Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit des Komponisten Martin Smolka und des Theaterregisseurs Jiří Adámek steht die „Musik als Rede“ bzw. die „Rede als Musik“, die mit der Verbindung sprachlicher, musikalischer und performativer Elemente experimentiert. Sätze werden in Wörter und Silben dekonstruiert und so in die Komposition eingefügt. Einzelne textliche Bausteine können z.B. durch Repetition aber auch zu musikalischen Elementen mutieren.
Für das Projekt „Damit die Zeit nicht stehen bleibt“ entwickeln die beiden tschechischen Künstler ein Format, das zwischen Konzert, Theater und Instrumentaloper angesiedelt ist. Auf Einladung und in enger Zusammenarbeit mit den Musiker/innen des ensemble ascolta entsteht ein Werk, das Texte von Franz Kafka, Henry David Thoreau und Jiří Adámek einbezieht. Die Künstler suchen nach einer tieferen Begegnung von Sprache und Musik in der Konzentration und Reduktion äußerer Mittel. Sie verzichten auf zusätzliche Medien und Technologien, um das Potenzial des vorhandenen Materials auszuschöpfen. Der reine Gesang bleibt seltene Ausnahme, der Instrumentalteil orientiert sich in Ausdruck, Tempo und Rhythmus am Gesprochenen. Smolka und Adámek vermeiden, über Texte große, abstrakte Ideen an die Musik heranzutragen. Dies führt sie zur Literatur Kafkas und Thoreaus – beide Meister der Poesie des Details, der konkreten Metapher und natürlichen Klangqualität. Das Projekt wird bei den Wittener Tagen für Neue Kammermusik uraufgeführt.

Künstlerische Leitung: Erik Borgir
Projektleitung: Florian Hoelscher
Komponist: Martin Smolka (CZ)
Autor: Jiři Adámek (CZ)
Musiker/innen: ensemble ascolta

Weitere Termine:

Spielstätte im Rahmen des Lucerne Festival, Luzern: 23.8.2019;
Musikakademie Rheinsberg: 13.9.2019

  • Termine

    05.07.2019

    Musiktheater

    Theaterhaus | Stuttgart

    26.04.2018

    Uraufführung

    Wittener Tage für neue Kammermusik | Witten

Kon­takt

Klangverein Stuttgart e.V. /
Ensemble Ascolta

Siemensstraße 13
70469 Stuttgart

www.ascolta.de