Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen und heftiger Kritik an der Moderne zeichnet sich inzwischen wieder ein starkes Interesse an der Moderne bei Künstlern verschiedener Disziplinen ab. Im Projekt Heimat Moderne setzten sich Künstler, Musiker, Theater- und Filmschaffende, Publizisten, Stadtplaner, Architekten und Wissenschaftler in einer Reihe von Ausstellungen, musikalischen und theatralen Aufführungen, Publikationen und urbanen Interventionen mit dem Erbe der Moderne und unterschiedlichen Aspekten seiner Aktualität auseinander.

Auch in Leipzig ist - wie vielerorts - die Nachkriegsmoderne zu einer Störstelle im Stadtbild geworden. Hier steht z.B. die in den 1960er Jahren erbaute, denkmalgeschützte Hauptpost am Augustusplatz zu großen Teilen leer, am »Brühl« sollen drei Wohnhochhäuser Neubauten weichen, ähnlich wie vor Jahren das »Messeamt« am Markt.
Das Projekt Heimat Moderne griff an Orten, die beispielhaft für eine Auseinandersetzung mit dem städtebaulichen und architektonischen Erbe der sozialistischen Moderne in Leipzig stehen, die Frage auf, welche Bedeutung das architektonische, aber auch das gesellschaftliche und kulturelle Erbe der Moderne für die Identität einer Stadt heute noch hat.

Der Katalog erschien am 31.05.2006 im Buchhandel.


Künstler/innen:
Via Lewandowsky, Sean Snyder, Josef Dabernig, Mick Harris, Jens Carstennsen, Valerio Sannincandro, Guido Hübner, Francisco Lopez, Claus-Peter John u.a.

Beteiligte Institutionen:
Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig, Büro für Urbane Projekte, Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig e.V., Raum 4, General Panel

Veranstaltungsort:
Leipzig

Kon­takt

Katja Heinecke
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