Gold ist das Begehrteste aller Edelmetalle. Es besitzt natürliche Schönheit und stabilen Wert. Seit jeher übt es eine magische Faszination auf Menschen aus. Denen, die nichts davon haben, verspricht es Sicherheit, Zukunft, ja: Freiheit. Diejenigen, die es bereits besitzen, streben nach mehr. Der Rausch nach Gold birgt die Gefahr des Absturzes, der Abhängigkeit und des Verlustes der – ideellen wie materiellen – Bodenhaftung.

Burkina Faso ist eines der der ärmsten Länder der Welt und gleichzeitig einer der bedeutendsten Goldproduzenten Afrikas. Hier sind die Folgen des Goldrausches offensichtlich: Während Menschen unter Einsatz ihres Lebens graben und schürfen, geht das Land zugrunde: Agrarflächen werden sich selbst überlassen oder durch Grabungen zerstört, Trinkwasser wird durch Quecksilber verunreinigt. Bei relevanten Goldfunden kaufen ausländische Großkonzerne die Rechte an den Minen und machen das Gold zum Exportprodukt, von dem ausschließlich sie profitieren.

Das fringe ensemble realisiert mit dem Espace Culturel Gambidi, Burkina Faso, und dem Theater Bonn zwei Projekte über Faszination und Macht des Goldes – auf Basis von Interviews und persönlichen Geschichten. „Gold“ beleuchtet die Bedeutung des Bodenschatzes für die Menschen in einem der ärmsten Länder und spiegelt das Thema in einer saturierten Gesellschaft. Im Austausch offenbaren die Projekte, aus Sicht der drei Partner, zwei Seiten einer Medaille und sind als Parabel zum Verhältnis von globalem Norden und globalem Süden lesbar.

Kon­takt

Fringe Ensemble

Goethestr. 31
53113 Bonn

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