2018 sind rund 50 Jahre seit dem Beginn der so genannten sexuellen Revolution vergangen. Mit ihr setzte ein bis heute andauernder, fundamentaler Liberalisierungsprozess ein: von der Einführung der Anti-Baby-Pille bis zur Ehe für Alle. Diese Entwicklung war stets von kontroversen öffentlichen Debatten begleitet. Vor allem in Großstädten haben sich queere Lebenswelten inzwischen etablieren können und entfalten bisweilen große Anziehungskraft. Dem Projekt „im/possible bodies“ nach verdeckt diese Entwicklung jedoch noch weit verbreitete Formen anderer Diskriminierung, zum Beispiel der Trans-Menschen. Trotz unbestrittener Erfolge sei die sexuelle Liberalisierung vor allem auf weiße, heterosexuelle Lebensstile des globalen Westens beschränkt geblieben und anderen Minoritäten vorenthalten worden. Vor allem das Wechselverhältnis von Heteronormativität und Kolonialismus sowie entsprechenden Formen gesellschaftlicher Fremdbestimmung würden zu selten in den Blick genommen. Hier setzt „im/possible bodies“ an und verleiht marginalisierten und ungehörten Stimmen Ausdruck, die queer, schwarz oder of Color sind. Ein langfristiger Künstlerdialog in Tanz und Performance soll den Körper als Schauplatz gesellschaftlicher und kolonialer Auseinandersetzungen thematisieren und der vielfältigen künstlerischen Darstellung öffnen. Dazu veranstaltet das Projekt ab Dezember 2017 mehrere Künstlertreffen, Künstlerresidenzen und Kunstpräsentationen im Künstlerhaus Mousonturm sowie an weiteren Orten in Frankfurt am Main und in Birmingham. Das „im/possible bodies“-Festival im April 2018 und das anschließende Symposium bilden einen Schwerpunkt des Projekts.

Künstlerische Leitung: Elisa Liepsch
Künstler/innen: niv Acosta (US), Fannie Sosa (AR), Simone Dede Ayivi, Nuray Demir/ Tümay Kılınçel, Danny Banany, Andrez/Barra/Caio/Fernanda/Gui/Iaci/Luiz/Tereza (BR), Last Yearz Interesting Negro (UK), Jaamil Olawale Kosoko (US), Aaron Wright (UK) u.a.

Weitere Termine:

Im Vorfeld und beim Fierce Festival Birmingham 2018/19 Künstler/innenresidenzen, Showings und Symposium

  • Termine

    17.01. –
    20.01.2019

    Festival

    2. Versuch einer Dekonstruktion

    Mousonturm | Frankfurt am Main

    16.04. –
    30.04.2018

    Festival

    Künstlerhaus Mousonturm | Frankfurt am Main

Kon­takt

Künstlerhaus Mousonturm

Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

www.mousonturm.de