How to Make a Life 

Ein internationaler Programmschwerpunkt zu Alter(n) und Jugend, Zukunft und Glück

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How to Make a Life 

Mit dem Festival „How to Make a Life. Ein internationaler Programmschwerpunkt zu Alter(n) und Jugend, Zukunft und Glück“ widmet sich der Frankfurter Mousonturm im Herbst 2026 einem gesellschaftlich dringlichen, jedoch oft verdrängten Thema: dem Alter(n). Das Programm reagiert auf die Unterrepräsentation alter Körper und Stimmen im Theater und hinterfragt gängige Vorstellungen von Jugend, Leistung und Verfügbarkeit. Co-kuratiert vom südafrikanischen Choreografen Boyzie Cekwana bezieht es internationale Perspektiven auf demografischen Wandel ein. Gezeigt werden Ur- und Erstaufführungen sowie Gastspiele aus Tanz, Performance und Theater, partizipative Arbeiten und genreübergreifende Formate.

Die chinesische Künstlerin Wen Hui (65) etwa entwickelt mit Frauen ab 60 ein Tanzstück, das den Körper als Archiv begreift. Gemeinsam erforschen sie Kraftquellen in Migrationsgeschichten, Krisen, Aufbrüchen und körperlichen Veränderungen. Die US-amerikanische Tanzpionierin Deborah Hay (84) zeigt ihre neuste Arbeit „Performance Club“, eine Durational Performance, die Grenzen zwischen Performerin und Publikum, zwischen Kunst und Leben, herausfordert. Forced Entertainment kehrt zu einer ihrer legendären Arbeiten: „12am: Awake & Looking Down“, uraufgeführt 1993, zurück und reflektiert, was Altern für ein Theaterkollektiv bedeutet. Die australische Künstlerin Samara Hersch bringt ihre 1:1-Online-Performance „Sex and Death on the Internet“ erstmals nach Deutschland. Die Regisseurin Stéphanie Aflalo präsentiert ihr neues Stück, in dem sie sich in einem Dialog mit ihrem Vater dessen bevorstehenden Tod widmet. Die libanesische Künstlerin Danya Hammoud erarbeitet eine ortsspezifische Performance mit Menschen zwischen 14 und 100 Jahren, die Bilder von Zusammengehörigkeit herausfordert und neu denkt. Der kongolesische Choreograf Faustin Linyekula (51) begibt sich mit einer 75-jährigen ehemaligen Tänzerin auf Spurensuche zum ersten Ballett National in Zaire. Im installativen Format „The lesser told Story“ von Boyzie Cekwana werden vielstimmige Perspektiven auf Kunst, Leben und Alter(n) versammelt, die verschiedene Künstler*innen beitragen u.a. Tim Etchels, Deborah Hay und Wen Hui.  

Eine offene, intergenerationale Küche, konzipiert und geleitet vom Frankfurter Theaterkollektiv andpartnersincrime um die Regisseurin Eleonora Herder, ergänzt als Ort gelebter Begegnung das Programm und schafft Raum für Perspektivwechsel, Empathie und gesellschaftliche Verbundenheit angesichts eines komplexen Themas, das uns alle betrifft oder betreffen wird.


Künstlerische Leitung: Boyzie Cekwana, Alexandra Hennig, Anna Wagner
Künstler*innen: Deborah Hay, Wen Hui, Faustin Linyekula, Danya Hammoud, andpartnersincrime, Forced Entertainment, Tim Etchells, Samara Hersch u. a.

Termine

  • 17. September, 2026 bis 3. Oktober, 2026: Festival

    Künstler*innenhaus Mousonturm, Frankfurt am Main