Im Zentrum des Projektes steht die Arbeit des in Ruanda geborenen Philosophen und Künstlers Christian Nyampeta. Gemeinsam mit zahlreichen renommierten Experten in Leipzig, Frankfurt, Köln und Kigali (Ruanda) will die GfzK erproben, wie Nyampetas künstlerische Strategien zur Dekolonisierung von Institutionen beitragen und welche neuen Formen der interdisziplinären Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Kunst und Philosophie etabliert werden können. Kern des Projektes ist die Ausstellung in der GfzK, für die der Künstler eine raumgreifende und ortsspezifische Installation entwickelt. Hier werden filmische Arbeiten zu sehen sein, die in Archiven in Leipziger, Frankfurter und Kölner Museen recherchiert und gedreht werden. Die Ausstellung wird durch die „École du Soir“, ein  kollektiv gestaltetes öffentliches Veranstaltungsprogramm, erweitert, zu dem Nyampeta Künstlerinnen und Theoretiker nach Leipzig einlädt, die sich u.a. in einer vorbereitenden Sommerschule gemeinsam mit Themen des Postkolonialismus auseinandersetzen. Eine ortsspezifische Variation der Leipziger Ausstellung wird zeitlich versetzt in Kigali gezeigt. In Deutschland wird das Rautenstrauch-Joest Museum ein Filmprogramm entwickeln und die Frankfurter Goethe-Universität veranstaltet ein Symposium zu postkolonialen Perspektiven in der Philosophie. Zur Ausstellung entsteht erstmals ein Katalog zu den Arbeiten des Künstlers.

Künstlerische Leitung: Vera Lauf

Mitwirkende: Christian Nyampeta mit Marie Clémentine Dusabejambo, Jeanette Ehrmann, Arlette-Louise Ndakoze, Isaïe Nzeyimana, Kivu Ruhorahoza, Martin Saar, Kaneza Schaal, Amelia Umruhire, Emma Wolukau-Wanambwa u.a.

  • Termine

    14.11.2020 –
    21.02.2021

    Ausstellung

    Stiftung Galerie für Zeitgenössische Kunst | Leipzig

Kon­takt

Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

Karl-Tauchnitz-Str. 9-11
04107 Leipzig

https://gfzk.de