Flucht und Asyl gehören aktuell zu den brisantesten Themen in Europa. Fragen um Zuwanderung, Migrationsursachen, Entwicklungszusammenarbeit und Grenzsicherung sind dabei nur einige von vielen Aspekten, die die politische Debatte bestimmen. Wie können diese Fragen in Beziehung zu den Schicksalen von Einzelpersonen gesetzt werden? Und wie lassen sich diese Zusammenhänge jungen Menschen nahebringen?

In dem Musiktheaterprojekt „Ankommen – Spuren der Hoffnung“ geht das Grips Theater Berlin zusammen mit dem National Theatre in Kampala und geflüchteten Künstler/innen, Performer/innen und Jugendlichen im Flüchtlingslager Rhino in Arua sowie in Berlin der Frage nach, welche Hoffnungen und Vorstellungen mit Flucht verbunden sind. Mit welchen Bildern im Kopf brechen Menschen in eine ungewisse Zukunft nach Europa auf? Wie erleben sie ihr Ankommen in Deutschland? Das Stück richtet sich an Jugendliche ab 12 Jahren und stellt eine Verbindung her zu der Erfahrung der Pubertät als einer anderen Form der Migration aus einer gesicherten und spielerisch leichten Kindheit heraus in ein selbstverantwortliches Sein, mit unerwarteten Anforderungen und existenziellen Problemen.

Musikalische und dramaturgische Ausgangspunkte bilden die seit dem Mittelalter verbreiteten europäischen Traditionen des Volkslieds, Bänkellieds und Volkstheaters, in denen Identitäten verhandelt, Nachrichten übermittelt und Geschichten von Ort zu Ort weitergetragen werden. Im Laufe des Projekts soll die Frage verhandelt werden, inwiefern sich diese Kunstformen in Beziehung zu tänzerischen und musikalischen Ausdrucksformen in Uganda setzen lassen und wie diese Kulturtechniken heute aufgegriffen und adaptiert werden.

Geplant sind Recherchen, Workshops und Aufführungen mit Künstler/innen und Jugendlichen in Berlin, Brandenburg, Kampala und im Flüchtlingslager Rhino in Arua sowie ein Dokumentarfilm.

Künstlerische Leitung: Philippe Harpain (D)

Mit: Michael Brandt (DE), Jörg Isermeyer (DE), Thomas Keller (DE), Georg Kranz (DE), Alfred Makanga (UG), Moses Mukalazi (UG), Nadja Raszewski (DE), Robert SSempijja (UG), Matthias Witting (DE)

Termine

01.03.2018 - 30.06.2018 Berlin (div. Schulen) - Workshops;

01.10.2018 - 31.12.2018 GRIPS Bühne im PODEWIL, Berlin - Werkstatt-Aufführungen;

01.02.2019 - 30.04.2019 div. Schulen und Camp Arua, Kampala/ Arua - Kreativworkshops;

01.02.2019 - 30.04.2019 Rhino-Camp, Arua - Workshops;

01.02.2019 - 30.04.2019 div. Schulen, Kampala - Workshops;

01.02.2019 -30.04.2019 Camp Arua, Arua - Werkstattaufführungen;

01.02.2019 - 30.04.2019 National Theatre Kampala, Kampala -Werkstattaufführungen;

01.11.2019 - 30.06.2020 Brandenburg Theater, Brandenburg a. d. Havel - Aufführungen

01.02.2020 - 31.05.2020 National Theatre Kampala, Kampala - Aufführungen

01.02.2020 - 31.05.2020 Camp Arua, Arua - Aufführungen

TURN – Fonds für künst­le­ri­sche Ko­ope­ra­tio­nen zwi­schen Deutsch­land und afri­ka­ni­schen Län­dern

Mit dem Fonds TURN möchte die Kulturstiftung des Bundes möglichst viele unterschiedliche Institutionen in Deutschland anregen, sich mit dem künstlerischen Schaffen und den kulturellen Debatten in afrikanischen Ländern zu beschäftigen.

Mehr zum Fonds TURN

  • Termine

    14.12. –
    17.12.2018

    Erste Werkschau

    für Menschen ab 12 Jahre

    GRIPS-Theater am Hansaplatz | Berlin

Kon­takt

GRIPS Theater gGmbH

Altonaer Straße 22

10557 Berlin

www.grips-theater.de