Seit vielen Jahren arbeitet der tschadische Choreograf und Tänzer Taigué Ahmed mit seiner Organisation Ndam Se Na (dt.: “Gemeinsam tanzen”) in verschiedenen Flüchtlingscamps im Tschad mit Tänzern und Bewohnern der Camps zusammen. Seine Stücke suchen die Geschichten und Erfahrungen von Geflüchteten in eine zeitgenössische choreografische Sprache zu übersetzen.

Zusammen mit den Münchner Kammerspielen, dem tanzhaus nrw und dem Institut Français du Tchad verarbeitet Ahmed nun in dem Stück “WAIGNEDEH. Morgen” die Träume und existenziellen Fragen von Geflüchteten: Wie lässt sich eine bessere Zukunft vorstellen, wenn die gegenwärtige Perspektive die eines Flüchtlings bleibt? Wie kann man den Glauben an die eigenen Fähigkeiten und Gestaltungsmöglichkeiten aufrechterhalten? Darf man hoffen, dass das Camp nicht die letzte Station ist? Zusammen mit fünf Tänzern seiner Compagnie führt er traditionellen afrikanischen Tanz mit urbanen Tanzstilen zusammen und reflektiert so die jahrelange Arbeit von Ndam Se Na in den verschiedenen Flüchtlingscamps.

Hip-Hop, Coupé-Décalé, traditioneller afrikanischer Tanz und zeitgenössischer Tanz fließen in „WAIGNEDEH. Morgen“ ineinander, um tänzerisch zu bezeugen, welche Träume, Lebensentwürfe und Zukunftsvisionen die Geflüchteten in den Camps bewegen und zum Ausdruck gebracht haben. Die Produktion wird gerahmt von Workshops, Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen, die das Wissen, das Taigué Ahmed gesammelt hat, zugänglich machen sollen.
An den Münchner Kammerspielen und am tanzhaus nrw soll auf diese Weise das bereits bestehende Engagement in der künstlerischen Arbeit mit Geflüchteten um einen neuen Aspekt erweitert bzw. eine längerfristig angelegte Tanzarbeit mit geflüchteten Menschen etabliert werden.

Das Stück entsteht in Zusammenarbeit mit dem Centre National de la Danse in Paris und dem UN Flüchtlingshilfswerk des Tschad.

Künstlerische Leitung: Ahmed Taigué (TD)

Mit: Djedonang Aimé (TD), Mintya Charly (TD), Ulrich Eisenhofer (DE), Benno Heisel (DE), Dakanga Hervé (TD), Sarah Israel (DE), Sabine Klötzer (DE), Mahmat Saleh Koumbo (TD), Pascale Martin (DE), Jamal Noudjingar Theodore (TD)

TURN – Fonds für künst­le­ri­sche Ko­ope­ra­tio­nen zwi­schen Deutsch­land und afri­ka­ni­schen Län­dern

Mit dem Fonds TURN möchte die Kulturstiftung des Bundes möglichst viele unterschiedliche Institutionen in Deutschland anregen, sich mit dem künstlerischen Schaffen und den kulturellen Debatten in afrikanischen Ländern zu beschäftigen.

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  • Termine

    04.05. –
    05.05.2018

    Tanzproduktion

    tanzhaus nrw | Düsseldorf

Weitere Termine

09.05. - 14.05.2018 Münchner Kammerspiele, München - Workshops, Diskussion, Vorstellungen

24.05. - 27.05.2018 Institut Français du Tchad, N`Djamena - Uraufführung, Konferenz

Kon­takt

SISK - Sarah Israel und Sabine Klötzer GbR

Schlotthauerstraße 17
81541 München

www.buerosisk.de

www.tanzhaus-nrw.de

www.muenchner-kammerspiele.de

www.ndamsena.org