Kulturstiftung des Bundes: News https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/ Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. de Copyright 2022 Kulturstiftung des Bundes Tue, 06 Dec 2022 11:25:07 +0100 Tue, 06 Dec 2022 11:25:07 +0100 TYPO3 Kulturstiftung des Bundes: News https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/typo3conf/ext/cb_cosmobase/Resources/Public/Images/logos/logo-rss.png https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/ 141 57 Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. news-117 Fri, 11 Nov 2022 10:16:00 +0100 Besondere Unterstützung für die Kultur in ländlichen Räumen https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=117&cHash=f0a23d1eff4e28b83e64ab776d88d9ef Kulturstaatsministerin Claudia Roth wird gemeinsam mit Bundesminister Cem Özdemir und Bundesministerin Nancy Faeser sowie der Kulturstiftung des Bundes ein großes, interministeriell abgestimmtes Programm auf den Weg bringen Das Bundespresseamt teilte heute mit, dass Kulturstaatsministerin Claudia Roth gemeinsam mit Bundesminister Cem Özdemir und Bundesministerin Nancy Faeser sowie der Kulturstiftung des Bundes ein großes, interministeriell abgestimmtes Programm auf den Weg bringen wird. "Zusammen gestalten - Strukturen stärken" soll die Kultur in ländlichen Räumen und strukturschwachen Gebieten stärken. Bemerkenswert ist die Laufzeit des Programms bis zum Jahr 2030 und ebenso auch die hohe Fördersumme: 69 Mio. Euro werden dafür im Haushalt der Bundesregierung zur Verfügung gestellt.

Die Kulturstiftung des Bundes hatte 2015 mit dem Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ die Initiative ergriffen, ländliche Regionen gezielt und spezifisch dabei zu unterstützen, ihre Kulturorte und ihr Kulturangebot zu stärken. Das neue interministerielle Programm unter Einbindung der Kulturstiftung des Bundes ist eine Bestätigung der bisher in TRAFO erzielten Erfolge. "Zusammen gestalten - Strukturen stärken" baut dessen Ansatz aus und gibt lange Planungssicherheit für eine Initiative, die sich schon in den vergangenen Jahren durch konstruktive und gelungene Kooperationen zwischen Bund, Ländern und Kommunen auszeichnete.

Der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes, Hortensia Völckers und Kirsten Haß, freuen sich über die Nachricht aus dem Haushaltsausschuss des Bundestages und danken insbesondere der Kulturstaatsministerin: „Die Dimension des neuen Programms hat unsere hochgesteckten Erwartungen noch übertroffen. In seinem interministeriellen Zuschnitt würdigt es erfolgversprechende Strukturen in der Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen. Wir sehen darin eine Anerkennung des unermüdlichen Engagements der vielen Aktiven vor Ort. Sie können nun optimistisch in die Zukunft blicken, das Programm schafft Sicherheit.“

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news-116 Mon, 24 Oct 2022 12:05:29 +0200 Kulturstiftung des Bundes veröffentlicht digitales Spiel zur Bibliotheksentwicklung https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=116&cHash=1c0814b057852fa29afa692a79c1fada Das hochdrei – Visionenspiel ist seit dem heutigen Tag der Bibliotheken frei auf der Website der Kulturstiftung verfügbar   Zum heutigen Tag der Bibliotheken veröffentlicht die Kulturstiftung des Bundes das hochdrei – Visionenspiel, ein digitales Werkzeug für die räumlich-konzeptionelle Entwicklung von Bibliotheken. Mit dem Visionenspiel steht damit ab sofort ein Instrument zur Verfügung, das es Bibliotheken, Bürgerinnen aber z.B. auch kommunalen Verwaltungen ermöglicht, Bibliotheken in einem gemeinsamen spielerischen Aushandlungsprozess neu zu denken und eine Vision für ihre eigene Bibliothek zu entwickeln. Das im Programm hochdrei – Stadtbibliotheken verändern entwickelte Spiel bringt die Interessen der verschiedenen Parteien über einen partizipativen Prozess zusammen und bündelt sie in einer gemeinsamen Vision. Schritt für Schritt werden die Spielenden durch den Entwicklungsprozess geführt: von ersten Ideen – wie die Bibliothek aussehen, was sie leisten oder wie sie sich anfühlen soll – zu einem runden Gesamtkonzept für die Bibliothek von morgen.

Somit ist das Spiel am Grundgedanken des Programms hochdrei – Stadtbibliotheken verändern ausgerichtet: Bibliotheken werden hier in ihrer Entwicklung zu teilhabeorientierten Kulturorten unterstützt, um als „Dritte Orte“ die Stadtgesellschaft zu stärken. Im Programm hochdrei sind in den Jahren 2018 bis 2022 in insgesamt 28 Projekten in ganz Deutschland unkonventionelle Ideen und kreative Formate entstanden, die es den Stadtbibliotheken auf Dauer ermöglichen, sich als offene Orte der Begegnung zu etablieren. Die Kulturstiftung des Bundes fördert das Programm mit 5,6 Mio. Euro.

