Self-Defense
Wie kann Tanz zu einer Selbstverteidigungspraxis werden? Das brasilianische Choreograf*innen-Duo Davi Pontes und Wallace Ferreira untersucht seit 2018 in ihrer Répertorio-Trilogie Choreographie als Werkzeug für politischen Widerstand. Ihre Bewegungssprachen reagieren auf koloniale Kontinuitäten, staatliche und polizeiliche Gewalt in Brasilien und fragen nach einer poetischen, kollektiven Form des Schutzes jenseits von Kampf oder Rückzug. Mit „Expanded Repertory“ (AT) & The School of Self-Defense präsentiert die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz im Herbst 2026 ein Projekt, das Tanz, Theorie, Community-Arbeit und Popkultur, afro-diasporisches Wissen, queere Perspektiven und kritische Theorie zu einem performativen Gegenarchiv verbindet. Zentrale Bestandteile sind die Uraufführung von „Expanded Repertory“ (AT) – der ersten Ensemblearbeit von Pontes und Ferreira außerhalb Brasiliens – sowie das interdisziplinäre Festival „The School of Self-Defense“ mit Workshops, Panels, Vorträgen und Ballroom.
Künstlerische Leitung: Wallace Ferreira, Davi Pontes
Beteiligte: Castiel Vitorino Brasileiro, Puma Camillê, Marlene Engel, House of Basquiat, André Lepecki, Ana Pi, Denise Ferreira da Silva, Sophie Yukiko u. a.
Termine
22. Oktober, 2026 : Premiere
Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin