Bandung Spirits

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Projektbeschreibung

Delegierte aus insgesamt 29 unabhängigen afrikanischen und asiatischen Staaten kamen vom 17. bis 24. April 1955 in der indonesischen Stadt Bandung zusammen, um ihren Willen zum Widerstand gegen den Kolonialismus und die Blockbildung in Zeiten des Kalten Kriegs zu bekräftigen. Sie plädierten für universelle Menschenrechte, staatliche Souveränität, kulturelle Selbstbestimmung und internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Mit der Gruppenausstellung „Bandung Spirits“ widmet sich der Gropius Bau dieser ersten Asiatisch-Afrikanischen Konferenz, die mit ihrer Agenda gegen kolonialistische und rassistische Kräfte als eines der prägendsten Ereignisse für die Unabhängigkeits- und Solidaritätsbewegung in die Geschichte einging – zahlreiche, vor allem afrikanische Staaten kämpften daraufhin in den 60er und 70er Jahren erfolgreich für ihre Unabhängigkeit. In Deutschland und Europa blieb die Bandung-Konferenz dennoch weitestgehend unbekannt.

Das international besetzte Kuratorenteam nimmt Richard Wrights Buch „The Colour Curtain: A Report on the Bandung Conference“ (1956) als Ausgangspunkt eines Forschungsprojekts, in dem die Hoffnungen der Konferenz von Bandung wie auch die Enttäuschungen und Widersprüche, die dort zutage traten, diskutiert werden sollen. Die eingeladenen Künstlerinnen, Wissenschaftler und Aktivistinnen befragen und reinterpretieren die Resonanz und das Erbe der Versammlung aus einer historischen wie auch aus einer zeitgenössischen und künstlerischen Perspektive. Die Ausstellung verbindet für die Gegenüberstellung dieser Betrachtungen historische Fotografien, Zeichnungen und Filmmaterial mit zeitgenössischen Kunstwerken, die zum Teil eigens für „Bandung Spirits“ kreiert und erstmals zu sehen sein werden. Begleitend zur Ausstellung plant der Gropius Bau einen Katalog und ein vertiefendes Vortragsprogramm mit internationalen Referentinnen.


Künstlerische Leitung: Philippe Pirotte
Kuratorinnen: Elizabeth Asafo-Adjei, Karima Boubou Mzouar, Suman Gopinath, Grant Watson, Vera Mey, Grace Samboh u.a.
Künstlerinnen: Noor Abuarafeh, Kofi Antubam, Binta Ayofemi, Basuki Resobowo, blaXTARLINES, Ntone Edjabe/ African Space Station, Mama Casset, Iswanto Hartono, Naeem Mohaiemen, Tracey Rose, Zahia Rahmani, Nathalie Muchamad, u. a.

Termine

  • 1. Oktober, 2023 bis 11. Januar, 2024: Ausstellung

    Gropius Bau, Berlin

Kontakt

Berliner Festspiele

Schaperstraße 24
10719 Berlin
Tel +49 30 254 89-0 (Empfang)
Fax +49 30 254 89-111

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