermittlungsangebote https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=106&cHash=2f6f3c12a0e3093ae693bd5f3f84071e Weitere 132 Projekte im Programm dive in bewilligt Seit zwei Jahren stellen pandemiebedingte Einschränkungen Kulturinstitutionen und öffentliche Einrichtungen des kulturellen Lebens vor schwerwiegende Herausforderungen. Um Kultureinrichtungen in dieser schwierigen Lage zu unterstützen und sie zur Umsetzung innovativer digitaler Vermittlungsformate zu ermutigen, hatte die Kulturstiftung des Bundes 2020 das Sonderhilfsprogramm dive in. Programm für digitale Interaktionen aus dem Programm NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ausgelobt.

Mithilfe des Programms dive in können bundesweit Kulturinstitutionen aller künstlerischen Sparten sowie Gedenkstätten, Bibliotheken, Soziokulturelle Zentren, Archive und Festivals mit Sitz in Deutschland eine Förderung von bis zu 200.000 Euro zur Entwicklung digitaler Dialog- und Vermittlungsangebote erhalten.

Nach der ersten Förderrunde mit 68 geförderten Projekten konnte die Kulturstiftung des Bundes durch die großzügige Aufstockung der Mittel aus dem Neustart-Kultur-Programm der Beauftragten für Kultur und Medien im Herbst 2021 eine zweite Runde ausloben, bei der insgesamt 283 gültige Förderanträge eingingen. Auf Empfehlung einer unabhängigen Jury wählte der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes 132 Projekte mit einer Gesamtsumme von 17,5 Mio. Euro für eine Förderung.

Mit Blick auf die Größe und regionale Verteilung der Kultureinrichtungen als auch hinsichtlich der künstlerischen Sparten und anvisierten Zielgruppen sind die Förderprojekte auch 2022 wieder vielfältig aufgestellt. Zu den geförderten Institutionen gehören u.a. das Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg, die Staatliche Kunstsammlungen Dresden, das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, das Archiv der Arbeiterjugendbewegung, das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm – KZ-Gedenkstätte, das feministische Archiv FFBIZ, das Jewish Chamber Orchestra Munich, das Theater Oberhausen, die Stadtbibliothek Pankow, das HAU Hebbel am Ufer oder das Rautenstrauch-Joest-Museum.

Eine Liste aller geförderten Projekte und weitere Informationen zum Programm finden Sie unter
www.kulturstiftung-des-bundes.de/dive-in (externer Link, öffnet neues Fenster)

Weitere Informationen zum Konjunkturprogramm NEUSTART KULTUR finden Sie unter
www.kulturstaatsministerin.de/neustartkultur (externer Link, öffnet neues Fenster)

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news-105 Thu, 16 Dec 2021 09:33:33 +0100 Kulturstiftung des Bundes fördert im Programm Jupiter 12 Produktionen im Bereich darstellende Künste für junges Publikum https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=105&cHash=b0197ac60a03c2204ffbc796233287cf Die Kulturstiftung möchte mit dem Programm das Kinder- und Jugendtheater stärken, indem es neue Formen und Konstellationen des künstlerischen Austauschs ermöglicht. Mit dem Programm Jupiter – Darstellende Künste für junges Publikum möchte die Kulturstiftung des Bundes das Theater für junge Zuschauer spartenübergreifend stärken und seine gesellschaftliche Bedeutung würdigen. Die Kinder- und Jugendtheater sollen durch die Förderung die Möglichkeit bekommen, modellhafte und attraktive Vorhaben zu entwickeln und umzusetzen und darüber auch mehr öffentliche Aufmerksamkeit für die Qualitäten des Theaters für junges Publikum zu erzielen. Die Kulturstiftung des Bundes stellt für das Programm bis 2026 insgesamt 3,7 Mio. Euro zur Verfügung.

Die Fachjury von Jupiter hat in ihrer jüngsten Sitzung 12 Produktionen mit einem Gesamtvolumen von 1,2 Mio. Euro zur Förderung empfohlen: Beteiligt sind 12 Häuser mit einem kontinuierlichen Spielplanangebot für junges Publikum in den Sparten Theater, Tanz und Musiktheater. Sie erproben im Rahmen von Jupiter Neues – in der Zusammenarbeit mit Festivals, freien Gruppen, internationalen Häusern, interdisziplinären Partnern oder auch Künstlerinnen und Künstlern, die bislang kaum im Kinder- und Jugendtheater aktiv waren.