Empfohlen ist das Visionenspiel für Gruppen von vier bis sieben Spielenden bei einer Spielzeit von circa zwei Stunden. Voraussetzungen sind lediglich Internetzugang und Browser sowie Mikrofon und Kamera: Die Spielschritte werden in der Nutzeroberfläche selbst einfach erklärt. Ab heute steht das hochdrei – Visionenspiel auf der Website der Kulturstiftung zur kostenfreien Nutzung bereit.

Den Zugang und weitere Informationen zum Spiel finden Sie unter www.kulturstiftung-des-bundes.de/visionenspiel und unter dem Hashtag #hochdrei in den sozialen Medien.

Konzept, Inhalt und Layout des hochdrei – Visionenspiels wurden im Auftrag der Kulturstiftung des Bundes vom Architekturbüro Die Baupiloten BDA entwickelt und technisch in Zusammenarbeit mit dem digitalen Spielentwickler Honig Studios realisiert.

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news-115 Tue, 11 Oct 2022 10:00:00 +0200 Eine Million Euro für den zeitgenössischen Tanz https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=115&cHash=635f5c0a0e4fb53484c8f479ddd0b9e1 Kulturstiftung des Bundes fördert im Programm Tanzland weitere 10 Gastspielkooperationen mit insgesamt 1,13 Mio. Euro Mit Tanzland – Programm für Gastspielkooperationen möchte die Kulturstiftung des Bundes die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes auch jenseits der etablierten Tanzzentren sichtbar machen: Seit 2017 fördert das Programm Gastspiele von Tanzensembles in Gastspielhäusern außerhalb der Metropolen. Die Fachjury von Tanzland hat auf ihrer jüngsten Sitzung 10 weitere Kooperationen für eine Förderung mit einem Fördervolumen von 1,13 Mio. Euro empfohlen: Beteiligt sind dabei 12 Gastspielhäuser der INTHEGA (der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e.V.) in kleineren und mittleren Städten und 15 Ensembles, die in Tandem- oder Netzwerkpartnerschaften über mehrere Spielzeiten miteinander kooperieren.

Gefördert werden in der zweiten Antragsrunde des Programms die folgenden Kooperationen:

Um das Publikum vor Ort für den zeitgenössischen Tanz zu begeistern, erarbeiten die Tanzensembles gemeinsam mit den Gastspielhäusern ortsspezifische Gastspielpläne und Vermittlungskonzepte. Viele der geförderten Projekte setzen einen besonderen Fokus auf die inklusive Kunstproduktion und Vermittlung, so etwa die Kooperation von Friedrich-Wolf-Theater Eisenhüttenstadt und tanzbar_bremen, in der gemeinsam mit Bewohnerinnen der Lebenshilfe Oder-Spree ein Stück erarbeitet wird. Andere Projekte planen beispielsweise Auftritte von mixed-abled Gruppen oder Tanzbattles als inklusives Begegnungsformat für Menschen mit und ohne Behinderung.

Die beteiligten Gastspielhäuser in ganz Deutschland – von Bremerhaven im Norden über Staßfurt und Bernburg in Sachsen-Anhalt bis nach Neustadt an der Weinstraße – setzen sich in ihren Projekten für eine nachhaltige Etablierung der Sparte Tanz, insbesondere des zeitgenössischen Tanzes, vor Ort ein. Dazu werden Strukturen geschaffen – z.B. mit eigenen Stellen für Tanzvermittlung in Bernburg und Amberg – und Netzwerke ausgebaut – etwa durch die enge inhaltliche Zusammenarbeit von Lünen und Viersen. Nachhaltig sind viele der Kooperationen darüber hinaus auch im ökologischen Sinn: Viele der beteiligten Partner liegen geografisch nah beieinander und können so auf umweltbelastende weite Anreisen verzichten.

Ausführliche Informationen zu allen geförderten Projekten unter www.kulturstiftung-des-bundes.de/tanzland und unter dem Hashtag #tanzland in den sozialen Medien.

Seit 2017 fördert die Kulturstiftung des Bundes im Programm Tanzland insgesamt 39 Gastspielkooperationen mit einem Fördervolumen von 5,2 Mio. Euro.

Für das Jahr 2023 plant die Kulturstiftung mindestens ein größeres Vernetzungstreffen für die Geförderten und die Fachöffentlichkeit, um die langfristige Zusammenarbeit von INTHEGA-Häusern und Tanzensembles zu stärken.

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news-113 Thu, 06 Oct 2022 10:00:00 +0200 Kulturstiftung des Bundes fördert 26 klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte mit insgesamt 3 Mio. Euro https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=113&cHash=87a3a0359e511e8e1e71ec5c65465cd5 Der Fonds Zero unterstützt Institutionen bundesweit bei der Umsetzung künstlerisch innovativer und zugleich klimaneutraler Projekte in den Jahren 2023 – 2024   Mit „Zero – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte“ möchte die Kulturstiftung des Bundes Kultureinrichtungen darin unterstützen, klimaneutrale Produktionsformen und neue Ästhetiken einer ökologischen Nachhaltigkeit zu erproben. Die Fachjury von Zero hat auf ihrer Sitzung im September 26 Projekte für eine Förderung mit einem Gesamtvolumen von 3,04 Mio. Euro empfohlen. Es handelt sich um thematisch vielseitige Vorhaben von großen und kleinen Institutionen aus zehn Bundesländern und den Sparten (Musik-)Theater, Tanz, Musik, Literatur, Kulturgeschichte und Bildende Kunst.

Um im Rahmen des Programms modellhaft einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, werden die Projekte den Zielpfad zur Klimaneutralität entlang der Reihenfolge „Vermeiden, Reduzieren, Kompensieren“ verfolgen. Dabei spiegelt die Vielfalt an experimentellen Maßnahmen der Emissionsreduktion die Herausforderungen und Potentiale insbesondere in den Handlungsfeldern Infrastruktur, Mobilität und Material: In den Gebäuden werden u. a. die Spielräume bei der Klimatisierung und Heizung ausgelotet und alternative Formen der Energieproduktion getestet. Mit Blick auf Reisen und Transporte werden bspw. umweltfreundliche Mobilitätskonzepte für künstlerische Teams und neue Anreize für die Publikumsanreise erprobt. Um Ressourcen effizient zu nutzen, werden Materialkreisläufe weiterentwickelt und organische Baustoffe wie Myzel für Bühnenbilder und Ausstellungsarchitekturen verwendet.

Einige der in Zero geförderten Projekte setzen sich auch thematisch mit der Klimakrise und deren Ursprüngen auseinander, u. a. in einer Inszenierung von Thomas Köcks „eure paläste sind leer (all we ever wanted)“ am Hans Otto Theater Potsdam, die einen Zusammenhang zwischen menschengemachtem Klimawandel und europäischem Kolonialismus herstellt, oder in der Ausstellung „Into the Deep“ des Zeppelin Museums in Friedrichshafen, die den globalen Rohstoffabbau und den Kampf um Ressourcen thematisiert.

Gefördert werden die folgenden Institutionen der nachfolgend gelisteten Sparten:

Theater:

  • Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar
  • Düsseldorfer Schauspielhaus
  • Hans Otto Theater, Potsdam
  • Landesbühnen Sachsen
  • Pfalztheater Kaiserlautern
  • Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin
  • Staatstheater Braunschweig
  • Stadttheater Gießen
  • Theater der Jungen Welt, Leipzig
  • Theater Regensburg
  • Theater Oberhausen

Tanz:

  • HAU Hebbel am Ufer
  • Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden
  • Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

Musiktheater:

  • Neuköllner Oper, Berlin
  • Oper Leipzig
  • Wuppertaler Bühnen und Sinfonieorchester

Musik:

  • Kulturzentrum Pavillon (Bürgerinitiative Raschplatz), Hannover
  • Tonhalle Düsseldorf

Bildende Kunst:

  • Museum Ludwig, Köln
  • neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK), Berlin
  • Stiftung Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig (GfZK)
  • Zeppelin Museum Friedrichshafen

Kulturgeschichte:

  • LWL-Museum für Archäologie (Westfälisches Landesmuseum), Herne

Literatur:

  • Stadtbibliothek Pankow
  • Stadtbücherei Tübingen

Detaillierte Informationen und Termine zu allen geförderten Projekten finden Sie in Kürze unter www.kulturstiftung-des-bundes.de/zero sowie unter dem Hashtag #FondsZero in den Social Media.

Um den Wissenstransfer innerhalb und über das Programm hinaus zu fördern, sind in Zero bis 2025 regionale Netzwerktreffen und Akademien in Planung. Über die kommenden Termine und deren Dokumentation informieren wir auf unserer Website.

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news-112 Fri, 29 Jul 2022 12:23:36 +0200 Künstlerische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern  https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=112&cHash=4c9e06f9864170acc0806d8135e90c8a Kulturstiftung des Bundes unterstützt 12 neue künstlerische Kooperationen im Fonds TURN2 mit 1,7 Mio. Euro  die Jury des Fonds TURN2 hat Ende Juni zwölf neue künstlerische Kooperationsprojekte zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern mit einer Fördersumme von 1,7 Mio. Euro ausgewählt. Daran beteiligt sind 20 Partnereinrichtungen aus 13 afrikanischen Ländern. Insgesamt erhöht sich die Zahl aller seit 2012 im Programm geförderten Kooperationen auf 122 Projekte.  

Die in der aktuellen, vorerst letzten Runde geförderten Projekte entwickeln Vorhaben in den Sparten Bildende Kunst, Musik, Theater sowie Musiktheater. Ein Großteil sind interdisziplinäre künstlerische Forschungsprojekte, die mit verschiedenen Formaten arbeiten. Sie greifen virulente gesellschaftliche und kulturpolitische Diskurse über dekoloniale Wissenspraktiken und Geschichtsnarrative, Erinnerungskultur und Restitution auf. Vor dem Horizont des politischen Zusammenhangs von Ökologie und Antikolonialismus wird zudem das Verhältnis des Menschen zur Natur neu beleuchtet.  

Die Projekte sind inhaltlich so vielfältig wie spezifisch: Ein Vorhaben stellt beispielsweise Bezüge zwischen dem schlesischen Weber-Aufstand 1844 und dem burundischen Abadasigani-Aufstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts her. Ein anderes spürt dem Leben von Migrantinnen aus den sogenannten sozialistischen Bruderländern wie Ghana, Mosambik und Kuba in der DDR nach. Bibliotheken in Bamako, Dakar, Abidjan, Algier und Berlin verwandeln sich für ein weiteres Projekt in multisensorische Forschungsstätten für die internationale Zirkulation von Wissen.  

