„Spinning Triangles“ will den Gründungsmoment des Bauhauses aufnehmen, aber eine Geste des Umschwungs hinzufügen: Es soll eine neue „Schule für Gestaltung“ entstehen, die das Zeug hat, die Herausforderungen ihrer Zeit anzugehen. Sie entwickelt sich nicht im geopolitischen Westen, sondern zwischen den drei Regionen China, Kongo (D.R.C.) und Deutschland. Dabei werden die diesen Räumen zugeschriebenen Rollen – Rohstofflieferant, Produktionsweltmeister und Ideenzentrum –mehrfach getauscht. Kinshasa wird zur Wiege dieser Schule, als Hauptstadt eines rücksichtslos ausgebeuteten Landes, ohne das unsere Smartphone-Moderne, Kreativwirtschaft und Datensammlungswut nicht möglich wäre. Nach Kinshasa wird über China eine überdimensionierte Flaschenpost aus Dessau geschickt, darin: ein Modell des Dessauer Bauhauses in Form einer 12qm großen Wohnmaschine, das an allen Standorten auseinandergenommen und neu interpretiert wird. Beiträge von über 50 Akteuren setzen sich mit der Frage auseinander, wie wir in einer Welt, in der schon allzu viele Meisterpläne gescheitert sind, noch zukunftsträchtige Alltagsumgebungen gestalten können. Daraus wird der Prototyp einer Schule mit Praktiken und Narrativen des Globalen Südens entstehen, die dann in den Globalen Norden nach Berlin exportiert wird.

Projektleitung: Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Elsa Westreicher
Kuratorische Assistenz: Antonío Mendes, Jorinde Splettstößer
Projektmanagement: Lynhan Balatbat-Helbock, Lema Sikod

Fonds Bau­haus heu­te - ge­för­dert im The­men­schwer­punkt Bau­haus 2019

Mit dem Fonds Bauhaus heute möchte die Kulturstiftung des Bundes ein Signal für die zeitgenössische Relevanz der Ideen und Methoden jener historischen Schule für Architektur, Design und Kunst geben und lädt Institutionen aller Sparten zur Auseinandersetzung mit der Aktualität des Bauhaus ein.

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