Pünktlich zur Einweihung seiner neuen Räumlichkeiten entwickelte das Internationale Zentrum für Tanz- und Bewegungskunst in Potsdam (fabrik Potsdam) ein neues Artists-in-Residence-Programm. Tänzer/innen und Choreograf/innen konnten sich hier um ein Aufenthaltsstipendium bewerben, in dessen Rahmen sie ganz nach ihren persönlichen Bedürfnissen an der fabrik Potsdam recherchieren oder produzieren konnten. Dabei wurden insbesondere forschungsorientierte Vorhaben in den Bereichen Tanz und Choreografie gefördert, die Kollaborationen zwischen verschiedenen Künstlern, Theoretikern sowie Experten aus anderen Wissensgebieten beinhalten konnten oder ein gezieltes Interesse an solchen Dialogen im Rahmen eines konkreten Rechercheprozesses formuliert haben.

Den Residenzen stand je nach Bedarf ein eigenes Probestudio zur Verfügung. Reise- und Honorarkosten wurden finanziell unterstützt. Eine individuelle Betreuung der Residenzen (Vermittlung und Recherche von Kontakten / möglichen Dialogpartnern, organisatorische / technische / künstlerische Beratung und Unterstützung) war möglich.

Arbeitsergebnisse wurden in Form von work-in-progress-Präsentationen im Rahmen der "Offenen Studios" gezeigt sowie beim jährlich im Oktober stattfindenden Festival "Herbstleuchten - Werkschau Potsdamer Residenzen". Das Festival präsentierte 2008 u.a. drei Deutschlandpremieren und eine Uraufführung internationaler Choreografen, die in der fabrik Potsdam erarbeitet wurden.

Die Rechercheprojekte der ausgewählten Residenten spiegelten aktuelle Tendenzen und Fragestellungen im zeitgenössischen Tanz wider. Ausgewählt wurden die Projekte von einer fünfköpfigen Jury: Sabine Chwalisz (fabrik Potsdam), Constanze Klementz (Theoretikerin und Tanzkritikerin, Berlin), Bettina Knaup (Kulturproduzentin und freie Kuratorin, Berlin), Ulrike Melzwig (Projektleitung Tanzplan Potsdam), Frauke Niemann (fabrik Potsdam).

Wie geht es weiter?

Stadt und Land wollten aufgrund der knappen Haushaltsmittel keine internationalen Künstlerresidenzen mehr fördern, sondern vor allem kulturelle Bildungsprojekte. Trotzdem ist es der fabrik Potsdam gelungen, den öffentlichen Zuschuss für den Erhalt ihrer Basisstruktur in 2011 um 81.000 Euro zu erhöhen, 20.000 davon fließen in das Residenzprogramm.

(Stand: Mai 2011)

Tanz­plan Deutsch­land

Tanzplan Potsdam war ein Teilprojekt des Tanzplan Deutschland. Dieser entwickelte und koordinierte im Rahmen der Spitzenförderung von Kunst und Kultur nachhaltige Maßnahmen für den Tanz.

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Kon­takt

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14467 Potsdam

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