 Die neuen Projekte und ihre Partner im Überblick: 

  • „Talking About Silence“ – Theaterprojekt des HELIOS Theater in Hamm und des Ishyo Arts Centre in Kigali (Ruanda) 
  • „Oscillations“ – Klang- und Hörkunstprojekt der Akademie der Künste in Berlin, des Centre for Humanities Research an der University of the Western Cape in Kapstadt (Südafrika) und des DeutschlandRadio Kultur  
  •  “Transfer(s)” – Ausstellung der Kunsthalle Osnabrück und des Savannah Centre for Contemporary Art in Tamale (Ghana)
  • “Sound Lab for Fluid Ways of Knowing” – Sound Labs von all2gethernow, dem Brecht-Festival in Augsburg und The Art Concept in Accra (Ghana) 
  • “Echos der Brüderlander” – künstlerisches Forschungs- und Ausstellungsprojekt des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin, der Foundation for Contemporary Art in Accra (Ghana), des Savannah Centre for Contemporary Art in Tamale (Ghana), Mbenga – Artes & Reflexōes in Maputo (Mosambik), Hanoi Ad Hoc in Hanoi (Vietnam) und anderen
  • “Soil Conversations” – Ausstellungsprojekt der Galerie im Körnerpark in Berlin, des Bubblegum Club in Johannesburg und der Johannesburg Art Gallery (Südafrika)
  • “Dancing Instruments” – Performance Festival von Come in Tent / Crossings in Hamburg, des Museum am Rothenbaum in Hamburg und des Munyama Art Centre in Windhoek (Namibia)
  • “The Ingabo – A night to fall” – Musiktheaterprojekt von Kommen & Gehen – Das Sechsstädtebund-Festival in der Oberlausitz und von Umunyinya in Bujumbura (Burundi) 
  • “When The Jackal Leaves The Sun: Decentering Restitution | Pedagogies of Repossession” – interdisziplinäres künstlerisches Forschungs- und Ausstellungsprojekt der District*School Without Center in Berlin, des Soma Collective in Dar Es Salaam (Tansania), des Wali Chafu Collective in Nairobi (Kenia) und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 
  • “The Roots of Our Hands Deep as Revolt” – interdisziplinäres Ausstellungs- und Publikationsprojekt des Nyabinghi Lab in Berlin und KENU – Lab'Oratoire des Imaginaires in Dakar (Senegal)
  • “In the Inner Bark of Trees” – Bibliotheks- und Ausstellungsprojekt des Archive Kabinett in Berlin, Rencontres de Bamako (Mali), AWU Radio and Women's Library in Dakar (Senegal), Editions Motif in Algiers (Algerien), Le 18 Derb el Ferrane in Marrakesch (Marokko), 1949books in Abidjan (Elfenbeinküste), LoCa in Livingstone (Sambia) und Iniva in London (UK) 
     

Bereits seit einem Jahrzehnt fördert der Fonds TURN bzw. sein Nachfolger TURN2 künstlerische Kooperationen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern. Das Programm hat unzählige Kulturinstitutionen, renommierte wie aufstrebende Künstlerinnen und Künstler interkontinental vernetzt und in einen produktiven nachhaltigen Austausch gebracht. Sein langjähriger Erfolg in Deutschland und den Partnerländern beruht nicht zuletzt darauf, neue Impulse für die Bedingungen und Möglichkeiten fairer internationaler Zusammenarbeit entwickelt zu haben.  

Weitere Informationen zum Programm TURN2 finden Sie auf unserer Website www.kulturstiftung-des-bundes.de/turn2 (externer Link, öffnet neues Fenster) und in den sozialen Medien unter #FondsTurn2.

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news-111 Tue, 05 Jul 2022 10:50:05 +0200 Stiftungsrat verabschiedet neue Programme und Projekte der Kulturstiftung des Bundes https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=111&cHash=6b693d829e62f1ee35ef47457b247810 Kulturstiftung des Bundes mit bundesweitem Programm zu inklusiver Kunstpraxis und einer Initiative zur Kolonialgeschichte der Stadt Hamburg Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Claudia Roth bewilligte auf seiner gestrigen Sitzung neue Vorhaben der Kulturstiftung im Gesamtumfang von 8,7 Mio. Euro:

  • Der Soforthilfe-Fonds für ukrainische Kulturakteure, den das Goethe-Institut und die Kulturstiftung des Bundes gemeinsam im Frühjahr 2022 initiiert hatten, wird fortgeführt und um 800.000 Euro aufgestockt. Die Kulturstiftung beteiligt sich mit 400.000 Euro. Darüber hinaus starten das Goethe-Institut und die Kulturstiftung des Bundes einen zusätzlichen Soforthilfe-Fonds für belarussische und russische Kulturakteure mit Mitteln in Höhe von 200.000 Euro, zu denen das Goethe-Institut und die Kulturstiftung jeweils 100.000 Euro im Jahr 2022 beitragen. Der Fonds richtet sich an Künstlerinnen und Künstler aus Belarus und Russland, die wegen der Verurteilung des russischen Angriffskriegs politische Verfolgung riskieren und ihr jeweiliges Land zeitweise oder auf Dauer verlassen mussten. Die Mittel stellt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zusätzlich zur regulären Förderung der Kulturstiftung zur Verfügung.
  • Mit 3,9 Mio. Euro wurde Inklusion (AT), ein neues Programm für inklusive Kunstpraxis ausgestattet, das mit dem Ziel der Chancengleichheit für Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen verbesserte Zugangs- und Arbeitsbedingungen in Kulturinstitutionen schaffen soll. Gleichzeitig sollen bundesweit Kultureinrichtungen darin bestärkt werden, inklusiv zu arbeiten, künstlerisches Personal mit Behinderungen einzustellen und darin Chancen für künstlerische Innovationen zu entdecken. Das Programm besteht aus drei Modulen: einem Netzwerk für inklusive Theaterkooperationen mit dreijährigen Tandempartnerschaften zwischen Stadttheatern und inklusiven Theater- und Performancegruppen; einem Mentoring-Programm für Disabled Leadership; der Einrichtung eines Mobilen Beratungsteams, das in Akademien positive Beispiele sammelt und vermittelt sowie Weiterbildungen organisiert. Insgesamt geht es darum, inklusive Programmarbeit in der Kultur und ihre Wahrnehmung in Politik und Öffentlichkeit zu stärken.
  • Die Hansestadt Hamburg war ein Knotenpunkt wilhelminischer Kolonialpolitik. Mit der Initiative zur Aufarbeitung der kolonialen Geschichte (AT) will die Stiftung Historische Museen zusammen mit Kulturinstitutionen und der Freien Szene die noch immer gegenwärtigen Spuren und Einschreibungen der Kolonialgeschichte im öffentlichen Raum der Hafenstadt in zeitgenössischen künstlerischen und diskursiven Formaten thematisieren. Ein breites Spektrum der Stadtgesellschaft soll aktiv in die Aufarbeitung des Kolonialismus und seiner Folgen für die Gegenwart einbezogen werden. Die Kulturstiftung des Bundes beteiligt sich an der Initiative mit 500.000 Euro und erweitert damit ihren Förderschwerpunkt Dekolonialisierung.

Die interdisziplinäre Jury der Allgemeinen Projektförderung (externer Link, öffnet neues Fenster) empfahl auf ihrer jüngsten Sitzung 21 neue Projekte (externer Link, öffnet neues Fenster). Die Fördersumme beträgt insgesamt 3,8 Mio. Euro.

Gefördert werden u. a. die Ausstellung „The Great Repair (externer Link, öffnet neues Fenster)“ in der Akademie der Künste in Berlin zu Reparatur als neuem Gestaltungsparadigma in Architektur und Städteplanung; die Retrospektive „Rosemarie Trockel (externer Link, öffnet neues Fenster)“ im Museum MMK für Moderne Kunst Frankfurt zum vielschichtigen Werk der Medienkünstlerin und Feministin; das transdisziplinäre Festival „SINNE“ im BIOTOPIA-Naturkundemuseum in München zur Sinneswahrnehmung von Menschen und anderen Lebewesen; das internationale Festival „Archival Assembly #2 (externer Link, öffnet neues Fenster)“ des Arsenal – Institut für Film und Videokunst in Berlin zu Archivmaterial im Kontext von Kolonial- und Migrationsgeschichte; Stefan Puchers Neuinterpretation von Shakespeares Tragödie „CAESAR (externer Link, öffnet neues Fenster)“ im Rahmen des Lausitz-Festivals in Weißwasser zur Poesie des Umbruchs; das transdisziplinäre Projekt „Shift (externer Link, öffnet neues Fenster)“ des Museum Marta Herford und des Kunstmuseum Stuttgart zu Kunst, KI und Fragen des zukünftigen Zusammenlebens; das spartenübergreifende Outdoor-Festival „Die Hängenden Gärten der Oberlandstraße (externer Link, öffnet neues Fenster)“ mit Kunstschaffenden u. a. aus Syrien, Irak, Iran, Armenien und Afghanistan; und die Musiktheaterinszenierung „Passion :SPIEL (externer Link, öffnet neues Fenster)“ im E-Werk des Deutschen Nationaltheater Weimar mit Neuer Musik, Pop und Elektro für junges Publikum.

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news-110 Mon, 04 Jul 2022 16:00:17 +0200 Katarzyna Wielga-Skolimowska wird neue Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=110&cHash=9e02e0e9feec2b4f2da2c857b45a7848 Der Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes hat Katarzyna Wielga-Skolimowska zur neuen Künstlerischen Direktorin benannt. Sie wird das Amt im Herbst 2022 als Nachfolgerin von Hortensia Völckers übernehmen. Die Stiftungsratsvorsitzende, Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Mit Katarzyna Wielga-Skolimowska haben wir eine international erfahrene und kuratorisch versierte Kulturmanagerin für die Kulturstiftung des Bundes gewonnen. Aufgrund ihres besonderen Interesses für interdisziplinäre Modellprojekte und unterrepräsentierte Perspektiven wird sie wichtige gesellschaftspolitische Impulse an der Spitze einer der größten öffentlich geförderten Kulturstiftungen Europas setzen. Katarzyna Wielga-Skolimowska hat die Findungskommission mit ihrem breiten Wissen über die Kulturproduktion unterschiedlichster Kulturräume und Sparten beeindruckt. Dabei zeigt sie stets eine tief verwurzelte, empathische Zuneigung zu den Künstlerinnen und Künstlern. Bei ihrer neuen Aufgabe greift sie auf einen reichen, international geprägten Erfahrungsschatz zurück. Daher bin ich überzeugt, dass Katarzyna Wielga-Skolimowska an die großen Erfolge von Hortensia Völckers anknüpfen wird.“

