Nicht erst seit dem Entstehen einer "Science Fiction" bestehen zwischen Naturwissenschaften, Ästhetik und populären Medien zahlreiche wechselseitige Beziehungen. Schon in der Epoche der Aufklärung war die Reflexion auf unterschiedlichen Modalitäten der Wahrnehmung Ausgangspunkt für interdisziplinäre Forschungsansätze. Exemplarisch dafür stehen Leben und Werk Leonhard Eulers, dessen Geburtstag sich am 15. April 2007 zum dreihundertsten Mal jährt. Aus diesem Anlass widmet sich das Projekt Mathesis und Graphe den Diskursen um die Naturwissenschaften in Russland und Deutschland zur Zeit des großen Mathematikers. Ein Symposium führt Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen zusammen, die sich mit den Zusammenhängen von Wissenschaften und Künsten im Zeitalter der Aufklärung beschäftigen. Eine Ausstellung präsentiert die Kunstkammer der St. Petersburger Akademie der Wissenschaften in ihrer Bedeutung für das Werk Eulers: Gezeigt wird unter anderem, wie aus der Graphentheorie ein Verkehrsnetz und aus dem Stadtplan von St. Petersburg die Zahleπ werden. Ein Dokumentarfilm zeichnet Eulers Leben anhand seiner Schaffensorte, seines wissenschaftlichen Instrumentariums und seiner Schriften nach.

Künstlerische Leitung: Wladimir Velminski
Künstler/Mitwirkende: Horst Bredekamp, Yuri K. Chistov (RUS), Lioudmila V. Souganova (RUS), Eric Lange, Georgy Avdoshin (RUS), Judith Rettenmeier, Christoph Oldach, Dmitri Dergatchev, André Störiko, Joulia Strauss, Valerij Inochkin (RUS).

Veranstaltungsorte: Ausstellung: Foyer der HU Berlin; Symposium: Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik Berlin

Ausstellungszeitraum: 3. bis 30. April 2007, Montag bis Freitag 8 - 22 Uhr, Samstag 8 - 16.30 Uhr

Kon­takt

Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik

Unter den Linden 6

10099 Berlin

euler@poetologien.de

  • Termine

    16.04. –

    16.04.2007

    Feierliche Eröffnung, Filmpremiere

    Foyer der Humboldt-Universität zu Berlin | Unter den Linden 6 | Berlin