Die geförderten Häuser kooperieren darüber hinaus mit Ausbildungsstätten wie Schauspiel- oder Regieschulen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht den Austausch mit Lehrenden und Studierenden über die darstellenden Künste für junges Publikum, die in der Ausbildung bisher meist kaum eine Rolle gespielt haben. Ziel ist es, den jungen Theatermacherinnen die innovativen Möglichkeiten der Sparte aufzuzeigen und sie so perspektivisch für die Arbeit für junge Zuschauer zu begeistern.

Gefördert werden die folgenden Kooperationsvorhaben:

  • fabrik Potsdam in Kooperation mit Fokus Tanz, K3 | Tanzplan Hamburg, HELLERAU sowie der Palucca Hochschule für Tanz Dresden und der FH Clara Hoffbauer Potsdam
  • FELD Zentrale für junge Performance e. V. in Kooperation mit Frl. Wunder AG, Turbo Pascal, TUKI Berlin sowie der Universität Hildesheim und der Universität der Künste Berlin
  • Junge Deutsche Oper Berlin in Kooperation mit Chez Company und der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig
  • Junges SchauSpielHaus Hamburg in Kooperation mit Prinzip Gonzo, dem inklusiven Ensemble „Meine Damen und Herren“ und der Theaterakademie Hamburg
  • Niedersächsisches Staatstheater Hannover in Kooperation mit dem Festival Theaterformen und der Theaterakademie Hamburg
  • Oldenburgisches Staatstheater in Kooperation mit dem Hanse-Wissenschaftskolleg, Offis – Institut für Informatik Oldenburg, dem Edith-Russ-Haus für Medienkunst sowie der Universität Mozarteum Salzburg und der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
  • Staatstheater Cottbus in Kooperation mit Showcase Beat Le Mot und der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • Theater der Jungen Welt Leipzig in Kooperation mit KulturKino zwenkau, der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und der Filmakademie Baden-Württemberg
  • Theater Eisleben in Kooperation mit cobratheater.cobra und der Hochschule Merseburg
  • Theater Marabu in Kooperation mit dem Beethovenfest Bonn, den Ruhrfestspielen Recklinghausen, der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Ruhr-Universität Bochum
  • Theater Mummpitz in Kooperation mit der Compagnie Gare Centrale (Belgien) und der Akademie für Darstellende Kunst Bayern
  • Theater Strahl in Kooperation mit dem Künstlerinnenkollektiv KOBAKANT und dem Masterstudiengang Spiel und Objekt der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin

Die geförderten Kooperationen spiegeln die große stilistische und formale Vielfalt der darstellenden Künste für junges Publikum wider. Es finden sich darunter Schauspiel- und Musiktheaterprojekte sowie Objekttheater und ein Tanzstück, von klassischen Bühnenproduktionen über immersive Game-Formate bis hin zu Inszenierungen im Stadtraum. In vielen Vorhaben werden Kinder und Jugendliche schon während der Produktionsphase in die künstlerische Arbeit miteinbezogen. Inhaltlich stehen bei den geförderten Produktionen die großen Themen der Gegenwart und Zukunft im Fokus: Neben Klima und Nachhaltigkeit beschäftigen sich die Arbeiten u. a. mit Fragen der Diversität, Inklusivität, Digitalität und der Stadt-Land-Differenz.

Ausführliche Informationen zu allen geförderten Produktionen unter www.kulturstiftung-des-bundes.de/jupiter (externer Link, öffnet neues Fenster) und unter #ProgrammJupiter in den Social Media.

Für die zweite Förderrunde des Programms können bis zum 30. Juni 2022 Anträge gestellt werden.

Um das Kinder- und Jugendtheater langfristig zu stärken, umfasst das Programm Jupiter neben der Produktionsförderung Diskurs- und Austauschformate und ein Akademieangebot für Theaterjournalistinnen, die 2022 anlaufen werden.

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news-104 Mon, 27 Sep 2021 13:55:15 +0200 Kulturstiftung des Bundes fördert im Programm Tanzland weitere 10 Gastspielkooperationen mit insgesamt 1,18 Mio. Euro https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=104&cHash=f13dcad231b7d34bb02b5ecbb60dcde8 Die Kulturstiftung des Bundes möchte mit dem Programm die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes auch jenseits der etablierten Tanzzentren sichtbar machen. Mit Tanzland – Programm für Gastspielkooperationen möchte die Kulturstiftung des Bundes die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes auch jenseits der etablierten Tanzzentren sichtbar machen: Seit 2017 fördert das Programm Gastspiele von Tanzensembles in Gastspielhäusern außerhalb der Metropolen. Die Fachjury von Tanzland hat auf ihrer jüngsten Sitzung 10 weitere Kooperationen für eine Förderung mit einem Fördervolumen von 1,18 Mio. Euro empfohlen: Beteiligt sind dabei 14 Gastspielhäuser der INTHEGA (der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e.V.) in kleineren und mittleren Städten sowie 14 Ensembles, die in Tandem- oder Netzwerkpartnerschaften gemeinsam über mehrere Spielzeiten miteinander kooperieren.
Gefördert werden die folgenden Kooperationen:

  • Stadt Bad Oldesloe – Jenny Beyer
  • Stadt Aalen und theater itzehoe – Delattre Dance Company
  • Landkreis Miltenberg – Emanuele Soavi incompany
  • Stadt Idar-Oberstein – Sebastian Weber Dance Company
  • Stadttheater Herford und Ernst-Barlach-Theater Güstrow – Deutsche Tanzkompanie und Overhead Project
  • Veranstaltungsforum Fürstenfeld – tanzmainz, Saarländisches Staatsballett und Hessisches Staatsballett
  • Opernfestspiele Heidenheim – Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz
  • Parktheater Iserlohn und Teo Otto Theater Remscheid – Of Curious Nature
  • TauberPhilharmonie Weikersheim – Patricia Carolin Mai und laborgras GbR
  • k1 Traunreut und Stadt Biberach – BALLETT THEATER PFORZHEIM

Die Tanzensembles spiegeln stilistisch die große Vielfalt der Sparte: von Tanztheater über Urban Dance und Stepptanz bis hin zu interaktiven oder experimentellen zeitgenössischen Formaten. Alle geförderten Kooperationen wollen mit ausgefeilten Vermittlungskonzepten das örtliche Publikum für den zeitgenössischen Tanz gewinnen, der als Sparte an vielen der beteiligten Orte bisher noch nicht etabliert ist. Häufig erweist sich dabei das Verhältnis von Tanz und Musik als Türöffner, insbesondere an Orten, an denen Konzert und Musiktheater traditionell eine wichtige Rolle spielen, so z. B.in Bad Oldesloe, in der Festspielstadt Heidenheim und in der TauberPhilharmonie Weikersheim. Als weiteres Medium der Vermittlung fungiert die Fotografie, welche beispielsweise bei den Kooperationen Miltenberg – Emanuele Soavi und Traunreut –Biberach – TANZ THEATER PFORZHEIM über partizipative Fotoprojekte Zugang zum Tanz ermöglicht.
Allen Gastspielkooperationen gemein ist die Einbeziehung des öffentlichen Stadtraums, was zugleich den Umwälzungen durch die Corona-Pandemie und einem übergeordneten Trend im aktuellen Bühnengeschehen geschuldet ist. Bespielt werden neben öffentlichen Plätzen auch besondere Spielorte, u. a. eine Kirche und ein Rathaus im Landkreis Miltenberg, sowie eine mobile Bühne des Ensembles Of Curious Nature. Projektübergreifend hervorzuheben sind ebenso der besondere Fokus auf Kinder und Jugendliche sowie Senioren als Zielgruppen von meist bewegungsorientierten Vermittlungsformaten, aber auch die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren wie Tanzschulen, Sportvereinen wie Box- und Rope-Skipping-Clubs, Amateurtheatern, Musik- und Volkshochschulen.
Ausführliche Informationen zu allen geförderten Projekten unter www.kulturstiftung-des-bundes.de/tanzland und unter #tanzland in den Social Media.

Seit 2017 förderte die Kulturstiftung des Bundes im Programm Tanzland bereits 55 Gastspiele mit einem Fördervolumen von 2,4 Mio. Euro. Die rund 400 Gastspielhäuser der INTHEGA sind im Rahmen der zweiten Förderrunde im Programm Tanzland mit Antragsschluss am 15. Juli 2022 erneut zur Antragstellung aufgefordert. In Städten und Regionen, die nicht über Häuser mit eigenen, festen Ensembles verfügen, bestimmen sie mit ihrem Programm ganz wesentlich das Kulturangebot im Bereich Theater und Tanz. Das Programm Tanzland steht somit auch im Kontext einer verstärkten kulturpolitischen Aufmerksamkeit für ländliche Räume.

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news-103 Thu, 15 Jul 2021 14:34:34 +0200 TURN2 fördert 9 Kooperationsprojekte und 15 Residencies in Lagos, Nairobi, Johannesburg und Berlin https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=103&cHash=8632ed1a02983df70ca9f6792546857f Kulturstiftung des Bundes unterstützt künstlerische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern    Der Austausch zwischen Kulturinstitutionen und Kulturschaffenden in afrikanischen Ländern und Deutschland durchläuft seit vielen Jahren einen tiefgreifenden Wandel: Afrikanische Kunstszenen sowie Künstlerinnen und Künstler aus Afrika und der Diaspora sind in Deutschland sichtbarer geworden, weiterhin sind bei der künstlerischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Themen wie Dekolonisierung, Nachhaltigkeit oder künftigen Formen des Zusammenlebens afrikanische und globale Perspektiven unverzichtbar. Zahlreiche transkontinentale künstlerische Beziehungen und Netzwerke sind hinzugekommen und wurden – nicht zuletzt durch die Förderung der Kulturstiftung des Bundes – gestärkt.

Mit dem Programm TURN2 – Künstlerische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern (externer Link, öffnet neues Fenster) setzt die Kulturstiftung des Bundes ihre transkontinentale Fördertätigkeit fort: Im Fonds TURN2 werden künstlerische Kooperationen zwischen deutschen und afrikanischen Kultureinrichtungen gefördert und faire Zusammenarbeit unterstützt. Weiterhin wurde mit den TURN2 Residencies ein Residenzprogramm für kuratorische Recherchen ins Leben gerufen, das Nachwuchskuratorinnen und -kuratoren und Kulturschaffenden mit kuratorischer Erfahrung die Chance bietet, an den Standorten Berlin (ab September 2021), Lagos, Nairobi oder Johannesburg (vorauss. ab Januar 2022) zu arbeiten und Kontakte zu knüpfen. Auf diese Weise sollen sich die jeweiligen Kulturszenen weiter verbinden und Netzwerke ausgebaut werden.

Die TURN2 Residencies sind eine Kooperation der Kulturstiftung des Bundes, des ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U Berlin) und des Triangle Network und werden in Zusammenarbeit mit dem Nairobi Contemporary Art Institute (NCAI), der G.A.S. Foundation in Lagos und der Bag Factory in Johannesburg durchgeführt.

TURN2 Residencies – 15 Kuratorinnen und Kuratoren ausgewählt:

Die Fachjurys der TURN2 Residencies haben sich im Juni 2021 für die Förderung folgender 15 Fellows entschieden:

  • ZK/U Berlin: Laura Ganda (Harare), Mike Mavura (Kapstadt), Renée Akitelek Mboya (Nairobi), Sibongile Msimango (Johannesburg), Luamba Muinga (Luanda), Luvuyo Equiano Nyawose (Kapstadt)
  • G.A.S. Foundation in Lagos: Lynhan Balatbat Helbock (Berlin), Miriam Bettin (Köln), Mahret Ifeoma Kupka (Frankfurt a. M.)
  • Bag Factory in Johannesburg: Federica Bueti (Berlin), Vincent Schier (Berlin/Göttingen), Sofia Ana Elise Steinvorth (Würzburg)
  • NCAI in Nairobi: Jumoke Adeyanju (Berlin), Nathalie Anguezomo Mba Bikoro (Berlin), Kathy-Ann Tan (Berlin)

Weitere Informationen zu den ausgewählten Fellows sind auf der Website des ZK/U Berlin (externer Link, öffnet neues Fenster) abrufbar.

Fonds TURN2 – 9 künstlerische Kooperationsprojekte:

Die Jury des Fonds TURN2 hat im Juni 2021 neun künstlerische Kooperationsprojekte mit einem Fördervolumen von 1,3 Mio. Euro für eine Förderung empfohlen. Daran beteiligt sind u. a. 17 Partnereinrichtungen aus elf afrikanischen Ländern. Gefördert werden Projekte aus den Bereichen Musiktheater, Bildende Kunst, Musik, Kulturgeschichte sowie spartenübergreifende Vorhaben.

  • „Afropollination“ von Piranha Arts in Berlin und Boutique Foundation/Nyege Nyege Festival in Kampala (Uganda): Das Projekt bringt Musikerinnen und Musiker verschiedener Genres und Performer aus Deutschland, Uganda, Südafrika, Kamerun, Kenia, DR Kongo und weiteren afrikanischen Ländern zusammen.
  • „Unraveling the (Under)Development Complex, or: Towards a Post-(Under)Development Interdependence“ von SAVVY Contemporary in Berlin, Bandjoun Station in Bandjoun (Kamerun) und African Digital Heritage (Kenia): Das Projekt würdigt den guyanischen Autor Walter Rodney anlässlich des 50-jährigen Jubiläums seines Buches „How Europe Underdeveloped Africa“ und hinterfragt überlieferte Vorstellungen von entwickelten und unterentwickelten Weltregionen.
  • „Deep into Highlife. Santrofi’s Highlife Sessions“ von Outhere Records in München und Santrofi aus Accra (Ghana): In Zusammenarbeit mit Musikerinnen und Musikern aus Deutschland und Ghana wird in Workshops ein Album zu den westafrikanischen Musikrichtungen Highlife und Afrobeat entstehen und in Konzerten präsentiert.
  • „The Ghosts are Returning“ von Podium-Festival in Esslingen, Centre d’Art Waza in Lubumbashi (DR Kongo), Group50:50 und European Alternatives: Das postdokumentarische Musiktheaterprojekt beschäftigt sich mit dem transkontinentalen Handel mit Rohstoffen, Menschen und kulturellen Artefakten, mit Migrationsbewegungen und Fragen der Restitution und Wiedergutmachung.
  • „The Common Stories. Soundtrack of our Wars: A Documentary Musical Theatre“ von Oyoun – Kultur NeuDenken in Berlin, Ubumuntu Arts Festival in Kigali (Ruanda) und Sarajevo War Theatre in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina): Das dokumentarische Musiktheaterprojekt befasst sich mit Vergangenheitsaufarbeitung und Kriegstraumata in der Diaspora und in Post-Konflikt-Gesellschaften.
  • „Marejesho – asili mila utamaduni wetu. Kilimanjaro Colonial History Mobile Exhibition“ von Flinn Works in Berlin und Old Moshi Cultural Tourism in Old Moshi (Tansania): In mobilen Pop-Up-Ausstellungen in Tansania sowie einer Ausstellung im Tieranatomischen Theater in Berlin werden die Themen Kolonialgeschichte und Rückführung von Artefakten und menschlichen Überresten behandelt.
  • „We Yan Daudu. Towards a Decolonial Queer Vocabulary“ von Kampnagel Hamburg und The Oasis Project in Lagos (Nigeria): Das Projekt befragt eurozentrische Begriffe von Queerness, um neue Begrifflichkeiten zu entwickeln, die historisch, sprachlich und gesellschaftlich die Lebensrealitäten in Nigeria reflektieren. Entstehen soll ein digitales Glossar von Neologismen und vergessenen oder wiederentdeckten Begriffen.
  • „LabKontempo Kinshasa/Berlin. A Question of Perspective“ von Acud Macht Neu in Berlin und Option ONGD in Kinshasa (DR Kongo): Das Festival LabKontempo erprobt neue Formen der Zusammenarbeit, die aus der pandemischen Erfahrung von Kontrollverlust und Verletzlichkeit hervorgehen und postkoloniale Denkstrukturen in der internationalen zeitgenössischen Kunst hinterfragen.
  • „People’s Stories – Past and Present. Bridging the Silenced and Liminal Spaces of African Imaginary von Dox Box e. V. in Berlin, RAW Material Company und KENU in Dakar (Senegal), Centre Cinématographique Marocain in Rabat (Marokko), Cinémathèque de Tanger (Marokko), Dar Al-Ma’mun in Marrakesch (Marokko), Art Gallé in Nuakschott (Mauretanien) und weiteren Partnern: Im Zentrum dieses Projekts stehen dekoloniale Zugänge zu Filmarchiven. In Workshops, Präsentationen, Ausstellungen und einem Symposium soll u. a. der Frage nach der Restitution von Film in Kolonialarchiven nachgegangen werden.

Hintergrund: Bereits seit 2012 unterstützt die Kulturstiftung des Bundes künstlerische Kooperationen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern. Im Fonds TURN – Vorläufer des Programms TURN2 – wurden insgesamt 101 Vorhaben mit Partnern aus über 30 afrikanischen Ländern gefördert.

Alle Informationen zum Programm TURN2 finden Sie auf unserer Website unter www.kulturstiftung-des-bundes.de/turn2 (externer Link, öffnet neues Fenster) sowie in den Social Media unter #FondsTurn2 und #Turn2Residencies.

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news-102 Fri, 18 Jun 2021 12:13:00 +0200 Neue Förderprojekte der Kulturstiftung des Bundes https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=102&cHash=c51ac3efbed6b2487c23e0aeda703067 In Dresden internationaler Kulturaustausch zu DDR-Zeiten und in Köln Konzeptionslabore für das künftige Migrationsmuseum. 26 neue Projekte in der allgemeinen Projektförderung.   Auf seiner gestrigen Sitzung verabschiedete der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Monika Grütters folgende Vorhaben:

•    Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt Kontrapunkte (AT) der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), das eine exemplarische Sichtung und Einordnung von Kunstwerken, Objekten und Dokumenten unter der Perspektive einer transkulturellen DDR-Kunstgeschichte in den Jahren 1949 bis 1990 vornimmt. Der kulturelle Austausch der SKD-Institutionen mit sozialistisch orientierten Ländern des Globalen Südens sowie mit Befreiungsbewegungen in südafrikanischen Ländern und dem Nahen Osten ist bislang kaum erforscht worden. Das Projekt geht der Frage nach, welche Rolle Kunst und Kultur in den komplexen Beziehungen der DDR zu den jeweiligen Partnerländern gespielt hat: Wie wurde der Kulturaustausch, der zur Bildung einer sozialistischen Welt- und Wertegemeinschaft beitragen sollte, praktisch organisiert? Welchen Einfluss übten Kunst und Kultur der Bruderländer ihrerseits auf das kulturelle Schaffen in der DDR aus und wie wurden umgekehrt Wanderausstellungen der DDR in den Partnerländern aufgenommen? Untersucht wird unter anderem, ob es eine eigenständige Ikonografie der Völkerfreundschaft gab, auf welche Traditionen sie sich bezog und worin sie sich von ihnen unterschied. Anlässlich der Ausstellung finden in den Jahren 2022 bis 2024 inner- und außerhalb der SKD-Häuser insgesamt acht große Forumsveranstaltungen statt, in denen ein offener Umgang mit DDR-Geschichte erprobt und praktiziert werden soll. Außerdem wird ein als Open-Access-Angebot programmiertes innovatives Digitalforum entwickelt. Alle drei Module werden unter dem Titel Kontrapunkte zusammengefasst. Das Gesamtprojekt erhält von der Kulturstiftung des Bundes 500.000 Euro.

•    Im Jahr 2025 wird in Köln-Kalk das Haus der Einwanderungsgesellschaft (AT) eröffnet, welches die Geschichte der Einwanderung nach Deutschland seit der Nachkriegszeit diskutieren soll und das dem Verein DOMiD (Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland) eine langfristige institutionelle Perspektive gibt. Um die Vielfalt gesellschaftlicher Stimmen, Wertevorstellungen, Erfahrungen, die Lebensgeschichten von Migrantinnen und Migranten, auch die der „Vertragsarbeiter“ in der DDR, in ein neuartiges Museum aufzunehmen, soll das Prinzip Partizipation von Anfang an Leitgedanke der Museumskonzeption werden. Bürgerinnen und Bürger sollen bereits in die konzeptionelle Entwicklung des Museums sowie in Strategien des Sammelns einbezogen werden. Zu diesem Zweck fördert die Kulturstiftung des Bundes bis 2024 eine experimentelle Entwicklungsphase. In sog. Laboren, den DOMiDLabs, soll erprobt werden, wie eine solche Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger aussehen könnte: Wie lassen sich die Perspektiven der Zeitzeugen oder „Expertinnen und Experten des Alltags“ einbringen? Welche Raumgestaltung animiert zu Interaktion? Wie kann ein Museum gestalterisch flexibel auf aktuelle, auch konfliktreiche Debatten reagieren? Wie können tabuisierte Themen respektvoll ausgestellt werden? Die Kulturstiftung des Bundes fördert DOMiDLabs mit 800.000 Euro.

Die interdisziplinäre Jury der Allgemeinen Projektförderung empfahl auf ihrer jüngsten Sitzung 26 neue Förderprojekte. Die Fördersumme beträgt insgesamt 4,1 Mio. Euro. Dazu gehören:

Das internationale Symposium „Currency“ (externer Link, öffnet neues Fenster) zur 8. Triennale der Photographie Hamburg 2022; das von Kunsthaus Dresden und HELLERAU für den Dresdner Stadtraum initiierte transnationale Projekt „Nordost Südwest“ (externer Link, öffnet neues Fenster) zu zeitgenössischer Kunst; die digitale Ausstellung „De-Zentralbild“ (externer Link, öffnet neues Fenster) mit privaten Fotos von DDR-Migrantinnen (Ostdeutsche of Colour), die anschließend in die DOMiD-Sammlung überführt wird; die deutschlandweit erste Einzelausstellung der chinesischen Multimedia-Künstlerin Lu Yang (externer Link, öffnet neues Fenster) im Kunstpalais Erlangen; das Jubiläumsprogramm „Unheimlich Fantastisch“ (externer Link, öffnet neues Fenster) anlässlich des 200. Todestages des Dichters E.T.A. Hoffmann in der Staatsbibliothek zu Berlin, der Staatsbibliothek Bamberg und dem Romantik-Museum Frankfurt/M.; eine Ausstellung mit Werken von Kameelah Janan Rasheed (externer Link, öffnet neues Fenster) im Kunstverein Hannover; die Musiktheater-Inszenierung „SMAK! A Headless 100-Act-Opera“ (externer Link, öffnet neues Fenster) des philippinischen Künstlers, Filmemachers, Musikers und Performers Khavn an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz unter neuer Intendanz von René Pollesch; das „democratic boot camp“ (externer Link, öffnet neues Fenster) inklusiver Theatergruppen auf Kampnagel Hamburg; eine künstlerische Konferenz von Julian Warner zu „Global Angst“ (externer Link, öffnet neues Fenster) in der Muffathalle München und verschiedenen Orten im Münchner Stadtraum; das Ausstellungsprojekt „The Future of Cities. Not for Granted“ (externer Link, öffnet neues Fenster) der Halle 14 in Leipzig zur Zukunft unserer Städte; die Ausstellung „TO BE SEEN. Queer Lives 1900–1950“ (externer Link, öffnet neues Fenster) im NS-Dokumentationszentrum München.

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news-101 Wed, 26 May 2021 10:48:00 +0200 117mal Kultursommer in Deutschland https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=101&cHash=0fbce31a487922886288583ede0db20a Die Entscheidung, welche Städte und Landkreise gefördert werden, ist gefallen: Bewilligt wurden 117 Anträge, 63 kreisfreie Städte und 54 Landkreise werden bundesweit unterstützt. Das entspricht einer Förderquote von 80% aller Anträge. Das Bedürfnis, nach den harten Einschränkungen durch die Pandemie endlich wieder Kultur erleben und Kunst machen zu dürfen, ist allenthalben spürbar. Die Hoffnung, dass der Sommer Entlastung bringen und neue Möglichkeiten für kulturelle Aktivitäten schaffen könnte, hat viele Kulturverantwortliche in Stadt und Land dazu bewogen, einen Antrag für die Teilnahme am Programm „Kultursommer 2021“ (externer Link, öffnet neues Fenster) bei der Kulturstiftung des Bundes einzureichen. Dafür stellte die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Im Frühjahr kurzfristig 30 Mio. Euro aus ihrem Programm NEUSTART KULTUR zur Verfügung.

Dazu Staatsministerin Monika Grütters: „Die Sehnsucht nach Kulturgenuss ist gewaltig – beim Publikum, vor allem aber bei den Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen, die endlich wieder zum Einsatz kommen wollen. Mit dem Kultursommer leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu, die Künste und das Kulturleben in Stadt und Land wiederzubeleben. Der Kultursommer ist vor allem aber auch ein Ausdruck der Wertschätzung für die Kreativen und eine Anerkennung dafür, wie sehr sie unser Gemeinwesen bereichern. Die Kultur kann uns jetzt aus der Isolation herausholen, sie kann vielen Menschen wieder Anregungen und Denkanstöße liefern, sich mit anderen Themen als mit ihrer schwierigen Situation in den langen Monaten des Lockdowns auseinanderzusetzen.“

Gestern fiel die Entscheidung, welche Städte und Landkreise gefördert werden. Bewilligt wurden 117 Anträge, 63 kreisfreie Städte und 54 Landkreise werden bundesweit unterstützt. Das entspricht einer Förderquote von 80% aller Anträge. Die zur Verfügung stehen Mittel wurden voll ausgeschöpft.

Die Bedingungen dafür, dass zahlreiche Kulturveranstaltungen mit einem großen Spektrum an Formaten im Freien stattfinden und als höchst willkommene gesellschaftliche Ereignisse wahrgenommen werden können, sind durch die Förderung verbessert, gesichert oder überhaupt erst ermöglicht worden. Der öffentliche Raum wird in den Sommermonaten maßgeblich durch Kultur wiederbelebt werden. Künstlerinnen aller Sparten und Kulturschaffende im Backstage bekommen nun wieder Auftritts- und Arbeitsmöglichkeiten, nachdem sie in den vergangenen Monaten allenfalls auf den digitalen Raum beschränkt waren.

Als schöner Begleiteffekt des Programms kann die Tatsache gelten, dass fallweise neue Kooperationen zwischen Kommunen und zwischen Kulturakteuren, Künstlern, Stadt- oder Landkreisverwaltungen entstanden sind. So haben sich manchmal kleinere Gemeinden zusammengetan und gemeinsam Konzepte über ihren Landkreis beantragt. Diese wiederum sind in ihrer Rolle als Ansprechpartner für Kultur gestärkt worden.

Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, freut sich: „Die hohe Anzahl an Anträgen aus allen Landesteilen ist ein schöner Beweis dafür, dass in Politik und Verwaltung das Vertrauen in die gesellschaftliche Attraktivität der Kultur groß ist. Angesichts der Einschnitte in den vergangenen Monaten haben Kunst und Kultur vielleicht sogar noch an Wertschätzung gewonnen.“

Eine Übersicht über alle im Programm „Kultursommer 2021“ geförderten Projekte in den Städten und Landkreisen finden Sie unter https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/kultursommer2021 (externer Link, öffnet neues Fenster).

Weitere Informationen zum Konjunkturprogramm NEUSTART KULTUR finden Sie unter www.kulturstaatsministerin.de/neustartkultur (externer Link, öffnet neues Fenster)

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news-100 Wed, 12 May 2021 18:04:03 +0200 Diversität als Zukunftsfaktor für Kulturinstitutionen https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=100&cHash=cd4a582d909be295428775df97113a0f Das Programm „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ veröffentlicht Empfehlungen für eine nachhaltige Diversitätsentwicklung im Kulturbereich. Aus gegebenem Anlass, dem Deutschen Diversity-Tag am 18. Mai, zieht die Kulturstiftung des Bundes Halbzeitbilanz und gibt erste Empfehlungen für eine nachhaltige Diversitätsentwicklung (externer Link, öffnet neues Fenster) an Kulturinstitutionen. Sie basieren auf einer umfang- und detailreichen Evaluation des spartenübergreifenden Programms „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“.

Seit 2018 unterstützt die Kulturstiftung des Bundes mit dem Fonds „360°“ bundesweit 39 Kulturinstitutionen vier Jahre lang dabei, eine diversitätsorientierte Öffnung ihrer Häuser in den Bereichen Personal, Programm und Publikum durchzuführen. Das Modellprogramm verfolgt einen langfristigen Ansatz, der nicht von außen Instrumente zur Organisationsentwicklung aufzeigt, sondern in den Strukturen der Organisationen selbst ansetzt: In den geförderten Einrichtungen wurde die Stelle eines/einer sogenannten Diversitätsagenten/in geschaffen, der/die die Institutionen von innen proaktiv beim Change-Management unterstützt.

In den vergangenen zwei Jahren konnten in den geförderten Institutionen durch eine prozessbegleitende Evaluation empirische Erkenntnisse zu diversitätsorientierter Organisationsentwicklung gewonnen werden. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wurden konkrete Handlungsempfehlungen für Kulturinstitutionen und Kulturpolitik erarbeitet, die nun einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Das Dokument soll als Arbeitspapier und Diskussionsgrundlage für weitere Entwicklungen verstanden werden. Zu diesem Zweck ist die jährlich im „360°“-Programm stattfindende Akademie in diesem Jahr erstmals nicht als rein interne Veranstaltung für die geförderten Einrichtungen konzipiert, sondern wird an zwei Tagen geöffnet für Vertreter aus Kulturpolitik, anderen Kulturinstitutionen und eine interessierte Öffentlichkeit: Am 25. und 26. November 2021 können die Empfehlungen im großen digitalen Forum reflektiert, diskutiert und weiterentwickelt werden. Weitere Informationen zu Anmeldung und Programm folgen rechtzeitig vor der Veranstaltung.

Die Empfehlungen werden von der Kulturstiftung auch medial inhaltlich flankiert: Ende Mai erscheint die erste Folge des neuen Podcasts „KulturDivers – Der Podcast zu Kultur und Diversität der Kulturstiftung des Bundes“, für die die Journalistin und Diversity-Trainerin Sou-Yen Kim Interviews mit der Politikwissenschaftlerin und Expertin für Intersektionalität Emilia Roig sowie der künstlerischen Direktorin der Kulturstiftung und Initiatorin von „360°“, Hortensia Völckers, geführt  hat. In weiteren Folgen begibt sich die Moderatorin in den Maschinenraum des Programms und spricht mit Diversitätsagentinnen und Leitungen der geförderten Institutionen über die Erfolge und Herausforderungen bei der Umsetzung diversitätsorientierter Öffnungsprozesse an Kulturinstitutionen. Der Podcast wird auf der Website der Kulturstiftung sowie den üblichen Portalen veröffentlicht.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter www.kulturstiftung-des-bundes.de/360-fonds (externer Link, öffnet neues Fenster).

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