Hortensia Völckers, amtierende Künstlerische Direktorin und ihre Vorstandskollegin, Verwaltungsdirektorin Kirsten Haß, freuen sich über die Wahl: „Mit der Berufung von Katarzyna Wielga-Skolimowska ist ein Coup gelungen: Sie bringt vielfältige Kenntnisse und Erfahrungen aus der internationalen Kulturarbeit und auf kulturpolitischem Parkett mit, ist mit der deutschen Kunst und Kultur bestens vertraut und kann darüber hinaus sowohl osteuropäische Perspektiven als auch die des Nahen Ostens zur Geltung bringen. Wir kennen sie als eine kluge und kooperative Kollegin mit künstlerisch exzellenten Programmideen. Für die Stiftung ist sie ein wahrer Glücksfall, deren Zukunft wir bei ihr in den besten Händen wissen. Gemeinsam mit unserem sechzigköpfigen Team heißen wir Katarzyna Wielga-Skolimowska herzlich willkommen.“

Katarzyna Wielga-Skolimowska wurde 1976 in Warschau geboren. Sie hat Theaterwissenschaften in Warschau studiert und ist derzeit Gründungsleiterin des Goethe-Instituts Saudi-Arabien. Zuvor war sie unter anderem Direktorin des Polnischen Instituts Berlin und hat in der Bundeszentrale für politische Bildung, im Nationalen Audiovisuellen Institut Warschau sowie im Adam Mickiewicz Institut Warschau gearbeitet. Sie verfügt über eine reiche kuratorische Erfahrung mit Stationen in Polen, Frankreich, Spanien, Israel, Ukraine, Tansania und zuletzt Saudi-Arabien. Dabei hat sie an zahlreichen Projekten, wie etwa der Gestaltung des Polnischen Jahres in Israel 2008-2009, mitgewirkt.

Beraten wurde der Stiftungsrat bei seiner Entscheidung durch eine Findungskommission unter Leitung der Stiftungsratsvorsitzenden, Staatsministerin Claudia Roth, und unter Beteiligung von Staatsminister Rainer Robra (Sachsen-Anhalt), Dr. Manuela Bauche (Freie Universität Berlin), Jagoda Marinić (Autorin), Dr. Matthias Mühling (Direktor Lenbachhaus München) und Prof. Dr. Dirk Messner (Präsident Umweltbundesamt Dessau), die sich einstimmig für Katarzyna Wielga-Skolimowska aussprachen.

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news-109 Tue, 26 Apr 2022 15:36:00 +0200 Tanzkongress 2022 – Sharing Potentials: Veröffentlichung des Programms https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=109&cHash=a1195e51fec7b9a3f2c1ca56fe2cac77 Das vollständige Programm der diesjährigen Ausgabe ist ab sofort auf der Website des Tanzkongress 2022 verfügbar. Vom 16. bis 19 Juni 2022 findet der Tanzkongress 2022 unter dem Motto „Sharing Potentials“ in Mainz statt. Heute stellte das Team um Programmleiter Honne Dohrmann und Dramaturgin Ingrida Gerbutavičiūtė das vollständige Veranstaltungsprogramm der Öffentlichkeit vor. In vielfältigen Formaten, die sich in 12 thematische Module gliedern, stehen der Austausch zwischen freier Szene und Repertoireensembles sowie die unterschiedlichen Arbeitsrealitäten von Tänzerinnen und Tänzern im Fokus.

Hortensia Völckers, Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes und Initiatorin des Tanzkongress: „Die diesjährige Ausgabe des Tanzkongress zeichnet sich durch eine bisher einmalige kuratorische Stimmenvielfalt aus. Besonders freue ich mich über die vielen jungen, kreativen Expertinnen und Experten aus der Tanzpraxis, die als Co-Kuratorinnen und -Kuratoren den Kongress mitgestalten, um die Zukunft des Tanzes und seiner Produktionsbedingungen zu diskutieren.“

Honne Dohrmann, Programmleiter Tanzkongress 2022 / Direktor von tanzmainz, und Ingrida Gerbutavičiūtė, Dramaturgin Tanzkongress 2022 / designierte Intendantin des tanzhaus nrw: „Sharing Potentials ist das Gebot der Stunde – überall dort, wo sich Netzwerke und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Austauschs bilden. Die Stärkung vielfältiger Ansätze zur Zusammenarbeit sowie die neuen Brücken zwischen Repertoiretheatern und freier Szene stehen im Mittelpunkt der diskursiven Formate. Auch das öffentliche künstlerische Programm haben wir aus demselben Grundgedanken abgeleitet. Mit dem Tanzkongress.NITEhotel schaffen wir zudem einen virtuellen Ort für Austausch, Begegnung und das Teilen von Potenzialen: Vieles, was auf dem Tanzkongress geschieht, findet einen direkten Weg in den virtuellen Raum, und auch die digitalen Besucher:innen können Spuren hinterlassen, kommentieren und sich selbst einbringen.“

