Bis zur Anerkennung des Völkermords an den Sinti und Roma in der BRD war es ein langer Weg – erst 2012 wurde das Mahnmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma eröffnet. Heute sind sie diejenige ethnische Minderheit in Deutschland, die am meisten gruppenbezogene Feindschaft auf sich zieht.
 

Rassendiagnose Zigeuner: Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung

Eine transportable Ausstellung im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg will durch die Auseinandersetzung mit der Geschichte den Blick auf die Gegenwart schärfen und den Dialog zwischen Minderheit und Mehrheitsgesellschaft anstoßen. Das Zentrum beleuchtet Stereotypisierung und Antiziganismus in der Sprache und rassistischen Bildern. Der Schwerpunkt der Ausstellung ist dem Völkermord in der Zeit des Nationalsozialismus gewidmet. Den Dokumenten der Nationalsozialisten werden Zeugnisse, Berichte und private Fotos der Sinti und Roma gegenübergestellt. Weiterhin beschäftigt sich die Ausstellung mit ideologischen Kontinuitäten vom Nationalsozialismus bis heute, der späten Anerkennung des Völkermords und diesem als prägendes Moment der Identität. Thematisiert wird ebenfalls die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma und der heutige Antiziganismus.

Die gesamte Ausstellung wird in zwei Versionen, auf Deutsch und Englisch, produziert und durch multimediale Angebote ergänzt: Die Ausstellungstexte sind auf dem Smartphone abrufbar. Auch eine Online-Version der Ausstellung ist vorgesehen.

Künstlerische Leitung: Reinhold Lagrene
Projektleitung: Frank Reuter

Weitere Termine:

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und weitere Stationen in Planung

  • Termine

    26.10.2017 –
    07.01.2018

    Ausstellung

    Bayerisches Armeemuseum im Neuen Schloss | Ingolstadt

Kon­takt

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Bremeneckgasse 2
69117 Heidelberg
www.sintiundroma.de