Das Museum Abteiberg hat sich mit der Ausstellung „In Order to Join“ einer Generation internationaler Künstlerinnen zugewandt, die zwischen 1947 und 1957 geboren ist. Sie erlebten den Kalten Krieg, die Ölkrise und die Machtergreifung Indira Ghandis als Mädchen und junge Frauen und entwickelten erste künstlerische Positionen inmitten einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche, die Liberalisierung und Emanzipation einforderte. Wie haben sich die kunst- und zeithistorischen Hintergründe auf die Arbeiten der weiblichen Künstlergeneration der 1980er und 90er Jahre ausgewirkt? In der Ausstellung wurden frühe Werke u.a. von Pushpamala N, Shirin Neshat, Astrid Klein, Shelagh Keeley und Angela Grauerholz präsentiert, die in Reaktion auf bedeutende Kunstbewegungen wie Minimalismus, Pop oder Performance Art entstanden, diesen aber nicht mehr eindeutig zuzuordnen sind. Die Künstlerinnen verfolgen konzeptuelle Strategien, oftmals verbunden mit der Forderung nach Teilhabe an politischen und künstlerischen Prozessen.
Das Werk von Rummana Hussain (1952–1999) diente der Schau als Ausgangspunkt. Die Inderin schuf in Mumbai und New York zentrale Werke der frühen konzeptuellen, installativen und multimedialen Kunst. Der Ausstellungstitel bezieht sich auf ein 1997 in New York produziertes Video, in dem Hussain in traditioneller Kleidung die Queenborough Bridge überquert. Dieser schlichte Gang über die Brücke symbolisiert das Verlangen danach, teilzuhaben, ‚dabei zu sein‘ (‚in order to join‘).

Kurator/innen: Swapnaa Tamhane (CN), Susanne Titz
Künstler/innen: Sheela Gowda (IN) Angela Grauerholz (CN), Jamelie Hassan (CN), Rummana Hussain (IN), Shelagh Keeley (CN), Astrid Klein, Ana Mendieta (CU), Pushpamala N, (IN) u.a.

 

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Abteistr. 27

41061 Mönchengladbach

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