In dreijährigem Turnus findet der Tanzkongress seit 2006 an wechselnden Aufführungsorten in Deutschland statt und hat sich zu einer der wichtigsten Veranstaltungen, Netzwerktreffen und Reflexionsstätten der deutschen Tanzszene entwickelt. Ausgangspunkt 2022 ist die besondere Arbeitsweise von tanzmainz, die – geprägt von einem neuen (Selbst-)Verständnis der Tänzerinnen und Tänzer – dem Ensemble Mit-Verantwortung für künstlerische und inhaltliche Fragen überträgt. Das Konzept „Sharing Potentials“ knüpft an diese erprobte Praxis an: Mittels Open Calls wurde die gesamte Tanzszene eingeladen, ihre Erfahrungen und brennenden Themen einzubringen – von 115 Einsendungen fanden 21 Vorschläge Eingang in das Kongressprogramm. Insgesamt 19 nationale und internationale Kuratorinnen und Kuratoren haben auf Einladung des Programmteams 12 thematische Module entwickelt und gestaltet, darunter zwei Ensemblemitglieder von tanzmainz, die in ihrem Modul „Dancers as Experts“ das Potenzial des Tänzerwissens für gesellschaftliche Fragen untersuchen. Im Stadtraum von Mainz wird der Tanzkongress durch Workshops und Performances für alle Bewohnerinnen und Bewohner erlebbar. Komplementiert wird diese regionale Verortung durch das digitale Format Tanzkongress.NITEhotel, das einen dezentralen Zugang zu ausgewählten Kongressinhalten ermöglicht. Der Tanzkongress 2022 bemüht sich um einen möglichst barrierearmen Zugang für alle. Ausführliche Informationen dazu sind auf der Website des Tanzkongress zu finden.

Das Gesamtprogramm und Details zu den einzelnen Veranstaltungen sind unter www.tanzkongress2022.de (externer Link, öffnet neues Fenster) verfügbar. Hier ist ebenfalls die Akkreditierung für Fachbesucherinnen und Fachbesucher weiterhin möglich.

Der Tanzkongress 2022 ist eine Veranstaltung der Kulturstiftung des Bundes, in Kooperation mit dem Staatstheater Mainz und unterstützt durch das Goethe-Institut. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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news-108 Tue, 12 Apr 2022 15:56:27 +0200 Neue Streaming- und Diskurs-Reihe für Junges Theater ab 26. April auf nachtkritik.plus https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=108&cHash=725d15d1c09b8c8321c95158681f0af2 Kulturstiftung des Bundes und nachtkritik.de starten Kooperation für mehr Sichtbarkeit der darstellenden Künste für junges Publikum.   Die Kinder- und Jugendtheater aus der freien Szene und den Stadttheatern sind ein fester, doch oftmals nicht ausreichend sichtbarer und in seiner Bedeutung gewürdigter Bestandteil der deutschen Theaterlandschaft. Dabei werden gerade in der jungen Sparte innovative Formate entwickelt, die sparten- und medienübergreifend neue Ästhetiken erproben und dem Publikum ko-kreative Teilhabe ermöglichen. 

Um diesen besonderen Qualitäten des Kinder- und Jugendtheaters mehr Bühne zu bieten und die bestehende Diskurslücke um die darstellenden Künste für junges Publikum zu schließen, starten die Kulturstiftung des Bundes und nachtkritik.de am 26. April 2022 die Reihe „Play Time – Stream und Diskurs Junges Theater“. Die im Rahmen des Programms „Jupiter – Darstellende Künste für junges Publikum“ (externer Link, öffnet neues Fenster) für die Jahre 2022/23 angelegte Kooperation stellt die große Bandbreite der Themen und Formen des Kinder- und Jugendtheaters aller Sparten in verschiedenen Themenblöcken vor. Auf der Streamingplattform nachtkritik.plus werden dazu exemplarische Arbeiten gezeigt, die von Diskussionen mit Expertinnen und Experten begleitet werden. Ziel ist es dabei nicht nur, der jungen Sparte eine angemessene öffentliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, sondern Fachaustausch und Diskurs über ihre besonderen Inhalte und Ästhetiken zu befördern. Im ersten Themenblock „Digital & interaktiv – Onlineformate im Theater für junges Publikum“ beleuchtet und zeigt „Play Time“ interaktive Formate und Game-Mechanismen, die im Jungen Theater schon lange erprobt werden, da sie einen besonderen Austausch und Kontakt mit dem Publikum herstellen. 

