Der Schinkel Pavillon ist ein junger Berliner Kunstverein mit einem international ausgerichteten Programm. Mit der aktuellen Ausstellung präsentiert die Künstlerische Leiterin Nina Pohl eine Auswahl feministischer künstlerischer Positionen. Diese zeitgenössischen Ansätze der sogenannten vierten Welle des Feminismus stellt sie den radikalen Werken der 1960er und 1970er Jahre gegenüber. Im Zentrum der Schau steht die Frage, welche Rolle Technologien in unserem Leben spielen und wie sie sich auf unsere Körper auswirken. Die feministischen Künstlerinnen der 1960er und 1970er Jahre waren zugleich auch Wegbereiterinnen in den noch jungen Gattungen Performance, Video und digitale Medien. Wie untersucht nun eine mit dem Internet großgewordene Generation Themen wie Körper und Geschlecht? Wie hat sich der feministische Diskurs im digitalen Zeitalter verändert, gerade im Hinblick auf Selbst-Performance, Produktion und Reproduktion? Welche Kohärenzen und Verbindungen gibt es mit den Positionen der 1960er und 1970er Jahre und worin bestehen die Unterschiede? Im Rahmen von zwei begleitenden interdisziplinären Gesprächsrunden diskutieren Künstlerinnen und Theoretikerinnen über die Möglichkeit und die Bedeutung eines Feminismus prä- und post-Internet. Ein Filmprogramm mit zahlreichen historischen Arbeiten sowie zeitgenössische Performances ergänzen die Ausstellung.

Künstlerische Leitung: Nina Pohl
Künstler/innen: Judith Bernstein (US), Jenna Bliss (US), Lynn Hershman Leeson (US), Zanele Muholi (ZA), Ulrike Müller (AT), Senga Nengudi (US), Cindy Sherman (US), A. L. Steiner (US), Cathy Wilkes (GB), Women’s History Museum (US) u.a.
Architekt/in: ZAK Group (GB)

  • Termine

    05.04. –
    28.07.2019

    Ausstellung

    Schinkel Pavillon | Berlin

Kon­takt

Schinkel Pavillon e.V.

Oberwallstraße 1
10117 Berlin

www.schinkelpavillon.de