Zum Start der Reihe am 26. April 2022, 18 Uhr diskutiert die Moderatorin und Co-Kuratorin von „Play Time“, Elena Philipp (Redakteurin bei nachtkritik.de) mit Teresa Darian (Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Kulturstiftung des Bundes), Brigitte Dethier (Intendantin Junges Ensemble Stuttgart und Vorsitzende ASSITEJ Deutschland), Sebastian Nübling (Regisseur) und Ulrike Stöck (Intendantin Junges Nationaltheater Mannheim) über die Frage: Wo steht das Theater für junges Publikum? Im Anschluss folgt um 19:30 Uhr mit „Spiel dich erwachsen“ der Performancegruppe pulp fiktion der erste Stream in der Reihe „Play Time“. Bis Juni folgen im ersten Themenblock weitere Streamings von interaktiven und digitalen Arbeiten und eine Online-Diskussion, bevor nach der Sommerpause der zweite Themenblock „Schwere Stoffe – Was kann man einem jungen Publikum zumuten?“ startet.

Alle Informationen zur Reihe und Details zum Programm unter nachtkritik.plus/de_DE/films/play-time-stream-diskurs-junges-theater.20836 (externer Link, öffnet neues Fenster)

Parallel zum Start von „Play Time“ verschickt nachtkritik.de ab sofort den neuen Newsletter Junges Theater, für den man sich hier anmelden (externer Link, öffnet neues Fenster) kann.

„Play Time“ ist eine Kooperation von nachtkritik.de und der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des Programms „Jupiter – Darstellende Künste für junges Publikum“. Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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news-107 Wed, 23 Feb 2022 11:50:40 +0100 Weiteres Programm für Klimaneutralität in Kunst- und Kulturprojekten https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/presse/pressemitteilungen.html?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=107&cHash=01c4207129e8da5783c9e1ae8c1bca50 Stiftungsrat bewilligte insgesamt 12,5 Mio. Euro: 4 Mio. Euro für das Programm "Zero – klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte" und 8,5 Mio. für die Fortsetzung der Leuchtturmförderung Am 23.02.2022 bewilligte der Stiftungsrat unter Vorsitz von Kulturstaatsministerin Claudia Roth ein neues mehrjähriges Programm der Kulturstiftung des Bundes, mit dem sie Maßnahmen zur Klimaneutralität im Kunst- und Kulturbereich ausbauen und verstärken will. Mit dem neuen Programm Zero – klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte setzt die Stiftung, die jüngst mit dem Pilotprojekt  Klimabilanzen in Kulturinstitutionen (externer Link, öffnet neues Fenster)  auf große Resonanz gestoßen war, ihre institutionen- und spartenübergreifende Nachhaltigkeitsinitiative fort. 

Das jetzt verabschiedete Programm Zero (externer Link, öffnet neues Fenster) – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte besteht aus drei Modulen:  

  1. Mit dem antragsoffenen Fonds Zero unterstützt die Stiftung Kultureinrichtungen aller Sparten darin, klimaneutrale Produktionsformen zu entwickeln und zu erproben, die auch Auswirkungen auf künstlerische Strategien und Ästhetiken erwarten lassen. Mit der klimaneutralen Konzeption und Umsetzung von Kunst- und Kulturprojekten sollen Kultureinrichtungen und Künstler in den Jahren 2023 und 2024 modellhaft einen Beitrag zu einer ökologisch nachhaltigen Neuorientierung in der deutschen Kulturlandschaft leisten.  

  2. Für die erfolgreiche Umsetzung der betriebsökologischen Aufgaben werden Mitwirkende der Förderprojekte im Fonds Zero in der Akademie Zero weiterqualifiziert. Die Akademie erstellt auch eine programmbegleitende Dokumentation und organisiert Veranstaltungen für interessiertes Fachpublikum, um die Modellergebnisse bundesweit sichtbar zu machen.  

  3. Darüber hinaus organisiert die Kulturstiftung des Bundes regionale Netzwerktreffen in mehreren Städten und Kreisen, um lokale Akteurinnen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Kultureinrichtungen und freier Kunst zusammenzubringen. Im Rahmen dieser Treffen werden die bisherigen Erfahrungen und Wissensprozesse gebündelt und weitergegeben sowie zentrale Fragen diskutiert, wie regionale Kooperationen der Kulturszene initiiert und Klimaschutz lokal gestärkt werden können.  

    Die Kulturstiftung des Bundes stellt für das Programm Zero insgesamt 4 Mio. Euro zur Verfügung. 

Außerdem bewilligte der Stiftungsrat 8,5 Mio. Euro für die Fortsetzung der Leuchtturmförderung (externer Link, öffnet neues Fenster)  (berlin biennale, Donaueschinger Musiktage, transmediale, Ensemble Modern, Theatertreffen und World Cinema Fund).

Wir freuen uns, auf diesem Wege daran zu erinnern, dass die Kulturstiftung des Bundes vor nunmehr 20 Jahren, am 21. März 2002, auf Beschluss des Bundestages gegründet wurde. Hortensia Völckers wurde zur Künstlerischen Direktorin der neuen Stiftung in Halle an der Saale ernannt, die sie bis heute leitet. Mit einem jährlichen Etat von 35 Millionen Euro und rund siebzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählt sie zu den größten öffentlichen Kulturstiftungen in Europa.

Weitere Informationen zur Tätigkeit der Stiftung, unseren aktuellen Programmen sowie den Förderprojekten aus den vergangenen zwanzig Jahren finden Sie auf unserer Website.

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